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[Fender-Vorstufe] ECC83 vs. ECC83 vs. ECC803 vs. 7025

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Meikel:
Hi Jacob,


> habe mir mal Deinen Schaltplan angesehen....zu hohe Betriebsspannungen....Das ist aber m.E. nicht so das Problem.

jepp, sehe ich auch so.


> Aber hast Du weder das "pegelfressende" Tremolosystem noch den Spannungsteiler durch die Entkopplungswiderstände Vibrato-/Normalkanal vor dem Endstufeneingang simuliert.

Jepp. Ich bin mir eben wirklich nicht sicher, ob das nötig ist. War bislang der Meinung, dass man dann lieber die NF-Spannungen über die µ der Röhren einstellen kann (halt einfach geringere Verstärkungen einstellen) wenn die Pegel zu hoch sind. Dadurch - so meine Idee - müsste auch, sofern eben kein Layoutfehler drin ist, das Rauschen sinken. Und quasi zufällig ist dies mit einer ECC81 und deren geringerem µ passiert.


> Ich würde ganz einfach aus dem 1/2 V3 Aufholsystem mit 100nF rausgehen...
> Sieh' Dir also ruhig den Originalplan nochmal genau an, dann weisst Du bestimmt, auf was ich hinaus will.

Ich schau' mir das mal die Tage an.


> BTW: die Endstufe eines Twin-Reverbs braucht einen wesentlich höheren Pegel zur Vollaussteuerung als die Endstufe eines Deluxe-Reverbs...

Ja. Aber die weichen doch nicht so arg von denen des DR ab, oder? (Muss mir das auch noch einmal anschauen.)


THX und Gruß
Michael

jacob:
Hi Michael,

natürlich gibt es die verschiedensten Wege, die nach Rom führen... so könntest Du ja auch einfach ein simples Mastervolume vor die Endstufe setzen oder den Arbeitswiderstand des Aufholsystems als Spannungsteiler aufteilen, um den Eingangspegel für die Endstufe auf das korrekte Maß zu bringen. Wäre aber m.E. nicht so "stilecht".
Aber ich nahm halt auch eigentlich an, dass Du dem Klang und dem Dynamikverhalten des Originals mit den Originalbauteilewerten und allem "drum & dran" möglichst nahe kommen wolltest.
So eine Schaltung sollte halt immer zuerst im Ganzen betrachtet werden, auch (und gerade) wenn man nur Teile daraus nachbaut, wie Du ja gemerkt hast. Was für einen "Nebeneffekt" hat welches Bauteil an welcher Stelle etc. pp.

Zur Vollaussteuerung von zwei 6V6 braucht man natürlich weniger NF-Spannung als zur Vollaussteuerung von vier 6L6. Das sollte aber eigentlich schon klar sein.

Gruß

Jacob

Meikel:
Hi Jacob,

> Aber ich nahm halt auch eigentlich an, dass Du dem Klang und dem Dynamikverhalten des Originals mit den Originalbauteilewerten und allem "drum & dran" möglichst nahe kommen wolltest.
So eine Schaltung sollte halt immer zuerst im Ganzen betrachtet werden, auch (und gerade) wenn man nur Teile daraus nachbaut, wie Du ja gemerkt hast. Was für einen "Nebeneffekt" hat welches Bauteil an welcher Stelle etc. pp.

Du hast recht und ich bin ein Idiot. Das kommt davon, wenn man den Original-Schaltplan zu euphorisch splittet und dann nur noch betriebsblind das vor Augen liegende betrachtet. Natürlich fehlt zwischen Rö3 und Rö4 ein 'Gebilde' bestehend aus der Reihenschaltung 0,1µF-220K. In dieses 'Gebilde' gehören zwischen den 0,1µF und dem 220K-Widerstand zum einen die 50K nach Masse (der Intensity-Regler, völlig richtig) und zum anderen zwischen dem 220K-Widerstand und den dann erst kommenden 0.001µF zum  Phasendreher die von Dir beschriebene Reihenschaltung 220K-0.047µF-100K. (Wobei Du mit den 100K den 'Abschluss' des Normal-Kanales meinst, nehme ich mal an; resp. die zuvor von Dir beschriebenen 330K. Aber die als "perfektionistisch" beschriebenen Variante ist richiger).

Ich darf dieses 'Gebilde' gar nicht weglassen; verringert es nicht nur den Pegel, sondern formt es auch 'irgendwie' den Klang mit!!!

Danke Jacob, für's Augen öffnen!  :)


Gruß Michael

Meikel:
Hi Jacob,


> "Perfektionistisch" gemacht, könntest Du auch für das fehlende Normalsystem 220K-47nF-100K gegen Masse einsetzen.

Habe mal gerechnet, speziell was die 100K betrifft. Der Widerstand soll ja letztendlich die Triode des Normal-Kanales simulieren, die die von den 220K und den 0,047µF kommende NF gegen Masse "sieht", stimmts?

Im Original stehen an dieser Triodenanode lt. Schema zwischen 170 und 180V, durchflossen vom Anodenstrom, der am Rk einen Spannungsabfall von 1,3 Volt erzeugt. Über den Ia lässt sich der 'Außenwiderstand' errechnen, er liegt zwischen 195K und 206K. Gut, NF-mäßig käme nun noch die Eingangsschaltung... Ich weiss nicht, wieweit man hier nun den gesamten Normalkanal rückverfolgen sollte. Das besste wäre also, anstelle des 100K-Widerstandes ein 250K-Trimmpoti einzusetzen und soundmäßig zu probieren.

Gruß Michael

jacob:
Hi Michael,

das kannst Du beruhigt so machen. Es geht ja dabei quasi nur um "Nuancen" ("perfektionistisch" halt), da die Sache mit den 220k dahinter ja gut entkoppelt ist. Als "Messgerät" dienen die Ohren.

Gruß

Jacob

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