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twin projekt?

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Joachim:
Wegen den Siebelkos mach Dir keine Gedanken, die kann man bei einem neuen Selbstbau-Amp zu nahezu 100% als Fehlerquelle ausschließen. Da würde ich eher auf eine Masseschleife tippen. Das ist viel wahrscheinlicher. Wie glaubst Du denn, die Elkos getötet zu haben? Durch die Hitze beim Löten? Nö, das auf keinen Fall.

Hast Du die Buchsen von Gehäuse isoliert? Wie ist denn dein generelles Massekonzept?

Das glaub ich gerne, dass Du die EL84 und die 5881 nicht mit der gleichen Schaltung gebiast bekommst. Man kann zwar den Regelbereich erweitern, dass verschiedene Röhrentypen abgeglichen werden können, aber dann ist die Einstellung seeeehr empfindlich! D.h. eine Mini-Drehung macht gleich mal 10mA. Von daher wirst Du die Biasspannungserzeugung an die Röhren durch Änderung von R202 aus Stevens Schaltplan anpassen müssen. Anderes gehts nicht. Due kannst den Widerstand ja vielleicht schaltbar machen. Dann hast Du immer noch die Option auf EL84 zu gehen (wobei ich nicht wüßte, ob ich den Amp mit diesen Röhren betreiben wollte, 5881 "passen" einfach besser).

Und so muss er dann klingen (sind youtube-Links eigentlich erlaubt?):

http://de.youtube.com/watch?v=xfLU2W0NTl4

Grüße,
Joachim

lespauli:

--- Zitat von: Martino am 11.01.2009 14:52 ---
Ich habe mit 1k5 nochmal 47µF dazugehängt. Etwas Größeres hatte ich nicht vorrätig.
Der Brumm ist tatsächlich etwas zurückgegangen.


--- Ende Zitat ---
Hallo,

wäre richtig "Symetrie" in Beschaltung und Teilen der Endstufe, würde sich der Restbrumm der Gittervorspannung durch die Phasenlage wieder aufheben. Deshalb sind allgemein deren Siebungen so "primitiv" ausgelegt. Die momentane Verlängerung der Siebkette mildert jetzt zwar die Brummsymtome, trifft aber nicht deren Ursache.

lespauli

Martino:
@lespauli
du meinst, ich müsste für die korrekte phase noch einen widerstand mit elko anreihen?

@joachim
das brummproblem (btw. ja alle buchsen sind isoliert) ist mir in dem fall weniger wichtig, alsdaß ich
irgendwie mist beim bias messe, der leider stimmt.
die el84 hatte ich mit tonebone adaptersockeln drin - nur als crosscheck, daß ich keinen mist messe.

die endstufe ist 100% blackface twin und lässt sich anscheinend nicht richtig einmessen.
das problem müsste ich wirklich loswerden, weil ich nicht weiß woran ich bin.
die spannungen scheinen zu stimmen und an den widerstandswerten finde ich auch kein problem.

dank+gruß
martin

Joachim:
Hallo, Martin,

jetzt kann ich Dir nicht mehr folgen. Was bedeutet genau "Mist beim Bias messen". Solche Aussagen sind nicht sehr hilfreich, um einen möglichen Fehler zu lokalisieren (von dem ich noch gar nicht überzeugt bin). Was passiert denn eigentlich genau?

Grüße,
Joachim

Joachim:
Hi!

Ich hab jetzt nochmal das Posting #23 gelesen. Wenn Du Dir sicher bist, ob Du korrekt gemessen hast, muss Du deine Biasstromversorgung so anpassen, damit ein korrekter Bias einstellbar ist. Der Vergleich mit den EL84 hat keine wirkliche Aussagekraft, da diese auch mit den Tonebonesockeln eingemessen werden müssen. Selbst zwei verschiedene Sets 6L6 oder 5881 können zeimlich weit auseinanderliegen, so dass der Bias nicht immer mit dem normalen Regelbereich einstellbar ist. Und denk dran: der zusätzliche Elko hat deinen Ruhestrom wohl noch niedriger gemacht.

Das Brummproblem würde ich aber nicht außer Acht lassen, denn wenn es so laut brummt, stimmt was nicht. Brummt es nur mit 5881 oder auch mit EL84?

Wenn Du Dir allerdings bei deinen Messungen unsicher bist (was auch die Ferndiagnose noch schwerer macht, als sie sowieso schon ist), nimm Dir lieber einen Fachmann dazu, der Dir bei der Fehlersuche helfen kann.

Viele Grüße,
Joachim

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