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Ein bewährtes Mittel gegen Rauschen ist den Gridstopper komplett gegen eine Induktivität zu tauschen. Sieht man auch bei den Herstellern wie Mesa, Marshall oder Engl die einen einfachen Ferritkern an der Stelle einsetzen. Wenn das nicht reicht kann man dann noch ein paar pF vom Gitter gegen Masse schalten.

Bei mir kommen, von ein paar Drahtwiderständen mal abgesehen grundsätzlich nur Metallschichtwiderstände in den Verstärker.
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Bei typischen ECC83/12AX7- Eingangsstufen messe ich eine Eingangskapazität um 150pF.
(Überwiegenden Anteil hat die Millerkapazität, wie man leicht sieht, wenn man die Restkapazität bei ausgeschaltetem Amp misst.)
Zusätzliche 33p zwischen Gitter und Kathode (oder Masse) machen da keinen nennenswerten Unterschied.
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Neuer Post, wobei die Edit funktion noch aktiv ist... Sorry:

Rauschen bekommst Du nie, nie, nie gänzlich weg. Aber zumindest kannst Du es minimieren, wenn Du statt der so hoch gehypten Kohlepresswiderstände in zumindest V1 einfach was metallisches nimmst und ggf. darauf achtest, dass vor V1 der Blocker auch wirklich als Blocker fungiert, idealerweise so klein wie möglich gewählt ist (sagen wir 1 bis 10K) und (der hoffentlich davorliegende) Gridleaker auch wirklich davor liegt.
Je nach Konzept ist ein Gridblocker an V1 auch nicht zwingend erfoderlich. Hier kannst Du auch mit parallelkapazitäten arbeiten (Grid to Cathode) oder sogar ein Netzwerk Anode zu Grid - welches aber wohl dimensioniert werden müsste.
Grid to Cathode mit 33pF, alles super! Wer behauptet, dass da keine höhen durchkommen, spielt eine echt dünne strat oder hat Sche+ß Kabel.


LG
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Das mag schon sein - muss einen "Blueser" aber auch nicht wirklich interessieren.

Das war nicht persönlich gegen jemanden gerichtet. Es ist eher eine generelle Erkenntnis in meiner persönlichen Welt.
Ich bin auch sehr für puristische Amps, wo eben nicht der Focus auf Tightness gelegt wird als viel mehr die Natur der Sache. Es entspricht aber einfach nicht meinem persönlichen musikalischen Stil. Ich kann mit einem Champ, wie laut auch immer, einfach keinen Rock machen, auch wenn andere das vielleicht hinbekommen.

In manchen Richtungen gibt es eben einfach ein paar Vorraussetzungen, die erfüllt sein müssen um am Ende einfach ein Gefühl der Kontrolle zu haben.

Ich hatte hier einen Roman geschrieben, allerdings hat Strahlröhre den gerade mit ein paar wenigen Worten abgekürzt.

Es gibt eben verschiedene Tricks und Tips welchen man folgen kann, um über das Gesamtkonstrukt die Kontrolle zu behalten. Ein wesentlicher Aspekt sind die Kathodenwiderstände, viel mehr aber die Kathoden Kondensatoren. Es ist auch nicht untypisch, in einem Highgainer mal an einer Stufe unter 1uF zu platzieren. Es kommt ebenb darauf an, wie sich der Preamp bis nach dem Tonestack verhält.
Auch nicht zu vernachlässigen sind Anoden Bypass Kondensatoren. Die machen eben nicht nur den Treble leiser und beugen dem Oszillieren vor, sondern fördern eben auch den harmonischen Content zur Folgestufe, sofern man diese richtig Dimensioniert.

Als kleine Anregung sei aber gesagt, dass es manchmal ratsam ist, vielleicht eine Stufe weniger zu nehmen und einfach zu akzeptieren, dass ein Boost Pedal auch zu einem gewünschten Ergebis füren kann. Es ist ja nämlich so, dass wenn du wie z.B. im PRS15 oder dem Peavey 6505, einfach unendlich viele Stufen verbaust, du auch nur den einen Sound bekommst und der Gainregler eben nicht unbedingt wirklich viel Spielraum hat.

Einen JCM800 2203 mit einem SD1 und ich bin happy, auch für Melodic Death metal.

Lg
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Für alle Blueser unter euch! Sorry so ist das nunmal.

Das mag schon sein - muss einen "Blueser" aber auch nicht wirklich interessieren.
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Ich glaube du zerdenkst das viel zu sehr. Verzerrungen (in der Gitarrenwelt) sind etwas sehr chaotisches und vorallem subjektives, wofür man schlecht ein technisches/mathematischen Ideal definieren kann. Das ist etwas völlig anderes, als z.B. irgendeine HiFi Endstufe, wo man ein technischen Ideal vorgeben kann was Ausgangsimpedanz, THD, Frequenzverlauf, Wirkungsgrad, Phase etc. betrifft.

...
Ich hatte bereits das Problem, dass ich mit vier ECC83 Stufen viel zu viel Bassfrequenzen bisher hatte und die Höhen recht dünn wirkten. Obwohl ich sogar immer recht kleine Koppelkondensatoren benutzt habe (<=1nF).
...

Das kann viele Gründe haben, z.B. zu große/keine Kathodenbypasskondensatoren.

...
Hier komme ich aber nochmal auf das Thema Anodenspannung zurück:
Wenn wir vier (oder mehr) Stufen kaskadieren müssen wir ja zwischen jede Stufe auch Spannungsteiler packen, hohe Widerstände im Signalweg führt ja auch zu erheblichem Rauschen. Wäre es da nicht sinnig, die Hochspannung auf z.B. 150V (oder weniger) zu begrenzen? Dann ist der Ausgangspegel der Stufe geringer und die Stufe geht auch mit deutlich weniger Eingangspegel schneller ins verzerren...

Die Anodenspannung hat hier nicht den Einfluss den du denkst. Bei einer ECC83 erhältst du bei 350V eine Verstärkung von ca. 61 bei nur 150V geht diese auf ca. 58 zurück. Das ist kaum signifikant, was sich dagegen gewaltig ändert ist der Headroom der Stufe der ist bei 150V geringer, wesshalb die Stufe sogar eher begrenzt und somit mehr zerrt. Du erreichst auf diese Weise also das genau Gegenteil. In #1 war ich auf diese Thematik auch schon eingegangen.

Letztendlich geht es auch nicht darum möglichst viel Verzerrung zu erreichen, sonst könnte man auch eine Röhre plus zwei antiparallele Dioden nehmen und die Sache wäre erledigt.
Es geht viel mehr daraum das Gain von vorne nach hinten "zu shapen" durch Wahl der Arbeitspunkte, Spannungsteiler, Kondensatoren usw.. Um das hinzubekommen brauchst du viel mehr Hands-on Erfahrung, die du nur durchs Probieren bekommen kannst. Die Mathematik kann dir dann für alles eine Begründung liefern, aber das eigentliche Ziel wo man hin will, ist kaum vorhersehbar/definierbar.

Meiner Meinung nach solltest du am besten mit einer Schaltung eines Verstärkers anfangen der dir grundsätzlich zusagt und diese dann nach den eigenen Wünschen modifizieren.
Nichts anderes haben letztlich 95% der heute am Markt anzutreffenden Firmen gemacht.
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Das kann man nicht beantworten.
Da spielen Gridstopper und Bias der einzelnen Stufen ne große Rolle.

Gruß Stephan
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Das ist ja mal ein spannender Punkt Geronimo!
Über Klang und Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, mir persönlich taugt vor allem eher moderner Metal, hieße nach Deiner Erklärung quasi keine Endstufenzerre.. Wäre noch mal einen Versuch Wert.

Ich hatte bereits das Problem, dass ich mit vier ECC83 Stufen viel zu viel Bassfrequenzen bisher hatte und die Höhen recht dünn wirkten. Obwohl ich sogar immer recht kleine Koppelkondensatoren benutzt habe (<=1nF).

Mit wieviel Signalpegel kann man denn so ungefähr in die nächsten Gainstufen reingehen? Wenn's zu viel wird, klingt es irgendwie auch kacke...
Wenn ich eine ECC83-Stufe auf knapp -2V biase und dann mit 10Vp Signalpegel reingehe, sieht das zwar nach viel Verzerrung aus, ist klanglich aber noch recht überschaubar.

Hier komme ich aber nochmal auf das Thema Anodenspannung zurück:
Wenn wir vier (oder mehr) Stufen kaskadieren müssen wir ja zwischen jede Stufe auch Spannungsteiler packen, hohe Widerstände im Signalweg führt ja auch zu erheblichem Rauschen. Wäre es da nicht sinnig, die Hochspannung auf z.B. 150V (oder weniger) zu begrenzen? Dann ist der Ausgangspegel der Stufe geringer und die Stufe geht auch mit deutlich weniger Eingangspegel schneller ins verzerren...

Viele Grüße,
Max
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Tech-Talk Fender / Re: Pawnshop Excelsior mit internem Reverb?
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 16.05.2024 16:53 »
Ich möchte noch erwähnen, dass ein Verstärkungsfaktor nur zwischen gleichförmigen Signalen definiert und bestimmt werden kann.
Verzerrt eine Stufe durch Begrenzung, so misst man eine scheinbare Verstärkung, die mit der Aussteuerung abnimmt.
Hier hilft auch ein True RMS-Meter nicht wirklich.
Die Testspannungen des Amp-Herstellers sollten daher stets so klein sein, dass ein Sinus nicht verformt wird.
In diesem Fall genügt ein Quasieffektiv-Meter. 

Mit dem Oszi kann man nicht nur Verzerrungen erkennen sondern auch Unterschiede zwischen positiver und negativer Halbschwingung sehen und messen, was Aufschluss über die Verzerrungsursache(n) geben kann.
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Galerie / Re: Mein "Wasrumlag"-Amp (BE50/100 basiert)
« Letzter Beitrag von carlitz am 16.05.2024 10:01 »

Hab am Wochenende noch einige Röhren durchprobiert und festgestellt, dass die Sockel nicht soooo dolle sind. Eine der Röhren hat auf jeden fall einen "internen" Wackler in der Heizung. Mal kontaktiert das Ding mal nicht. .....

Diese Erfahrung habe ich auch gemacht und nehme daher (im Moment) immer nur die Belton Sockel.
Es gibt bei TAD Sockel eines englischen Herstellers, der damit wirbt, das die Kontakte sehr fest zupacken. Tun sie auch und daher ist dieser Sockel auch geeignet.
Allerdings hat er ein anderes Außenmaß und daher passt er nicht immer.
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