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Frage zu Fender 6G15 Hallteil
Kpt.Maritim:
Hallo,
Eigentlich wollte ich jetzt auf dem Fahrrad sitzen und zu meiner Werkstatt ein paar Dörfer weiter (25km) radeln um meine Wickelapparatur für den FETSACK zu vollenden,, aber das fällt wegen Regenwetters, Bussverbindung und Autobesitz aus. Also mal eine kleine Anfrage:
Ich simpelte mit jemanden diese Woche fach und es stellte sich heraus, was ich alles nicht weiß, dazu gehört folgendes:
1. Warum arbeitet die erste Röhre im 6G15 (Schaltung unten) mit dem Spannungsteiler an der Anode?
Ich vermuet um die Verstärkung zu reduzieren, was aber hieße, dass die 6K6 kaum noch ganz durchgesteuert werden kann.
2. Schafft man es mit dem 6G15 (habe noch keins gehört) den Treiber der Hallspirale mit einer Tele oder Strat zu übersteuern, wenn man nicht boostet?
und daran schließt sich die nächste Frage an:
3. Wieviel Leistung muss man auf das Hallteil bringen um einen guten Sound alla Dick Dale zu haben?
Das 6G15 funzt ja so, dass das Gitarrensignal gesplittet wird und einmal in die Hallspirale gepumpt wird und einmal auf einen Kathodenfolger kommt, wo es ausgekoppelt wird. Dann kann man direktsignal und Hallsignal mischen. Das Hallsignal wird dabei von einem kompletten System der (7025) ECC83 verstärkt und dann auf den Klangregelr gegeben. Nehmen wir mal an, der Klangregelr würde die Signalspannung halbieren, dass das ganze System notwendig ist, würde dann aber immer noch heißen, dass der Pegel aus der hallspirale um den Faktor 20...30fach angehoben werden muss, um gleich laut mit dem Pegel des durch den Kathodenfolger ja unverstärkten Gitarrensignals zu sein
4. Kommt aus der Sekundärseite der Hallspirale wirklich so wenig raus?
Viele Grüße und schon mal Danke
Martin
dukesupersurf:
Hallo,
ich kenne ne Surf-Band,die mit den Dingern spielt.
Bei starkem Anschlag hört man ne Zerre im Hallsignal,macht teilweise den Sound aus,kann aber auch zuviel des guten sein.Dafür gibts
ja den Dwellregler,schließlich gibts ja auch Leute,die mit schwachen PUs spielen und nicht so reindreschen.
Warum der Anodenwiderstand geteilt ist statt einem Spannungsteiler nach Auskopplung,frag ich mich auch schon lange.Vielleicht ist es einfach egal und man spart ein Widerstand.
Ich weiß jetzt auch nicht,wie unterschiedlich der Höhenverlust wäre.
Zur Aussteuerung:
Spritzig klingts ab Pi mal Daumen 1 W,das ist der Hauptgrund für den Sound,was man genau so gut mit ne Transenschaltung hinkriegt.
Ich baue gerade ne Unit mit EL 84 und da reicht theoretisch eine halbe ECC83 für genügend Aussteuerung.
Zur Aufholstufe:
die Surfer drehen Mix ca. 1/3 auf.Wenn die Spirale sehr gleichmäßig klingen soll,muß Dwell stark zurück,dann hat man aber für starke Halllautstärke genug Reserven.
Und muß der Hallpegel nicht 10x so hoch wie die Gitarre sein,damit es erst doppelt so laut klingt?
Die Hallnehmerspule kann man aber auch unverstärkt an einem freien Gitarreneingang anschließen.
Weißt Du,welche Auswirkungen es hat,daß das trockene Signal am Mixer niederohmig ausgekoppelt wird und der Hall hochohmig?
tschüß,Thomas
Kpt.Maritim:
Hallo
Ich habe nun zumindest eine Ahnung.
--- Zitat ---Warum der Anodenwiderstand geteilt ist statt einem Spannungsteiler nach Auskopplung,frag ich mich auch schon lange.Vielleicht ist es einfach egal und man spart ein Widerstand.
--- Ende Zitat ---
Ja ist es, aber das war nicht mein Problem. Mich interessiet vielmehr, warum man den Pegel überhaupt runterteilt. Man häöte doch auch eine EF86 oder eine ECC82 nehmen können. Du sagst man kommt mit einer EL84 und ECC83 davor hin, Zerre ist dann aber garantiert unmöglich.
--- Zitat ---Und muß der Hallpegel nicht 10x so hoch wie die Gitarre sein,damit es erst doppelt so laut klingt?
--- Ende Zitat ---
8...10dBdB fache heißt in etwas Doppelte EMPFUNDENE Lautstärke (gilt erst ab etw 1..2 Watt, darunter verläuft die Kurve etwas anders] Nun sind 8...10dB bei Leistungen etwa der Faktor zehn. Beim pegel aber nicht. Die Dezibelwerte von Pegeln und Leistungen berechnen sich nämlich unterschiedlich, denn letzteres ist eine Energie- und ersteres eine Feldgröße. bei Feldgrößen entspricht der Faktor 3 schon 10dB.
--- Zitat ---Weißt Du,welche Auswirkungen es hat,daß das trockene Signal am Mixer niederohmig ausgekoppelt wird und der Hall hochohmig?
--- Ende Zitat ---
Die Impedanzwandllung für das Tonabnehmersignal der Gitarre bewirkt, dass es nicht zum Höhenverlust und zu niederohmiger Belastung kommt. Insgesamt ist die Lösung von fender aber nicht so optimal. Weil der hallausgang zu hochohmig für Studiomischpulte ist, und das Gerät dadurch weniger vielseitig eingesetzt werden kann, als wenn beide Ausgänge niederohmig wären. Es wäre klüger gewesen, den Eingang mit einer einzigen Triode aufzubauen und zwei Kathodenfolger vor dem Mixpoti zu haben.
Viele Grüße
Martin
mr.bassman:
Hallo Thomas
--- Zitat ---Ich baue gerade ne Unit mit EL 84 und da reicht theoretisch eine halbe ECC83 für genügend Aussteuerung.
--- Ende Zitat ---
und von Martin
--- Zitat ---Es wäre klüger gewesen, den Eingang mit einer einzigen Triode aufzubauen und zwei Kathodenfolger vor dem Mixpoti zu haben.
--- Ende Zitat ---
... dann nimm doch die zweite Hälfte der ECC als Kathodenfolger Nr.2! ;)
Gruß - Bernd
dukesupersurf:
Hi Leute,
das hab ich auch schon überlegt.
Ich hab noch ne ganz wichtige Frage:
Wenn Mix auf dry steht höre ich überhaupt keinen Hall mehr (ist ja auch gut so).Warum ist das eigentlich so?
Der Hall sieht doch nur den Mixregeler als Vorwiderstand und dann den Ampeingangswiderstand (parallel mit 100nF/100K vom Kathodenfolger) als Spannungsteiler.
Und wenn ich Mix auf wet stelle,ist dann (wegen der anderen Schaltung dort) dry auch weg oder noch leise da,aber vom lauten Hall übertönt (das konnte ich nicht so genau raushören)?
Ich überleg auch in einer anderen Unit (die ich aus dem GA5 bauen will) nur eine ECL82 und eine ECC83 zu verwenden.
tschüß,Thomas
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