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Ghost Notes beim 135er Twin

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Motörkopf:

--- Zitat von: Hannes am 31.07.2006 16:51 ---Hallo zusammen!

Ich habe mal den Schaltplan eingestellt.


--- Ende Zitat ---

Hi Hannes,

cool - vielen Dank, das erleichtert die Sache! Wie würdest du an diese Problematik heran gehen?



MfG

Johannes

Motörkopf:

--- Zitat von: jacob am 31.07.2006 08:50 ---Hi Johannes,

die Ghost-Notes kommen garantiert von den Elcos!
Du solltest sie auf jeden Fall erneuern. Sie werden wohl einfach ausgedörrt sein, was nach mehr als 27 Jahren aber auch nicht gerade ungewöhnlich ist. Auch die Bias-Elkos dabei nicht vergessen!
Auf die Optik und die gemessene Kapazität (mit Kapazitätsmessgerät?) würde ich mich da nicht verlassen. Bei dieser Gelegenheit kannst Du ja auch gleich mal die Dioden des Gleichrichters prüfen.


--- Ende Zitat ---

Hallo Jacob,

hmm, mit welcher Messmethode kann ich dann sicher bestimmen, wie es die C's steht? Ist mir schon klar, dass das mit dem Kapazitätsmessgerät eine "statische" Messung ist und nicht viel mit dem wirklichen Betriebsfall zutun hat....
Habe gerade eben schnell mal die zwei 220µF Elkos doch Andere (aus meinem alten Hiwatt, die ich noch rumfahren hatte) ausgetauscht, da hat sich nichts verändert. Wobei ich sagen muss, dass diese Hiwatt-Elko's sogar noch älter sind, aber laut meinem Messgerät noch die volle Kapazität haben.
Du würdest also die Elko's komplett austauschen und dann schauen, ob der Fehler weg ist. An was, außer den Elko's könnte es denn noch liegen?




MfG

Johannes

jacob:
Hi Johannes,

diese Elcos würde ich sowieso generell austauschen, sind ja schließlich alt genug. Sie werden wohl ganz einfach den Strom nicht mehr liefern können, der bei Vollaussteuerung erforderlich ist. Kennt man ja auch von alten Vöxen und den alten Marshalls. Messen kann man das auch, mit Entladezeit unter entsprechender Belastung, ich weiss aber nicht so ganz genau, wie.
Dirk, Hannes oder einer von den "Gelernten" aus dem Forum wissen das aber ganz bestimmt.
Die "Balance" bei den Endstufenröhren muss natürlich auch stimmen, damit durch beide Hälften des Ausgangsübertragers bei Vollaussteuerung auch der gleiche Strom fließt.
Dafür hat Dein Twin ja sogar extra ab Werk einen Poti spendiert bekommen! Vielleicht hast Du den ja auch versehentlich verstellt?

Clippt denn die Endstufe überhaupt symmetrisch (scope) bei Vollaussteuerung?

Gruß

jacob

Motörkopf:

--- Zitat von: jacob am 31.07.2006 17:23 ---
Messen kann man das auch, mit Entladezeit unter entsprechender Belastung, ich weiss aber nicht so ganz genau, wie.
Dirk, Hannes oder einer von den "Gelernten" aus dem Forum wissen das aber ganz bestimmt.
Die "Balance" bei den Endstufenröhren muss natürlich auch stimmen, damit durch beide Hälften des Ausgangsübertragers bei Vollaussteuerung auch der gleiche Strom fließt.
Dafür hat Dein Twin ja sogar extra ab Werk einen Poti spendiert bekommen! Vielleicht hast Du den ja auch versehentlich verstellt?

Clippt denn die Endstufe überhaupt symmetrisch (scope) bei Vollaussteuerung?


--- Ende Zitat ---


Hallo Jacob,

würde mich echt interessieren, wie man die Elko's unter realen Bedingungen testen kann. Mal schauen, vielleicht erklärt es mir ja jemand  ;)
Die Balance der Endstufe sollte stimmen, die Einstellung ist ja einfach. Lautstärke ganz runterdrehen und dann auf den minimalsten Brumm einstellen, oder?
Ob die Endstufe symmetrisch clippt habe ich noch nicht gemessen. Mache ich mal, muss mir aber erst noch einen 4 Ohm Lastwiderstand zusammen "suchen", habe nur einen 10 Ohm/100Watt.



MfG

Johannes

Hannes:
Hallo zusammen!

Also, Ghost-Notes gibt's eigentlich nur bei zu schlechter Siebung der Betriebsspannungen, da dann die Nutz- mit der Brummspannung moduliert werden ;).

1) Wo hast Du denn mit Deinem Oszi gemessen?
2) Eigentlich klar, dass es keine Restwelligkeit gibt, wenn das Netzteil nicht belastet wird - da können sich die Elkos, egal wie klein ihre Kapazität inzwischen ist, ja aufladen "bis sie platzen".
3) 50Hz-Brumm deutet auf Einstreuung/Massefehler/Heizungsbrumm hin, nicht auf Netzteilprobleme - da müsste eigentlich 100Hz-Brummen zu messen sein, da es sich um einen Brückengleichrichter handelt.
4) Wurde der Brückengleichrichter überprüft und die Entstörkondis?
5) Hast Du die Elkos zum Testen ausgelötet? Eigentlich kann man die nicht in der Schaltung testen - obwohl es da mal ein Gerät von Elektor oder so gab, das den ESR oder ähnliches in der Schaltung gemessen hat... und man kann sie natürlich mit einem bekannten Widerstand, einer bekannten Spannungsquelle und einer Stoppuhr messen.
6) Wenn die Endstufe symmetrisch ist, dann heben sich alle geradzahligen Brummspannungen auf - Brummen ist bei Gegentaktschaltungen also nicht das Problem, daher kann der AÜ auch vor der Drossel angeschlossen werden.
EDIT
7) Hast Du auch die Elkos für die Bias-Spannung ersetzt? Hier ist ja nur ein Einweggleichrichter, also 50Hz-Brumm.

Grüße,
Hannes

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