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Princeton - verschiedene Versionen 5(B,C,D,E,F)2
Kokomoking:
Hallo allerseits,
nachdem ich mein JMT45 fertig gebaut habe, ich nun im Ausland bin und der JTM45 in DE, muss ein kleiner, leichter Amp
her :headphone:
Ich wollte schon immer mal einen alten Champ bauen. Allerdings find ich ein Tone Poti sehr hilfreich, deswegen solls ein SE Princeton sein (also kein Princeton Reverb oder so).
Nun steh ich vor der Qual der Wahl: Welche Version soll ich bauen (5(B,C,D,E,F,)2? Mit Choke, ohne Choke, welche V1 usw...?
Vielleicht kann mir ja jemand helfen. Am besten jemand, der alle Version daheim stehen hat ;)
Sind die Unterschiede im Sound groß? Oder vernachlässigbar?
Ich habe vor, das Chassis a là Marshall aufzubauen (also keine hängenden Röhren). Möglichst kompakt und als Head. Für die Hosentasche, sozusagen. Gleichrichterröhre werde ich wahrscheinlich durch Brückengleichrichter ersetzen, dann kann ich diesen kleinen Netztrafo von Frag Jan zuerst benutzen. Sollte ja, da Class A, nicht viel am Sound ändern.
Was haltet Ihr von dem Einsatz von Folienkondensatoren anstatt Elkos? Würde ich gerne mal probieren. Dann muss ich mir in 20 Jahren keine Sorgen über meine Kondensatoren machen O0
Genug fürs erste, Baubericht folgt,
Schönen Abend noch,
Christian
P.S.: Die Schematics findet Ihr alle unter ampwares.com/ffg/
sjhusting:
Ich denke es gibt kaum jemand der alle Tweed Princetons hat.
Zuerst, wurde ich wahrscheinlich keine vor der 5D2 bauen, wegen die Octal Preamp-Roehren. Nichts gegen 6SL7 oder 6SC7, aber es gibt ein etwas grossere Angebot Current Production fuer 12AX7/ECC83.
5D2 benutzt Grid Leak bias an V1a, das wurde ich nicht nehmen ohne das ich es erst gehoert haben. Ist etwas speziell.
Bleibt (fuer mich) 5e2/5f2/5f2a
Unterschied 5e2-5f2: Kathoden-Bypass auf V1a abgebaut, Wirkung: weniger Gain, andere Frequenz-Widergabe. Du kannst das so oder so probieren, und was dir besser gefaellt benutzen, oder sogar ein Schalter einbauen. Meine Experiemente mit schaltbare Kathoden-Bypass ist: ohne Bypass hast du ein heftige Gain-Verlust.
Unterschied 5f2-5F2a: Drossel entfernt, dafuer ein extra Sieb-Element eingebaut; zweifellos ein Kost-Massnahme bei Fender, diese waren Einsteiger-Modelle. Kathoden-Bypass auf V1a weider eingefuhrt.
Wg Sag hast du recht; es spielt keine grosse Rolle im Class-A betrieb, aber mit ein Dioden-Gleichrichter wirst du wesentlich hoeher B+ haben; das musst du mitplannen.
Ich selbst wurde 5f2-a mit Drossel (~= 5f2 mit Kathoden-Bypass an V1a) bauen. YMMV. Vielleicht ein schaltbare Feedback-Loop.
steven
Joachim:
:gutenmorgen: Christian,
--- Zitat ---Gleichrichterröhre werde ich wahrscheinlich durch Brückengleichrichter ersetzen, dann kann ich diesen kleinen Netztrafo von Frag Jan zuerst benutzen. Sollte ja, da Class A, nicht viel am Sound ändern.
--- Ende Zitat ---
Gegen eine Siliziumgleichrichtung spricht natürlich nichts. Das kann man schon machen und nicht jeder mag den Kompressionseffekt, der durch den Spannungsabfall in der Gleichrichterröhre auftritt. Aber: dass bei Class-A der sog. sag-Effekt nichts bewirkt, ist nicht ganz richtig. Solange man den Amp eher Clean betreibt ist das soweit schon richtig. Wenn man die endstufe aber auch mal recht heftig überfährt, befindet sich die Endstufe jenseits jeglicher Class-A. Wir haben das Thema schon mal ausgiebig diskutiert. Im Thread "Gleichrichterröhre, Voltage Drop, Sag..." wurde das schon mal erschöpfend behandelt.
http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=1620.0
Wenn man also den Kompressions-Effekt einer Gleichrichterröhre mag und seinen Class-A-Amp auch mal übersteuert betreibt (und nur dort macht die Kompression wirklich Sinn ;)), kann ruhig mal mit einer Gleichrichterröhre experimentieren.
Grüße,
Joachim
Kokomoking:
Hallo und danke für die Antworten!
Mmmm...jetzt muss ich mir also doch wieder Gedanken machen, ob ich eine Gleichrichterröhre verwenden will oder doch Sand. EZ81 müsste doch eigentlich passen, oder? Muss ich bei Verwendung einer EZ81 irgendetwas beachten? Siebelkos muss ich nicht verändern, oder?
@ Steven: Verstehe ich Dich jetzt richtig: Bei Verwendung eines Kondensators zusätzlich zum Kathodenwiderstand hat man mehr Gain und ohne Kathodenkondensator weniger Gain?
Auf die Drossel würde ich gerne verzichten, da es nur ein weiteres sperriges Bauteil ist und es soll doch ein kleiner Amp werden. Ich hoffe es brummt nicht allzusehr...Das wär dann auch schade.
Was haltet Ihr von der Idee mit Folienkondensatoren anstatt Elkos? Hat das Auswirkungen auf den Sound? Ich habe mal gehört, dass Elkos den Sound mumpfig verfärben...Ich persönlich kann es nicht so recht glauben. Zumindest bei den Siebelkos nicht. Was haltet ihr davon?
Mein JTM45 hab ich mit einem Turretboard aufgebaut. Ich würde jetzt mal gerne diese Lötleisten ausprobieren, da billig und kein besonderes Werkzueg nötig. Wie stabil sind die Metallteile denn in dem Brett verankert? Hat da jemand Erfahrung mit? Oder bin ich der Einzige, der sich darüber Sorgen macht ::)
Am liebsten würde ich mit den 1x10 Leisten arbeiten und die Komponenten sozusagen freischwebend dazwischen aufhängen a là Sound City. Schaut find ich sehr gut aus. Was haltet Ihr davon?
Ich hoffe übers Woende mal eine Zeichnung anzufertigen, wie ich mir das ganze vorstelle.
Wahrscheinlich werde ich eine 12AX7 als V1 verwenden. Wobei mich mal eine andere Röhre auch reizen würde...
So, dann wünsch ich Euch besseres Wetter als hier in Südengland,
Christian
sjhusting:
Ja, auf den Drossel kannst du verzichten, es ist ein Geschmacksache. Meine Erfahrung nach ist ein Amp mit ein Drossel responsiver als ein rein RC Kette. Ich lege aber viel Wert auf Kontroll durch Fingern und Vol auf den Gitarre. Das ist nicht als Seitenstoss gemeint, es gibt viele durchaus kompetente und interessante Guitarristen die lieber auf mehrkanalige Losungen stutzen. Es ist eher eine suche nach Vereinfachung, fuer meine Art zu spielen, fuer die Art Musik ich spiele. Ein 5f2a ist ein klassische Verstaerker; und mit Dioden-Gleichrichtung ist es immer noch interessant.
Wg. Kathoden-Widerstand hast du mich richtig verstanden. Es hat ein paar andere Wirkungen, aber Gain ist vielleicht die grosste.
steven
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