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« Letzter Beitrag von MichaelH am 25.01.2026 09:25 »
Servus,
erstmal runterkommen und nicht in Panik verfallen ;-)
Ein AC 30 läuft immer am Limit seit der Kathodenwiderstand in den 60ern von 80 auf 50 Ohm reduziert wurde. Daher erstmal sich einen Plan machen um vernünftig vorzugehen.
Die gemessenen Spanungen schauen ok aus. Der AC 30 bewegt sich bei ca. 320 Volt Anodenspannung in der Endstufe.
StandBy Schalter ist bei Betrieb mit GZ34 unnötig und eher schädlich, da die Spannung sich nach dem Einschalten erst durch das Erwärmen der GZ34 langsam aufgebaut ist. Der StandBy sorgt eher dafür dass der Strom schlagartig bereitgestellt wird, was im ungünstigen Fall die GZ34 killt.
Wähle die Spannung am Wahlschalter welche am ehesten auf 6,3 Volt Heizspannung hinkommt. Heutzutage oftmals die 245 Volt Einstellung
Die Wooden Teile sind bekannt für den Ausfluss von Wachs, in welches die Dinger bei der Produktion getaucht wurden. Wachs fließt bei Erwärmung ;-) Du schreibst "Lack", wenn das so ist, dann liegt eine hohe Überlastung vor, oder dauerhaft mit schleichendem Prozess.
Kathodenwiderstand / Elko defekt, folge des Alters und der Erwärmung.
Wie würde ich vorgehen ? Erstmal eine neue Drossel und GZ34 beschaffen, ob JJ oder Sovtek ist egal. Dazu einen Satz EL84. Wenn du die Option hast eine NOS GZ34 zu bekommen wäre das eine Option, die sind meiner Erfahrung nach nochmal stabiler, aber ich habe in meinen beiden AC`s die JJ drinnen. Problemlos. Dann würde ich mir die Endröhren und Siebelkos vornehmen. Die Elkos haben trotz Tausch evtl. ausgedient. Passen die Werte der ausgetauschten Elkos ? Wann wurden die getauscht ? Wie oft ist der Amp in Betrieb ? Powersoak ? Desweiteren verhalten die sich unter anliegender Spannung eventuell aus anders als ohne Spannung. Ich würde dann mal mit neuen Endröhren, Elkos und einer neuen Drossel mal den Strom messen der in Ruhe fließt. Und dann mal weitersehen ...
Grüße
Michael