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Fender Super Reverb 110V zu 220V umbauen
7enderman:
Hi Rolf,
hm - ich spiele ausschließlich über den Tremolo Kanal von daher müsste ich jetzt lügen ob das den anderen auch beeinflusst, aber meines Verständnisses nach eigentlich nicht - und nochmal ja - der Effekt muss aus dem Signalweg.
Ich hab das der Originalität wegen bei meiner Antiquität über ein Schaltpoti in der Intensity-Position gelöst.
Steht´s auf Null ist das Trem aus dem Signalweg und dreht man weiter schaltet das Poti mit deutlichem Klack ein.
Sieht man aber nicht und wäre jederzeit rückbaubar.
Und nicht "behauptet" - ich würde ich "verspreche" drei Effekte:
1. Wolldecke vor´m Amp weggezogen - der Amp klingt frischer, direkter und musikalischer
2. mehr Ton... argh... das klingt der nach Herrn Pipper ;-)... wie soll man es beschreiben... es ist mehr TON da
3. mehr Power
Der Tremoloeffekt der Fender, so es denn nicht das Bias Trem ist, ist ein parasitärer Schaltkreis.
Da kannst Du den Fußschalter auf aus treten wie Du lustig bist... aber der Schaltkreis ist auch auf "off" ein Tonesucker.
Mir hat´s damals auch jemand mit alten Fender Amps empfohlen und ich würde heute sogar soweit gehen und Tremolo über einen Bodeneffekt realisieren, bevor ich den Effekt jemals wieder vom Amp kommen lasse.
Der Unterschied ist enorm und nicht umsonst hat Cesar Diaz das auch mit den Amps von SRV gemacht.
Die "legendären" Cesar Diaz Mods sind nichts anderes als das Tremolo rauszuwerfen und den Gleichrichter gegen einen Diodengleichrichter zu tauschen... ach ja... MOd 3 - die Potikappen so zu verdrehen das Stevie dachte seine Settings eingestellt zu haben - dabei standen die Amps auf "alles auf Rechtsanschlag".
Aber - das braucht man auch nur wenn man wie SRV in brachialer Lautstärke spielen will.
Ein Diodengleichrichter cleant den Amp auf, man hat mehr Reserven bevor´s zerrt und der Bass wird bei Vollanschlag tighter.
NUr wenige normale Musiker spielen in Hallen wo man einen Super auf Vollanschlag spielen kann.
Grüße
MIKE
Ramarro:
Hallo Mike,
danke für Deine Ausführungen, so allmählich schließen sich jetzt meine Wissenslücken. Ich hatte früher mal einen Bandmaster ohne Hall gespielt, deshalb habe ich normalerweise immer den Clean-Kanal benutzt und den Tremolo-Kanal eben nur recht selten bei Bedarf (z.B. für "Empty Heart" oder "Mona" :-), daher ist mir da nie was aufgefallen. Das fand ich bei den alten Amps sowieso immer blöd, dass Hall nicht auch für den Clean-Kanal verfügbar war.
Ich habe mir die Schaltung noch mal angesehen, danach stellt das Intensity-Poti mit lediglich 50K eine nicht unerhebliche Belastung der vorhergehenden Stufe dar, das war aber wohl anders schlecht hinzukriegen. Am LDR scheint es also wohl nicht zu liegen, relevante Nichtlinearitäten wären mir da eigentlich auch neu, aber man soll andererseits ja nie was ausschließen, soll man? ;-) Offenbar gibt es auch bessere Schaltungen wie z.B. im Model 6G4, was aber mit einem höheren Aufwand an Röhren einherging und wohl demzufolge wieder aufgegeben wurde.
Was Stevie betrifft, da hätte ich eigentlich gedacht, dass er sich um sein Equipment höchstpersönlich kümmert, aber das war dann wohl doch eine Fehleinschätzung. Und noch zur Diodengleichrichtung ... auch wenn ich dafür hier gehängt werde, Röhrengleichrichtung ist für mich einfach obsolet, war es schon vor dreißig Jahren, denn das geht doch heute wirklich viel besser (falls man nicht tatsächlich unbedingt einen ganz speziellen Sound braucht)! :-) Mal ganz zu schweigen von den Energiekosten! Schließlich, wer wollte denn wohl behaupten wollen, ein Twin würde schlecht klingen???
Grüße,
Rolf
dukesupersurf:
Hallo Rolf,
es liegt wie DU sagst am 50K-Poti.
-es belastet den Innenwiderstand der Röhre wechselspannungsmäßig
(weiß jetzt aber nicht genau,was das genau für den Sound bedeutet,
ob nur der Level oder auch den Klirrfaktor und Dynamik)
-das RC-Glied KoppelC-Intensitätpoti büßt stark an der unteren Grenzfrequenz ein
(das hört man ganz stark,es geht viel Druck verloren)
-Der 220K Mischwiderstand des Normalkanals bildet mit den 50K einen kleinen
Spannungsteiler: Der Normalkanal verliert noch deutlich mehr Level wie der Vibchannel!
Zur Intensitätsregelung kann man auch das Poti in Reihe zum LDR schalten (10K reichen auch schon,einfach gegen das Mittenpoti tauschen,da machen sich die 50K in einer
leicht abgewandelten Version viel besser)
tschüß,Thomas
Rollo:
--- Zitat von: dukesupersurf am 19.11.2007 14:08 ---Hallo Rolf,
es liegt wie DU sagst am 50K-Poti.
-es belastet den Innenwiderstand der Röhre wechselspannungsmäßig
(weiß jetzt aber nicht genau,was das genau für den Sound bedeutet,
ob nur der Level oder auch den Klirrfaktor und Dynamik)
-das RC-Glied KoppelC-Intensitätpoti büßt stark an der unteren Grenzfrequenz ein
(das hört man ganz stark,es geht viel Druck verloren)
-Der 220K Mischwiderstand des Normalkanals bildet mit den 50K einen kleinen
Spannungsteiler: Der Normalkanal verliert noch deutlich mehr Level wie der Vibchannel!
Zur Intensitätsregelung kann man auch das Poti in Reihe zum LDR schalten (10K reichen auch schon,einfach gegen das Mittenpoti tauschen,da machen sich die 50K in einer
leicht abgewandelten Version viel besser)
tschüß,Thomas
--- Ende Zitat ---
Hallo Thomas,
wird die Vib-Intensität durch die Poti-Reihenschaltung besser?Wie soll der Poti denn verdrahtet werden, LDR Aus an Potieingang, Schleifer an 0.1/220K vor dem Treibereingang?
Danke füre Tipps,
Rollo
Ramarro:
--- Zitat von: Rollo am 21.11.2007 11:38 ---Wie soll der Poti denn verdrahtet werden,
--- Ende Zitat ---
Entschuldige, ich will hier nicht den Erbsenzähler spielen, aber mir stellen sich wirklich immer die Nackenhaare hoch, das ist kein gutes Gefühl und sieht auch ziemlich doof aus. Und bevor sich das hier noch weiter verbreitet als es ohnehin schon der Fall ist ... : Poti ist die Kurzform von Potentiometer, das ist sächlichen Geschlechts, demzufolge heißt es DAS Potentiometer und natürlich auch DAS Poti.
Nichts für ungut,
Rolf
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