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Blues Deluxe zerrt zu früh

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Motörkopf:
Hallo Zusammen!

danke für die Antworten! Ok, dann ist das Flachband schon mal in Ordnung, wusste gar nicht dass die Dinger so empfindlich sind.

@Michael:

Upps, sorry hatte mich da mit den Spannungen etwas verschrieben - klar, in dem Fall muss es AC heißen.
Ich habe die Messungen mit einem (guten) DVM gemessen, ich denke daher schon dass die Sachen passen sollten. Am Eingang habe ich eben die 4mV/1Khz vom Sinusgenerator, ich habe alle Poti's wie vorgegeben auf genau die Hälfte eingestellt, bis auf Reverb (ganz auf 0) und die Messung im "Drive" Kanal durchgeführt. Vielleicht sollte ich die Signale am besten nochmal mit einem Scope anschauen, oder?

Der Messwert von 725mV an TP10 ist richtig, habs gerade eben nochmals gemessen. Die Buchse habe ich mit Sprühwäsche gereinigt und ein paar betätigt - hat aber nichts zu der Sache bei getragen. Hier noch ein paar weitere Messwerte:

TP11: 33,87mV
TP12: 43,09mV
TP15: 465,4mV
TP16: 4,96mV
TP17: 2,344V
TP18: 523mV

Ojee - da sind noch einige Werte außer Toleranz... R20 ist ok (328k). Ich messe ja alle Punkte direkt gegen Erde (also das Chassis), oder?
So langsam weiß ich echt nicht mehr weiter, hoffentlich kriegt ich das Teil zum Laufen.
Was würdest du als nächstes vorschlagen?



Vielen, vielen Dank und Grüße,

Jo

Meikel:
Hallo Jo,

> TP15: 465,4mV
> Was würdest du als nächstes vorschlagen?

hm, wenn ich mir die Meßwerte so anschaue, dann fällt zwingend auf, dass die NF-Spannungen an TP10 und TP15 eindeutig zu hoch sind.
Lass' uns überlegen:
Du schreibst, dass Du mit Hallregler auf 0 gemessen hast. Das bedeutet, dass der NF-Pfad C9 - R20 - Schaltbuchse - C15 - .....
                                                                                                                                                           - C14 - R29 - .....
                                                                                                                                      - CR2 - CR3- Q1 - .....
einen viel zu hohen Pegel hat, also nicht genügend bedämpft ist, selbst wenn R38 auf Masse steht. Hm. Dann müsste an TP22 also ebenfalls ein viel zu hoher Pegel stehen, der V3 übersteuert. Davon ausgehend, dass der Hall funktioniert, also zumischbar ist, heisst das, dass R39 und R40 als Entkoppelwiderstand in Ordnung sind, also ebenso, dass der Hall-OPV-Amp eigentlich funktioniert; komisch, dass hier nichts übersteuert.
Miß' trotzdem mal R39 und R40 durch, um ganz sicher zu gehen.

Funktioniert der Amp eigentlich mit der Fußschalter-Mimik? Was ist mit CR2 und CR3 bzw. Q1? Rein komplex betrachtet, wirken die drei BE als ein (wahrscheinlich relativ hoher) spannungsteilender Widerstand, der den Pegel von R20 kommend unmittelbar bedämpft. Sind die Dioden in Ordnung, ebenso der FET?

Nur so rein theoretisch müsste der Amp doch sofort wieder scheinbar tadellos funktionieren, wenn Du V2 gegen eine 12AT7 austauscht.

Gruß Michael

Motörkopf:
Morgen Michael,

wow - vielen Dank für die ausführliche Antwort!!! Echt spitze, so ein Forum zuhaben...

Ja, der Hall funktioniert einwandfrei. R39, R40 werde ich heute Abend durchmessen.

Ich habe leider keinen Footswitch für den Amp - die Umschaltung direkt am Amp funktioniert einwandfrei (ist dieser Drive Select Switch der dirket an der Footswitch Buchse hängt).

Was diese Geschichte mit dem Fet Q1 und den zwei Z-Doiden CR2, CR3 genau bezweckt ist mir auch ein Rätsel... Vorallem was die Baustelle mit der Kanalumschaltung zutun hat, verstehe ich nicht. Hmm, ich glaube ich tausche den Fet und die zwei Dioden einfach mal - kosten ja nicht die Welt.

TP22 werde ich mal messen und V2 gegen eine 12AT7 tauschen!




Danke und Grüße,

Jo

Grooverock:
Hi!

Ich denke die Arbeit mit dem FET und den Dioden kannst du dir sparen!
Vor etwa 10 Jahren war das der erste und bisher einzigen Defekt, den ich an diesem Amp hatte. Von da her kenne ich die Funktion noch.
Q1 hat lediglich die Aufgabe das Preampsignal wärend der Relaisumschaltung gegen Masse zu ziehen. Das heist, dass dieser FET einfach nur das Umschaltknacken unterdrückt.
Die beiden Dioden... Hmmm... Ich denke die haben eine Limiterfunktion zum Schutz der OPs. Diese hindern einen Signalpegel größer als +/- 15V. Vielleicht auch als Schutz vor hohen Schaltimpulsen falls Q1 nicht mehr richtig arbeitet?
Bei meinem Amp hatte der Q1 einen kurzen und mein Preamp tot. Das war vielleicht nervig!  ;D

Meikel:
Hallo Kim und Jo,

> Q1 hat lediglich die Aufgabe das Preampsignal wärend der Relaisumschaltung gegen Masse zu ziehen....

Kim, bist Du Dir sicher? Könnte das nicht so sein (habe dazu einen Freund / Halbleiterfreak gefragt):

Drive on: Der erste OP kippt und gibt dann über den C49 eine Spannungsverschiebung der sehr hochohmigen Referenzspg. an Pin 5 von OP 4B / 48.  Dieser verschiebt damit seinen Ausgangspegel und verändert die Gatespannung an den selbstleitenden FET Q1. Dieser arbeitet als variabler Widerstand (!!!) und müßte damit den NF Pegel verändern. Die beiden Zenerdioden solllen spannungsmäßig nur die Drain Source Strecke von Q1 schützen.

Was ist, wenn Q1 zu hochohmig ist, bedingt durch einen Fehler in der 'Footswitch-Schaltung'? Dann wäre der NF-Pegel hinter R20 zu hoch.

Gruß Michael

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