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Problem mit Red Knob Twin
Hostettler:
Hi Savon
Also ich schliesse mich Bluefreak's Meinung an und würde seine Bemerkung: "Oft sind alte/defekte Elkos eine Ursache für Brumm und furzende Bässe. "
auch zustimmen. Der Amp ist zwar noch nicht so alt, aber taube Kondensatoren können in dieser Zeit entstehen. Gerade das Indiz, dass im unteren Frequenzbereich die Versorgespannung in die "Knie" geht und der Klang matschig und breiig wird deutet darauf.
Grüsse aus der Schweiz
Hoschi
Dirk:
--- Zitat von: Savon am 20.07.2007 14:20 ---@Dirk:
Puh .... da bin ich jetzt überfragt. Aber mein Kollege der den Amp durchgemessen hatte,
hat auch dort mal verschiedene und/oder neue Röhren eingesetzt, aber es blieb alles
beim Alten.
--- Ende Zitat ---
Keinerlei klangliche Änderungen udn was hat er durchgemessen ?
Gruß, Dirk
Savon:
Also, habe jetzt mal in die Innereien geschaut und irgendwie
sehen die Zementwiderstände gar nicht gut aus.
Da sind 3 Stück drinne. Die bin ich gerade mal am Austauschen,
2 von 3en habe ich schon getauscht. Beim dritten wurde mir ein
falscher Wert angedreht. Nach dem Einbau ist dann erstmal die
Sicherung abgeraucht.
Habe im Netz den Tipp gefunden, dass beim Red Knob Twin
öfters mal ein Problem an den oben genannten Zement-Widerständen
auftaucht. (falls diese Info mal jemand gebrauchen kann: es handelt
sich um R129 und R128. Ich habe jetzt auf Vorsorge auch mal den
auf R306 getauscht, da der schon leicht am Aufbröckeln war)
Bei den ersteren (R129 und 128) habe ich auch sowas wie ver-
brannte Spuren auf der Platine gefunden. Sieht nicht so gut aus.
Nuja, werde morgen nochmal nach dem richtigen Wert für den
verbleibenden schauen und berichten wie es danach ausschaut.
@Dirk:
Zu den Messungen kann ich Dir nicht viel sagen, denn ich habe die
nicht persönlich gemacht. Der Sound des Amps hat sich beim Um-
stecken der Vorstufenröhren vielleicht minimal verändert, aber
unser Hauptaugenmerk lag auf dem "Basswummern" -- ob es ver-
schwindet oder bleibt.
Grüße!
FloH:
Hallo,
nachdem ich schon einige Zeit im Forum lese möchte ich mich auch mal zu Wort melden.
Bei meinem Red Knob "Dual Showman" (Topeilversion des "The Twin") hatte ich ähnliche Probleme. Der Amp klang im Overdrive Kanal bei harten Anschlägen wie ein ziemlich übles Fuzz, beim Ausklingen des Tons würde es dann wieder harmonischer; der Cleansound war auch nicht mehr so, wie man ihn von diesem Amp gewohnt ist. Neben dem miesen Sound hatte ich noch das Problem, das die Kanalumschaltung mittels Fußschalter nicht mehr funktionierte, d.h. der Amp wechselte willkürlich zwischen dem Cleankanal und beiden Kanälen gemischt.
Wegen der Soundprobleme dachte ich auch erst an die Röhren, die schon einige Jahre hinter sich hatten, aber ein Röhrentauch brachte nicht die entscheidende Verbesserung.
Das Problem mit der Kanalumschaltung deutete entweder auf defekte Optokoppler oder falsche Spannungen hin. Also tauschte ich alle Elkos gegen neue F&T oder JJ, da Probleme in der Spannungsversorgung ja als Ursache für beide Probleme in Frage kommen. Das Alter und die thermische Belastung der Elkos in diesem Amp machen einen Defekt nicht unwahrscheinlich (die Spannungen lagen im Leerlauf noch im Toleranzberich; 5% unter Schaltplanangabe). Die Probleme tauchten auch erst auf, wenn der Amp warm wurde, also nach ca. 5min Spielen.
Der Elkotausch brauchte dann den gewünschten Effekt, der Sound war wieder straff und rund. Das Problem mit dem Fußschalter hatte sich erledigt und die Spannungen waren wieder im Bereich der Schaltplanangabe.
Also falls der Tausch der Widerstände das Problem nicht löst, würde ich auf die Elkos tippen.
Gruß
Flo
Savon:
Erstmal Danke für Eure Tipps!
Letztendlich ist das Problem nun gelöst, es war einer der von mir erwähnten
Zement-Widerstände.
Dummerweise habe ich einfach alle drei gleichzeitig gewechselt - ich hätte ja
auch mal nach dem Ausschlussverfahren vorgehen können :P - aber ok,
hauptsache es funktioniert wieder! :guitar:
Grüße.
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