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Der Jo-Pro - ein 5E5-A-Derivat mit kleinen Tweaks

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Joachim:
Auf halbem Weg von mir zum Michael gab's mal einen in einem Einkaufszentrum. Weiß aber nicht, ob der noch dort ist. Bin nicht mehr so in der Szene unterwegs ;D

mac-alex_2003:
Allein das

--- Zitat von: Joachim am  7.04.2007 14:35 ---mehr

--- Ende Zitat ---
irritiert mich  ;D

Joachim:

--- Zitat von: mac-alex_2003 am  7.04.2007 14:40 ---Allein das irritiert mich  ;D
--- Ende Zitat ---

Tja, das muss an deiner Jugend liegen ;D.

Und jetzt müssen wir mal wieder ernst werden, sonst schmeißt man mich noch aus meinem eigenen Fred raus  8)

mac-alex_2003:

--- Zitat von: Joachim am  7.04.2007 14:43 ---Tja, das muss an deiner Jugend liegen ;D.

--- Ende Zitat ---

Ich spiel noch nicht Golf. Du etwa?  ;D

Und jetzt wieder ernst...   mehr Pics!

Joachim:
So, ich komme gerade vom Golfplatz zurück und nach einigen philosophischen Gedanken zur verlorenen Jugend, geht's jetzt weiter mit langweiliger Technik ;).

Wie der Titel des Freds schon andeutet, soll es ein paar "Tweaks" zum originalen Pro geben. Ich schreibe bewußt nicht "Mods", denn Modifikation bedeutet für mich Abweichung. Mein Ziel war aber, den Amp so nahe, wie möglich am Original zu lassen. Die vorgesehenen Tweaks sollen den Amp flexibler machen, aber den ursprünglichen Sound unangetatstet. Wobei "ursprünglicher Sound" hier natürlich nur im Rahmen der Möglichkeiten, die einem heute erhältliche Bauteile bieten, gemeint ist. Was wird also anders sein?

Bereits realisierte Tweaks:


* Der Jo-Pro ist ein Dual Rectifier ;D:
Neben einer Röhrengleichrichtung mit der 5U4GA kann man alternativ auf eine Silikongleichrichtung umschalten. Ergebnis der Silikongleichrichtung ist eine höhere und stabiler Versorgungsspannung und ein entsprechende definierterer Sound. Umgeschaltet wird die Art der Gleichrichtung über den Standbyschalter, der als zweipoliger Umschalter mit neutraler Mittelstellung ausgelegt ist.
* Post-PI-Master-Volume-Regler:
Um auch bei geringen Lautstärken ein gewisses Maß an Verzerrung zu erreichen, hat der Jo-Pro einen PPIMV, der so ausgelegt ist, dass er sich bei voll aufgedrehtem Master völlig neutral verhält.
Der Master wird anstelle des zweiten Volume-Reglers eingebaut. Die Vorstufe beider Kanäle (=Gain) wird über einen Stereopoti identisch geregelt. Das stellt kein Problem dar, da beide Kanäle ohnehin nicht unterschiedlich betrieben werden.
* Beide Kanäle (Normal und Bright) haben einen Bright-Cap über dem Vorstufen-Volume. Damit sind sie rein von den Bauteilewerten her absolut identisch aufgebaut.
* Die Eingangsbeschaltung des Normal-Kanals ist im Bereich von V1 mit Kohlepresswiderständen aufgebaut, der Bright-Channel dagegen mit Metallfilmwiderständen.
* Kondensatoren und Widerstände im Signalweg:
Die meisten heutigen Clones von Fenderamps, auch aus der Tweedära, werden meistens Orange Drops verwendet. Das macht aus meiner Sicht wenig Sinn, da es damals noch keine Polypropylen-Kondensatoren gab. Deswegen verwende ich durchgehend Polyester-Mallorys. Bei Widerständen verwende ich soweit ich die entsprechenden Werte bekommen habe Kohlepresswiderstände (Ausnahme siehe oben), ansonsten 1Watt-Metallfilmwiderstände.

Bitte jetzt nicht die hundertste Diskussion über Sinn und Unsinn von bestimmten Bauteilen lostreten. Natürlich kann jeder die Bauteile verwenden, die er für richtig und ausreichend hält. Ich hab mich eben für die obige Variante entschieden. Später schreibe ich noch etwas zu den klanglichen Unterschieden zwischen Normal- und Bright-Kanal.


* Regelbare Biasspannung:
Im Gegensatz zum originalen Pro, der eine fest eingestellte Biasspannung hat, ist die Biasspannung regelbar, um die Endstufe optimal an die verwendeten Röhren anzupassen.
* Der Standbyschalter sitzt an anderer Stelle, als im Original.
* Groundswitch entfällt:
Am freigewordenen Platz befindet sich jetzt eine HT-Sicherung
* In den Kathodenleitungen der Endstufe befinden sich 1Ohm-Messwiderstände

Noch nicht realisierte Tweaks:


* Der Lautsprecherausgang lässt sich zwischen 4, 8 und 16 Ohm umschalten
* Umschaltmöglichkeit der Endstufe zwischen Fixed- und Kathodenbias
Außerdem werde ich später noch etwas zum Paul C-Mod schreiben (Fixed-Bias-Variante des PIs)

Im Anhang mein Schaltplan, nachdem ich den Amp aufgebaut habe.

Grüße,
Joachim

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