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1
Die Schaltung ist relativ ähnlich in einem Revox G36 Tonbandgerät und anderen Hifi Verstärkern.
Anscheinend ist die Verstärkung kleiner 1, und hat wegen ihrer Symmetrie einen geringen Klirrfaktor.

Mit dem Unterschied, dass im G36 ein 10M Gitterableitwiderstand verwendet wird und der PI dadurch eine "gesunde" Spannungsaufteilung erhält (je 40V an Ra und Rk, 140 V über der Triode).
Alle Cathodynes haben eine Verstärkung <1 und perfekte Symmetrie (wenn Ra und Rk gleich sind).
Hat mit mehr oder weniger Hifi durch die Vorspannungserzeugung nichts zu tun.
Bei Deinem PI ist einfach die Vgk zu klein.
Mit diesem Arbeitspunkt wird der PI früher verzerren als mit der Originalschaltung und nicht fähig sein, die Endröhren voll auszusteuern.
Ich würde mal die Ausgangsleistung messen (mache ich sowieso immer).
2
Nach weiterer Recherche bin ich dazu gekommen, dass es wohl ein Hifi Konzept gewesen ist. Der Verstärker ist absolut Clean&Brilliant
und, er war mit Sicherheit nicht für einen dreckigen Marshall-Sound gedacht (da passt ja dann der Bezug zu Pink Floyd).
Die Schaltung ist relativ ähnlich in einem Revox G36 Tonbandgerät und anderen Hifi Verstärkern.
Anscheinend ist die Verstärkung kleiner 1, und hat wegen ihrer Symmetrie einen geringen Klirrfaktor.

Umbauen werde ich ihn nicht. Er klingt sehr schön, vielleicht so in Richtung Twin Reverb.

Danke euch für die Hinweise!
3
@Helmholtz: Du hast recht ich habe mich verrechnet, es sind dann 3,75mA.
Spannungsangaben stimmen.

Ok.
Das bedeutet : Geringe Vgk >> hoher Anodenstrom >> geringe Vak.
Die Triode ist kurz vor der Sättigung, kann den Strom kaum noch erhöhen.
Bedeutet stark eingeschränkten Aussteuerungsbereich ("headroom").
Der Amp dürfte bei weitem nicht seine volle Ausgangsleistung bringen.
Wünschenswert wäre eine Vak zwischen 150V und 250V.
Ich würde die Schaltung korrigieren.

Hier ist ein nützlicher Online- Calculator:  https://www.vtadiy.com/loadline-calculators/concertina-calculator/
4
Hallo,
dann läuft die Schaltung einfach durch Bias per Gitteranlaufstrom. Verglichen mit üblichen Schaltungen dieser Bias-Art liegt sie nur eben nicht auf Masse, sondern ist durch den 56k hochgelegt.

Sehe ich auch so.
5
@Helmholtz: Du hast recht ich habe mich verrechnet, es sind dann 3,75mA.
Spannungsangaben stimmen.

Danke @Peter, nach so einer Erklärung, was da vorgehen könnte habe ich gesucht.
Würde dann bedeuten, die Röhre "regelt sich selbst ab" und pendelt sich im Bias ein?
Also nach dem Muster
Röhre läuft an -> Strom fließt -> Spannung an Kathoden-R steigt -> Gitter "wird negativ" im Bezug zur Kathode -> Strom durch Röhre wird gebremst?
6
Ich messe über dem 1K Ohm nichts nennenswertes und über dem 1M Ohm ca. 0,5V Kathodenseite gegen Gitterseite.
An den beiden 56KOhm fallen ohne Endröhren 210V jeweils ab.
Durch die Röhre fließen 0,8mA ca. bei einer Anoden-Kathodenspannung von 50V.
Vermutlich muss ich mal schauen, was mit einem Sinus dort passiert. Es ist bleibt mysteriös.

Hier kann etwas nicht stimmen.
Wenn an jedem 56k Widerstand 210V abfallen, bleibt ja für die Röhre nichts mehr übrig.
Was ist denn die B+? Müsste nach Deinen Messungen 2x210V + 50V = 470V sein.
Bei einem Strom von 0.8mA (wie ermittelt?) fallen an jedem 56k ca. 45V ab.
Bitte nochmal messen.
7
Hallo,

dann läuft die Schaltung einfach durch Bias per Gitteranlaufstrom. Verglichen mit üblichen Schaltungen dieser Bias-Art liegt sie nur eben nicht auf Masse, sondern ist durch den 56k hochgelegt.

Das war sicher keine Absicht der Designer, ich will nur sagen, warum trotzdem "etwas rauskommt". Normalerweise sollte der Gitterableitstand für Bias per Gitteranlaufstrom viel größer sein. Aber z.B. der Bad Cat Hot Cat 30 macht vor, dass es auch so geht.

Gruß, Peter
8
Da mir das ganze keine Ruhe lässt habe ich nochmal das Video von Nick Adams angeschaut und die PCB dort unter die Lupe genommen.
Interessanter Weise hat er einen kaputten Widerstand im PI (56k gegen Masse) ausgewechselt. Seine gezeichnete Skizze entspricht auch nicht dem Layout,
meiner Meinung nach. Ich kann die Schaltung sehen, die ich auch vor mir habe. Leiterbahnen und Bauteile verglichen. Seine Kondensatoren deuten auf Baujahr1969 hin und meine auf 1973.

Ich finde es seltsam, sollte es ein Layoutfehler sein, wovon ich auch ausging, sollte das doch innerhalb von 4 Jahren behoben sein....
Komisch ist, dass die Schaltung funktioniert.

Ich messe über dem 1K Ohm nichts nennenswertes und über dem 1M Ohm ca. 0,5V Kathodenseite gegen Gitterseite.
An den beiden 56KOhm fallen ohne Endröhren 210V jeweils ab.
Durch die Röhre fließen 0,8mA ca. bei einer Anoden-Kathodenspannung von 50V.
Vermutlich muss ich mal schauen, was mit einem Sinus dort passiert. Es ist bleibt mysteriös.
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Galerie / Re: Framus CS / Ruby Riot Bubinga Class A 30 Watt
« Letzter Beitrag von Showitevent am 15.06.2026 19:43 »
Nicht ganz richtig  ....

schau meine vorige Mail und Bild hier im Anhang, Ruby Riot II, ist zwar "nur" im Tremolo, aber das sind eindeutig OPs

Das ist der Ruby Riot 2. Den CS gabs nicht mit Tremolo. Der Amp, wie oben in meinen Fotos abgebildet, hat keine Op Amps.

lg
10
Sieht tatsächlich nach einem groben Layoutfehler aus (der Layouter ist nicht immer ein Entwickler).
Wie gut oder schlecht die Schaltung trotzdem funktioniert, hängt jetzt wesentlich davon ab, wie sich die Versorgungsspannung über Ra, Röhre und Rk aufteilt.   
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