Impressum | Datenschutz | Shop | DIY | TT @ Twitter | TT-Cabs
Anzeigen der neuesten Beiträge

Tonestack an der Anode oder Kathode?

  • 8 Antworten
  • 3748 Aufrufe

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

*

Offline matchboxracer

  • Sr. Member
  • ****
  • 217
Tonestack an der Anode oder Kathode?
« am: 24.12.2008 11:08 »
Hallo Leute!
Hab da mal ne kleine Frage. In letzter Zeit sind mir öfters Schaltpläne aufgefallen (Engl, Peavey 5150, Splawn, Krank...), bei denen der Tonestack direkt an der Anode der letzten Gainstufe angehängt wird. Bei anderen Amps (ich behaupte einfach mal bei den meisten die auf einen Marshall oder Fender basieren) hängt der Tonestack allerdings an einem Kathodenfolger nach der letzten Gainstufe. Wo ist dort der Unterschied? Einfach nur, damit man eine Triode spart oder bekommt man daruch einen anderen Sound (evtl. nicht so komprimiert)?!

Gruß
Julian

*

Offline Bierschinken

  • YaBB God
  • *****
  • 4.112
Re: Tonestack an der Anode oder Kathode?
« Antwort #1 am: 24.12.2008 11:18 »
Hi,

der Kathodenfolger hat den Vorteil der niedrigen Impedanz.
Hängt das Klangstellwerk direkt an der Anode, müssen die Werte entsprechend neu berechnet werden um den gleichen effekt zu erzielen.

Das kannst du dir mal im "Tonestack-Calulator" (Freeware von www.duncan-amps.com) anschauen und durchsimulieren.

Meine ganz Subjektive Meinung ist, dass der Kathodenfolger "fetter" klingt. Irgendwie, dicker, dichter.

Grüße,
Swen

*

Offline El Martin

  • YaBB God
  • *****
  • 2.449
Re: Tonestack an der Anode oder Kathode?
« Antwort #2 am: 24.12.2008 11:28 »
Moin!

1. bei den meisten Fenders hängt doch der TS an der Anode von V1?
OK, mancher Bassman ist anders (CF)

2. Sound ist natürlich anders, abhängig von "Unterbringung" (nach welcher Gainstufe) und Ansteuerung (CF oder Anode) des TS.

Momentan hats bei Heavy Amps (Splawn, Krank) gerade so ne Welle (?), wo TS anodengetrieben häufiger sind. Vorher warens eher Marshall Derivate mit CF vor TS.
So mein persönlicher Eindruck. Einige Hersteller stammen aus der Marshall Tuner Ecke. Wenn man bei gegebener Anzahl Trioden mehr Gain braucht, gehts auch ohne CF...

Ton ist Geschmackssache...der eine will Kompression, der andere haßt sie...usw. bla blubb

Ciao&Fettes Fest
Martin
Rot ist schwarz und plus ist minus...

Rote Litzen sollst Du küssen, denn zum Küssen sind sie da.

*

Offline Röhre69

  • YaBB God
  • *****
  • 318
Re: Tonestack an der Anode oder Kathode?
« Antwort #3 am: 29.08.2025 11:44 »
Hallo zusammen,

alter Thread, aber mit genau meiner Fragestellung. Antworten sind leider etwas knapp ausgefallen.

Gibt´s da noch was hinzuzufügen?

Grüße

*

Offline Showitevent

  • Geronimo Stade
  • YaBB God
  • *****
  • 1.106
  • Röhrengraf
Re: Tonestack an der Anode oder Kathode?
« Antwort #4 am: 29.08.2025 11:59 »
Kuckuck!

Im Grunde hat Bierschinken da alles zu gesagt.

Im TSC kann man das ganz gut durchsimulieren.
Ich füge noch hinzu, dass zig Hersteller bewiesen haben, dass das auch ohne CF geht.

Fetterer Klang ist subjektiv und kann auch ein Effekt des CFs sein bzw. muss nicht unbedingt mit der Impedanz zu tun haben.

LG Geronimo
« Letzte Änderung: 29.08.2025 12:01 von Showitevent »

*

Offline Röhre69

  • YaBB God
  • *****
  • 318
Re: Tonestack an der Anode oder Kathode?
« Antwort #5 am: 29.08.2025 12:05 »
folgende Antwort von KI :)


*

Offline Röhre69

  • YaBB God
  • *****
  • 318
Re: Tonestack an der Anode oder Kathode?
« Antwort #6 am: 29.08.2025 12:26 »
Zitat
Fetterer Klang ist subjektiv und kann auch ein Effekt des CFs sein

Begründet in zusätzlicher (leichter) Zerre?


*

Offline Showitevent

  • Geronimo Stade
  • YaBB God
  • *****
  • 1.106
  • Röhrengraf
Re: Tonestack an der Anode oder Kathode?
« Antwort #7 am: 29.08.2025 12:53 »
So ein CF kann durchaus schon sehr stark färben, besonders wenn man in Betracht zieht, dass wir die ganz gern total überfahren.

Färben ist glaube ich auch der beste Begriff an dieser Stelle, eigentlich ist das asymmetrisches clipping und das kommt einer Verzerrung natürlich gleich.
Über asymmetrische Verzerrungen kann man unglaublich viel philosophieren.

Ich habe mal sowas gehört wie: "Durch das Clipping einer Halbwelle ergibt sich der Eindruck als hat sich die Frequenz erniedrigt." - Oder irgendwie so - das war vielleicht sogar hier im Forum.
Wenn man drüber nachdenkt, könnte da ganz subjektiv sogar was dran sein. Technisch ändert sich die Periodendauer ja nicht. Durch das Clipping wird aber der Duty Cycle länger bzw. die Wellenform verändert sich so, dass die Peaks die eigentliche Frequenz nicht mehr eindeutig abbilden für das Gehör.

Das wiederum ist philosophieren, keine wirklich technische Erklärung.

Es wird sicherlich einen Unterscheid machen, ob ein CF das Tonestack treibt oder ob das Tonestack von der Anode betrieben wird. Hier zeigt der TSC ganz gut den technischen Einfluß.
Offen gesprochen sind die meisten Marshalls im Tonestack aber auch nicht so ... sagen wir effektiv wie andere Amps - das kann aber mit der Gesamtbeschaltung bzw. dem Slope Widerstand zu tun haben.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ich mit beidem experimentiert habe. Am Ende sind die meisten Designs die ich entworfen habe auch mit CF entstanden - Tonestacks hingegen waren fast immer James style - eher als Marshall oder Fender.
« Letzte Änderung: 29.08.2025 12:57 von Showitevent »

*

Offline Röhre69

  • YaBB God
  • *****
  • 318
Re: Tonestack an der Anode oder Kathode?
« Antwort #8 am: 29.08.2025 13:51 »
Hallo showitevent,

danke schön für den ausführlichen Beitrag.
Dann werd´ ich mich erstmal auf die CF-Variante einschießen. Muss vorher noch schaun, was die Subminis an Ucf zulassen. Möchte auch den mid scoop variabel gestalten. Selbiger soll angeblich mitverantwortlich für britischen bzw. amerikanischen Klangcharakter sein.

Grüße