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Erfahrungen mit AB763-Clone

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Vintage_Man:
Hallo Michael,

Ich werde das Chassis eh nach eigenen Maßen gestalten, da ich etwas weniger Platz zur Verfügung habe, was einfach daran liegt, dass meine Kantbank nur bis zu einer bestimmten Breite funktioniert. Aber wenn ich ein paar Ohren anschraube, passt's auch mit der Aufhängung.
Und was die 1:1 - Kompatibilität der Bauteile angeht, bin ich sehr skeptisch, ob sich das alles a) so einhalten läßt und b) überhaupt Sinn macht.
Ich habe für das Gehäuse 18er Fichte genommen und dieses Fingerzinken-verleimt. Ob diese Fichte so agiert wie die, die Leo früher gewählt hat ...... wer weiß das schon?!

Ich werde berichten!

/Bernd

Vintage_Man:
Sodele. Ein paar Tage sind ins Land gegangen und man glaubt es kaum: Der Amp ist fertig und funktioniert auf Anhieb! (Das hatte ich so noch nie!)
Die Eingangsschaltung war natürlich mal wieder falsch, aber das ist sie schon auf vielen Fender-Plänen. Das bleibt der 1M Widerstand, der den Arbeitspunkt der V1 einstellt, kurzgeschlossen, wenn man in den Eingang 2 einstöpselt. (Ich habe die Variante mit High/Low-Eingang gebaut). Ein Brumm ist kaum zu hören.
Ein paar Kleinigkeiten muss ich zunächst noch regeln, bevor ich ans detaillierte Testen gehe. Der FB-Regler lässt den Amp fiepen bei Rechtsanschlag - da werde ich mal die Anschlüsse am OT tauschen und der Reverb brummt plötzlich und intensiv ab 15:00 Uhr (da muss ich mal messen, was dort passiert). Ansonsten ist der Reverb klasse. Der Tonestack könnte etwas effektiver sein.
Der alte Becker-Speaker (USA 70er Jahre) wirkt etwas blass gegenüber einem testweise eingesetzten Monacor SP300-GI. Das Billigteil klingt verdammt gut! Die Strat kommt sehr sauber und brilliant durch.
Als nächstes kommt ein Eminence 121042 an die Reihe.
Ich sortiere gerade die Fotos, die es dann auch bald zu schauen gibt.
Parallel werde ich die zur Zeit eingesetzten JJ ECC83S durch gut erhaltenen, originale Fender 7025 tauschen.
Die Endstufen sind und bleiben JJ 6V6 und die GZ34 ist eine NOS RSD.
Den Rest gibt's dann zusammen mit den Fotos.

/Bernd

PS: Der Verdrahtungsplan von Michael stimmt bis ins Detail! Das gibt einen positiven Vermerk im Klassenbuch.  :)



Vintage_Man:
Der Spruch:

"Kaum macht man es richtig, da funktioniert's auch schon!"

hat sich wieder einmal bewahrheitet. Ich hatte statt der ECC81 eine ECC83 in der Hallstufe sitzen, was natürlich eine viel zu hohe Verstärkung mit sich brachte. Diese habe ich nun gegen eine Telefunken ECC81 getauscht. Der Hall lässt sich nun durchgängig von ganz sanft bis zur einsturzgefährdeten Blechbude über den gesamten Regelweg einstellen. Der letzte Brumm ist verschwunden und man hört nur noch ein leichten Rauschen, welches ich den Kohlepresswiderständen zuschreibe. Die ECC83 (12AX7) für V1 und V2 habe ich gegen originale, alte Fender 7025 getauscht. Der Sound ist nun nicht mehr so spitz in den Höhen. Sehr angenehm! Der Becker Speaker konnte nicht überzeugen und wurde gegen den Eminence getauscht. Dieser zeigt einen deutlich besseren Wirkungsgrad und klingt mindestens so brilliant wir der zuvor getestete Monacor. Ich möchte aber noch einen Jensen testen, wobei ich aber noch nicht genau weiss, welchen ich mal bestellen soll.
Bei der Eingangsbuchsenbeschaltung hatte ich mich wohl verguckt. Der Fehler lag letztendlich bei mir. Man sollte sich doch viel mehr in Selbstzweifel üben!

Nun fiept nur noch der FB-Regler (allerdings bei Linksanschlag, also Poti = 0 Ohm) und nicht wie zuvor fälschlicher Weise gesagt Rechtsanschlag. Das wird dann heute Abend mal näher betrachtet.

/Bernd

Vintage_Man:
Ich rede hier im Moment zwar nur mit mir selbst, aber alte Leute tun das ja öfter.  :)

Das Tauschen der OT-Anschlüsse hat erwartungsgemäß das Fiepen beendet. Soweit so gut.
Nun hört man doch noch ein leises Brummen bei ganz zugedrehtem Reverb-Regler und oberhalb von Stellung 1. Bei Stellung 1 ist er perfekt brummfrei und rauscht nur leise vor sich hin. Keine Ahnung zur Zeit, wo das herrührt.
Der Color-Regler (Feedback) spricht nur in einem ganz engen Bereich an. Hier muss ich mit dem Wert des Potis (100k) heruntergehen.
Den OT (Hammond 125E) habe ich zur Zeit auf 8,2kOhm geklemmt. Morgen werde ich es mal im Bereich von 6 kOhm probieren.
Hier sind auch schonmal ein paar Fotos:
Bild 1 zeigt das Gehäuse mit dem Bezugsmaterial von Dirk.
Bild 2 zeigt das Chassis im Bau
Bild 3 Das Chassis, wie es im Gehäuse hängt
Bild 4 Die Inbetriebnahme des Verstärkers, die diesmal völlig ohne Explosionen ablief.

/V_Man

mr.bassman:
@ Vintage_Man

--- Zitat ---Ich rede hier im Moment zwar nur mit mir selbst, aber alte Leute tun das ja öfter.
--- Ende Zitat ---
Hallo Namensvetter, NEIN, man hört dir aufmerksam zu!  ;)  Erstmal großes Lob für deine saubere Arbeit!


--- Zitat ---Nun hört man doch noch ein leises Brummen bei ganz zugedrehtem Reverb-Regler und oberhalb von Stellung 1. Bei Stellung 1 ist er perfekt brummfrei und rauscht nur leise vor sich hin. Keine Ahnung zur Zeit, wo das herrührt.
--- Ende Zitat ---
Scheint mir (wenn´s das Poti nicht selbst ist) ein Masse-Problem zu sein! Woran liegt die Masse dein Reverbpotis? An der Sternmasse (wo die ganzen schwarzen Drähte zusammenlaufen)? Liegen die Abschirmungen der Reverbpoti-Zuleitungen an einem anderen Punkt? Masse an den Cinch-Buchsen (In/Out zur Reverb Unit) durchverbunden, statt separat zu führen? Kann man auf dem Foto leider nicht erkennen. Hier würde ich die Problemsuche ansetzen!

Grüße aus Schleswig-Holstein

Bernd

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