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DIY Deluxe Reverb Hallteil

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Meikel:
Hi,

@Thommes:

> könntest Du einige hier ganz schön auf die Palme bringen :devil:, nicht bös gemeint...

nett gesagt, richtig!

@Adi:

vielleicht solltest Du wirklich erst einmal den DR bauelementemässig 1:1 nachbauen, um quasi ersma "richtig zu liegen".

Wenn der Hall zerrt, dann ist u.U. einer der Arbeitspunkte der Stufen falsch, also der der ECC81, der Halltreiber oder die Aufholstufe. Wenn Du keine Signalspannungen, also die NF-Spannung z.B. mit einem NF-Röhrenvoltmeter messen kannst, dann solltest Du alle Widerstände ausmessen; ob ein Wert bei angegebenen 4,7KOhm 4,3 oder 4,9 KOhm hat, ist Wurscht. Du solltest die Gleichspannungen messen, ob sie stimmen, prüfen, ob die Trafos (Halltrafo ebenfalls) richtig herum angeschlossen sind. Wenn Du die Kondensatoren überprüfen willst, so geschieht das durch Messen der anliegenden Spannungen und Überlegung, ob das so richtig sein könnte   ;)

Auffällt, dass Du die PU anders beschaltet hast und dass Du nur einen Master-Regler drin hast. Die Aufholstufe V3 liefert mächtig Pegel (!) und Rauschen, was ich z.B. in meiner Schaltung mit einem kleinen 'Netzwerk' heruntergedrückt habe (Jacob sei Dank).

Dann der Netztrafo: es ist nun mal so (Dirk - sorry), dass der vom Dirk angebotene NT eine um 2x 37V zu hohe Betriebsspannung an die Anoden des Gleichrichterrohres liefert. Also entweder mittels Widerständen vor dem Gleichrichterrohr 'verkokeln' oder man muss mit einem dem Original gegenüber relativ zu großen NF-Leistungsvermögen des Amps leben (siehe bitte in meinem Link unter 'Test') oder eine schwächere Gleichrichterröhre einbauen oder die Endstufe anders dimensionieren. Die Trafos haben einfach eine hohe Reserve gegenüber den DR-Originals und sehr wahrscheinlich tun die modernen 6V6 dazu ein Übriges. D.h. aber auch, dass die ganze Geschichte dann erst später (an)zerrt - die Bias-Einstellung ändert daran nicht unbedingt soooviel, wie man es sich vielleicht wünscht, denn die hat für die Endstufe trotz allem relativ enge Grenzen. Die Röhrenphysik, sprich Röhrendaten, ändert sich nun mal trotz aller Moderne der JJ6V6 nicht.

Oder positiv geschrieben, wie man's nimmt  ;) : die Trafos vom Dirk und die modernen JJ6V6 liefern einfach unheimlich viel satten cleanen Pegel und es dauert sehr laut, bis es zumindest bei Singlecoils überhaupt aweng anzerrt...

Das von Dir geschilderte Problem kann auch - und das nehme ich mal an - durch eine ungünstige Leitungsführung mit totaler Verkopplung herrühren; das System schwingt sich quasi komplett zu. Bei vertauschten Anschlüssen des AÜ müsste es eigentlich im LP heulen.

Wie schon Thommes geschrieben hat - systematisch vorgehen, nur zu!

Gruß Michael

ACY:
@Meikel: Hi! Danke für den Link zu deinem Ampbau. Habe gerade im Moment nahezu das gleiche vor, wie du bereits umgesetzt hast. Grund: Hatte vor ein paar Tagen einen org. 65er Deluxe (ohne Reverb) hier zur Röhrenbestückung, und dieses Teil klang einfach schweinegeil! Das Teil sah aus wie frisch aus dem Laden (war viele Jahre in einer Scheune gestanden, und wurde nur bei Hoffesten zum singen und für Ansagen benutzt! ) und hat mich schwerstens beeindruckt. Auch ich brauche keinen Schnick-Schnack, also ein Kanal reicht, und eventuell der Hall. Werde mir deinen Bericht mal genauer reinziehen, und dann mal sehen was ich genau, und wie bauen werde! Es gibt auf jeden Fall ein Topteil!
Grüsse, "ACY"

gisape:
Hallo und danke für alle Tips,

habe jetzt erst wieder Zeit gefunden mich um meinen Deluxe zu kümmern, zwischenzeitlich hab ich mir eine neue 12AT7 von EH besorgt und siehe da das zerren ist weg. Vorige AT7 war von JJ, scheint das diese wohl irgendwie nicht in Ordnung ist oder in dieser Position fehl am Platz, denn im Phase-Inverter funktioniert sie problemlos.

Jetzt bau ich das Haus für den Amp in der Größe eines Princeton aber etwas höher wegen 12" LS , hier passt dann auch das Chassis vom Princeton rein wo jetzt mein Deluxelayout drin und drauf ist.
Wenn alles fertig ist nenn ich ihn einfach PrincetonDeluxe ;) da es ja eigentlich kein reiner Deluxe und auch kein Princeton mehr ist.

Gruß
Adi
 

Meikel:
Hi,

> Jetzt bau ich das Haus für den Amp in der Größe eines Princeton aber etwas höher wegen 12" LS , hier passt dann auch das Chassis vom Princeton rein ...

das würde mich ernsthaft interessieren: Du hast ein Princeton-Chassis gekauft oder anfertigen lassen und baust das Gehäuse selbst?
Nein, ich möchte das nicht von Dir machen lassen, keine Angst; mich interessiert nur Deine Vorgehensweise und vielleicht, aus welchen Materialien Du das Gehäuse baust. Ich frage deshalb, weil ich mit dem Gedanken spiele, einen Priceton mit 12" LS nachzubauen (Schaltung ähnlich AA1164).

Was mir momentan dazu nur einfällt, dass es das Chassis beim TAD gibt, einen Bausatz gibt es beim Ted Weber (6A14) oder hier beim Dirk eben die Einzelbauteile.

Gruß Michael

gisape:
Hi,

Holzhaus bau ich selbst, hab es gerade mit Mahagonibeize behandelt wird nachher mit klarem Bootslack versiegelt, Frontbespannung aus Sackleinen, der Farbton gefällt mir einfach. Es besteht aus 18mm Multiplex nicht verzahnt nur verdübelt, für eine Verzahnung fehlen mir die nötigen Werkzeuge. Für ein Gehäuse lohnt die Anschaffung nicht. Und da das Teil nicht auf Tour geht und nur schön im Hobbyraum tönen wird reicht das.
Chassis und Trafo von TAD, OT von Shinrock, der Rest von diesem Shop hier und aus eigenen Beständen. Das erste mal hab ich auch ein Eyletboard erstellt statt eine Lötleiste zu nehmen und hab diese Push-Back-Wire Drähte eingesetzt und bin begeistert was die handhabe betrifft, nix abisolieren und mit Zange hantieren, echt easy. Wenn fertig gibt es auch ein paar Bilder.
 
Gruß
Adi
 

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