Technik > Tech-Talk Fender

Baubericht Bassman

<< < (12/18) > >>

Kpt.Maritim:
Hallo

Danke!!!

Viele Grüße
Martin

Basstler:
Inbetriebnahme zum Dritten.Watt ihr Volt.

So den Trafo habe ich jetzt angeschlossen. Wichtig ist alle Wechselstrom führenden Leitungen gut zu verdrillen und möglichst weit ab von signalführenden Leitungen zu verlegen. Das gilt ganz besonders auch für die Heizleitungen.
Für diese nehme ich immer Schaltdraht, da man den besser verzwirbeln und in die Ecken legen kann. Aufpassen ,daß die Heizleitung genug Querschnitt hat! Zu den Endröhren mindestens 1qmmm Querschnitt, die zu den Vorröhren 0,5-0,7 qmmm.
First Current am Trafo.
SB Schalter auf off.(Immer bei der Anodenspannung die Wechselspannung schalten-also vor der Gleichrichtung).
Nichts qualmt-alles ruhig....bis auf ein unterschwelliges Summen vom Trafo im Kabinett -eines Hochleistungsaggregates welches nur darauf wartet seine unbändige Kraft in den Dienst der Musik zu stellen.........
ähh genug geschwafelt!
Beim Messen erwarten einen nun erste Überaschungen (falls man nicht darauf gefaßt ist).
Nennspannung Netztrafo :
2x 320 V , 6,3 V
Im Leerlauf ergeben sich schon mal 2x 360 V und 7 V.
Nun SB- Schalter on. Immer noch alles ruhig.
Im Leerlauf ergeben sich nun 460 V Anodenspannung. Das muß man wissen und die Spannungsfestigkeit der Siebelkos entsprechend berücksichtigen!!
Die Anodenspannung mist man an den Anschlüssen des Ladeelkos. Nicht abrutschen mit den Tastern - ich schließe normalerweise vorher das Meßgerät mit zwei Klemmen an den Elko an.
Die negative Gittervorspannung läßt sich zwischen 50 und 60 V einstellen.Ich hoffe der Bereich ist ausreichend-
schaun mer mal.
Ich habe am Ladeelko einen Widerstand mit 440 k /2 W zur Masse eingelötet um die Elkos im ausgeschalteten Zustand zu entladen- der Entladevogang dauert etwa 5 min also Vorsicht!!!!
Nun noch alle 5 Röhren eingesteckt und angeschaltet (zunächst SB-Schalter auf Off) und siehe da ein behagliches Glühen zeigt sich bei allen fünf.
Noch bin ich ganz ruhig......

Eckhard
Fortsetzung folgt

Basstler:
Inbetriebnahme zum Vierten.Hinter Gittern.

Als nächstes kommen wir zu Anlegen der Anodenspannung an die Endstufe.
Also husch,husch alle Rören eingesteckt.
In die Kathodenleitungen der Endröhren habe ich sinnigerweise gleich jeweils einen 1 Ohm-Widerstand eingebaut um den Ruhestrom der Endröhren zu messen.
Also Messinstrument über den Widerständen angschlossen (ich habe glücklicherweise 2 davon und kann gleich beide Röhren messen)
SB Schalter on und Netzschalter on. Gittervorspannungseinstellung auf Max!! (Der Meßbereich ist natürlich mV)
Den SB Schaler habe ich in diesem Fall schon beim Einschalten auf on damit mir der Ruhestrom langsam hochläuft und ich im Falle eines Falles  schnell wieder abschalten kann ohne daß der Ruhestrom in unendliche Weiten entschwindet.
Wir erinnern uns an das Gestz von Murphy?
Gut- es kokelt zwar nichts, der Ruhesatrom geht auf ca. 20 mA bei beiden Röhren fast identisch (ein Hoch auf´s TT-Matching), aber man kann als Maximalwert nur ca.25 mA einstellen. Sch....ade. Zu niedriger Ruhestrom heißt zu hohe negative Gittervorspannung - also muß der Widerstand vom Anschlußpunkt dieser Spannung zur Masse verkleinert werden. Er ist im Moment 47 k - wir fassen mal 33 k ins Auge.
( Siehe Anhang)
Theoretisch am einfachsten wäre es, den Widerstand auszutauschen - praktisch nicht- da das Chassis fest eingebaut und mit den Netzanschlüssen verlötet ist.(Murphy)
Also einen zweiten Widerstand parallel löten!
Da erscheint aus den Tiefen des Universums eine zweite wichtige Formel mit der man Parallelschaltugen von Widerständen (auch z.B. bei Lautsprechern ) berechnen kann:
1            1              1
---- =     -----   +    -----   +     ......u.s.w.
Rges.       R1            R2

Dann kommen wir bei R1= 47 k und Rges = 33 k auf R2= 100k.

Gesagt -gelötet!

Und siehe da, der Ruhestrom läßt sich wunderbar einstellen- zunächst nehme ich mal 30 mA.

Der Adrenalinpegel ist schon etwas höher.

Eckhard

Fortsetzung folgt

Basstler:
Sorry hier noch die Schaltung der Gittervorspannungsversorgung:

Basstler:
Inbetriebnahme zum Fünften.Shit happens.


Bis jetzt war ja alles ganz easy. Das konnte ja nicht so bleiben.(Murphy!)

Also Tongenerator an den Eingang angeschlossen mit ca. 100 mV Signalspannung. 8 Ohm Belastungswiderstand an den 8 Ohm Ausgang und Oszilloskop an den Ausgang.
Nun langsam den Vol.Regler aufgedreht- geht gut...nein geht nicht gut.
Ab ca 8-10 W Ausgangsleistung tillt der Verstärker plötzlich. Signal völlig durcheinander. Es ist ein munteres Britzeln und Rascheln von den Endröhren zu vernehmen.
Sobald man zurück dreht geht´s wieder.
So´n Schiet!!!
What nu? Das Leben nehmen, auf Computerspiele umsteigen oder nachdenken?
Na gut- nachdenken . Woran kanns liegen?
Erster Test Vorstufe oder Endstufe. Hier erweist sich das Oszilloskop als segensreiche Erfindung. Bei der Signalverfolgung von der Eingangsstufe bis zur Phasensplitstufe alles wunderbar- die Phasensplitstufe clippt erst ab ca 200 V Signalspannung!
Also : die Endstufe ist´s.
Ist ja eigentlich recht übersichtlich und auch richtig angeschlossen. Die Röhren sind neu und bis 8 W arbeiten sie ja prima.
Die ersten Verdächtigen :die Sockel.
Alle Kontakte vorsichtig nachgebogen und.........Mist. Keine Änderung.
Als nächstes habe ich mal die Zuleitungen von der Phasensplitstufe zu den Gittern der Endröhren aus den Kabelbäumen befreit.
Bei der Originalschaltung sind keine Gitterstopperwiderstände eingezeichnet. Kam mir gleich komisch vor. Also jeweils 1,5 k eingebaut und die Leitungen schön weit ab von allen anderen schnöden Dingen verlegt.
Test---------ahhhh.......ohhh.......uhhhh.... es funktioniert!!!!!
Saubere 55 V Spitze-Spitze Ausgangsspannung.
Das sind     Uss
                ---------          = Ueff        =19,6V Ausgangsspannung das entspricht bei 8 Ohm ca. 48 W Ausgangsleitung!!!
                2xWurzel aus2   

So lieben wir das.
Mann ist das aufregend.

Eckhard

Fortsetzung folgt!

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln