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5e3 Gehäuse selber bauen

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Vintage_Man:
Und da kommt nun auch besagter Bohrplan für das Blech.

/Bernd

TLausK:
Hallo Bernd,

DANKE für die Pläne !  Ich wollte gerade anfangen, die Zoll-Pläne vom Steven (die schon super sind) umzurechnen in cm (der OBI Zuschneider nimmt keine Zoll-Masse?) - aber das kann ich mir jetzt sparen  ;D
Denn:  am Freitag gehe ich mir Holz holen für einen 5E3 Prototypen (wahrscheinlich mit schwarzem Tolex - liegt bei mir noch rum).

Frage:  wie habt ihr diese Fingerverzapfung hergestellt ?  Gesägt und ausgestemmt (Stemmeisen?)  Ich hatte mit dem Stemmen bislang keine zufriedenstellende Ergebnisse erzielt (Fichte massiv - ziemlich weich) - siehe Klampfomat Bericht in Galerie - von außen sieht's zwar gut aus aber innen sind dann doch Löcher an den Stellen, wo keine hingehören und zuviel Holz rausgebrochen/gestemmt wurde.

Welche Holzart habt Ihr verwendet (Sperrholz oder massiv) ?

DANKE
Gruß
Thomas

sjhusting:
Wenn du ofters vor hast, Verzapfung zu machen, kauf dir ein Fraeser und entsprechende Schablone. Mit ein bissle Uebung kannst du dann schoene Finger- und Schwalbenschwanzverzapfung machen. Als Bonus kannst du auch perfekte Speaker-Cutouts machen, und die Ecken runden. Kauf nicht den billigste 30-Euro Chinesische Geraet, es wird dich kein Freude bereiten (frag mich nicht wie ich das weiss). Ein bisschen mehr und hast du ein anstaendige Geraet, wenn auch nicht ein Fein.

Fuer ein Tweed cab ist immer massive Holz gefragt, und zwar am besten ein Tonholz (Pinien, Ahorn, Mahogonie, Pappel ...) weil die Cab sollte moeglichst Resonant sein, und die Ton mitwirken.

Bei ein 5e3 schadet es nicht, wenn du die Cab etwas tiefer machst. Hat ein positive Wirkung auf die Response. Und wenn du den Lautprecher plazierst, ist es mMn am besten off-center, aus gewicht und stehende Wellen grunde.

steven

Vintage_Man:
Moin Thomas,

Die Fingerzinken mache ich mit einer Fräseinrichtung für meine Oberfräse. Das Ergebnis ist damit hervorragend. Opa's Methode mit Feinsäge und Stemmeisen traue ich mir auch nicht zu. Mit der Fraäse werden auch die Rundungen der Aussenkanten hergestellt.

Für das Gehäuse habe ich 18mm starkes Kiefern-Leimholz genommen (Baumarkt oder Holzfachhandel). Das gibt es in 25cm Breite als Brett (ca. EUR 7,00 für 2m) . Wenn man drei oder vier Bretter davon nimmt, kann man die Astlöcher komplett herausschneiden. (ob's sich's lohnt???)
Die Frontplatte (Baffle) habe ich aus 10mm Kiefern-Sperrholz erstellt und die Teile für die Rückwand aus dem gleichen Material in 8mm Stärke.
Die beiden Leisten (oben und unten) für die Front lassen sich auch aus dem 10mm Kiefern-Sperrholz schneiden.
Dann noch eine Vierkant-Stange 20x25 Kiefer (astfrei) und fertig.

Wenn Du keine Möglichkeit hast, die Fingerzinken zu machen kannst Du aber auch die Platten auf Stoß leimen und nacher mit je 4 Buchenholzdübeln verstärken. Dabei must Du nur die Maße für die Seitenteile umrechnen (Höhe= altes Maß - 2 x 18mm).

Die Fichte, die Du erwähnst, ist recht ungeeignet, da das Holz sehr langfaserig ist und gerne ausfranselt. Das ist bei Kiefer besser.

/Bernd
  

Dirk:

--- Zitat von: Vintage_Man am 23.04.2008 10:53 ---Die Fichte, die Du erwähnst, ist recht ungeeignet, da das Holz sehr langfaserig ist und gerne ausfranselt. Das ist bei Kiefer besser.

--- Ende Zitat ---

Die Fichte ist gegenüber der Kiefer nochmals etwas leichter, was ein interessanter Vorteil sein kann. Um diese gut bearbeiten zu können, sollte man auf scharfe Werkzeuge achten, dann klappt es auch mit der Fichte recht gut.

Gruß, Dirk

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