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Fender Vibro King: Netztrafo wird heiss

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gg.music:
Hallo, neu im Forum und gleich eine Frage, die vielleicht nicht nur Vibro King Besitzer interessiert. Der Netztrafo meines Amps wird heiss, richtig heiss, so dass man ihn nach einer gewissen Zeit nicht mehr anfassen kann. Gemessen: >70 Grad C. Bei meinen diversen anderen Amps ist das überhaupt nicht der Fall. Insbesondere wenn sie im Standby Mode sind, werden die allenfalls handwarm. Anders der Fender Vibro King, egal ob im Standby, im Betriebszustand oder nach 1 Stunde abrocken, das Ding (also der Netztrafo) wird gleichermassen heiss. Also hab ich mal alle Röhren rausgezogen und sogar die Kontrollleuchte ausgebaut. Laut Schaltbild sind dann nur noch die 100 Ohm Wdstd. für die Balance der Heizspg. im Betrieb, trotzdem wird der Netztrafo (sau)heiss. Zuletzt viel mir noch mein "Powermeter" ein, das misst mit ausgebauten Röhren immer noch 0,5 A auf der Primärseite, allerdings mit hohem induktiven Anteil (cos-phi = 0,2). Mein Verdacht ist, dass der Netztrafo selbst einen Defekt hat. Die Spannungen im Amp sind allem Anschein nach jedoch ok, z.B. messe ich bei der Heizspg. 6,3 VAC, demnach müsste primärseitig wohl alles ok sein mit dem Trafo. Ich bin für jeden Hinweis dankbar. Falls jemand einen Vibro King hat, der könnte mir einen großen Gefallen tun, wenn er mal checkt, ob der Netztrafo ebenfalls so heiss wird. Amp einfach auf Power On, Standby Mode (d.h. also Standby Schalter nicht aktiviert) und einfach 1 oder 2 Stunden warten, dann den Netztrafo checken, ob und wie heiss der geworden ist.
Thanks, gg.music

Hostettler:
Hallo "Frischling"  ;D

Uii, das hört sich nicht so gut an.
Vermutlich ist der Netztrafo schon halbwegs über den "Jordan" gegangen. Das heisst, möglicherweise hat er im innern einen Kurzschluss, welcher dafür sorgt, dass auch bei niedriger Belastung die volle Leistung gezogen wird und daher heiss läuft.

Grüsse aus der Schweiz

Hoschi

Basstler:
Hallo,

in neuerer Zeit werden leider häufig Netztrafos nach Fertigstellung verschweißt. Das erkennt man an ein oder zwei Schweißnähten die über das Metalllamellenpacket laufen. Dies soll mech. Brummgeräusche verhindern. Leider fließen dann jedoch so hohe Wirbelströme in den Trafoblechen, daß diese Trafos schon im Leerlauf sehr heiß werden. Schau dir den Trafo mal genau an oder frag mal bei Fender nach ob so ein Trafo da eingebaut ist.Wenn ja ist die Erwärmung unbedenklich.

Eckhard

gg.music:
Hallo Basstler, das ist ja ein interessanter Aspekt ! Auf den ersten Blick erkenne ich zwar keine Schweissnähte auf dem Trafo, allerdings ist auf der Unterseite ein ca. 5 cm breites Kupferband zu erkennen, das offensichlich rund um den Trafo verläuft. Ich bin elektrotechn. nicht ganz ahnungslos, die speziellen Kenntnisse über Netztrafos sind allerdings nicht stark ausgeprägt. Solche Kupferumhüllungen habe ich schon des Öfteren gesehen, ohne mir über den Zweck bewusst zu sein. Verursachen die u.U. ebenfalls die erwähnten Wirbelströme ?
Bei Fender (Customer Relations) habe ich meine Frage ebenfalls gestellt (nach der Trafoerwärmung, nicht nach dem Trafotyp), von dort hab ich jedoch noch keine Antwort erhalten. Ich bleibe logischerweise am Ball und poste das Ergebnis.
Thanks, Gerhard

Basstler:
Hallo Gerhard,

die Wirbelstromverluste entstehen wenn die Lamellen des Trafos(die jeweils eine isolierte Seite haben) miteinander
kurzgeschlossen sind.
Deswegen sollte man beispielsweise auch die Befestigungsschrauben wenn sie durch das ganze Lamellenpacket laufen einseitig mit Kunststoffscheiben o.ä. isolieren.
Was nun unter den Kupferbändern ist kann ich dir leider auch nicht sagen.
Generell kann man aber auch sagen , daß heutzutage die Trafos von der Eisenseite her immer mehr unterdimensioniert werden- auch dann steigt die Betriebstemperatur an.

Also langen Geschwafels kurzer Sinn:
Wenn der Trafo nicht über 70 Grad heiß wird und einigermaßen  die Wärme abführen kann ist das o.k.

Weiterhin Hot Licks
Eckhard

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