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Tech-Talk Amps / Re: NFB Oszillation
« Letzter Beitrag von frizzy am Heute um 01:02 Vormittag »
Danke für die Antworten! Ich kann mir nur nicht erklären, warum der NFB den Amp um mehr als die Hälfte leiser macht. Aus anderen Amps ist mir ein leichter Rückgang bekannt, aber nicht dermaßen drastisch...
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Tech-Talk Amps / Re: NFB Oszillation
« Letzter Beitrag von Stahlröhre am Gestern um 11:48 Nachmittag »
Hallo, das ist völlig normal was du dort beobachtet hast. Wenn der OT flasch herum angeschlossen ist, wird aus der eigentlichen Gegenkopplung eine Mitkopplung, da das Rückgeführte Signal dann ungewollt in Phase mit dem Eingang ist. Sofern die Verstärkung dann >=1 ist, schwingt der Verstärker und wird ungewollt zum Oszillator. Durch das Tauschen der Anodenanschlüsse liegt das rückgeführte Signal nun um 180° gedreht an und wirkt dem Eingangsignal entgegen und man erhält die beabsichtigte Gegenkopplung.

Eine der Eigenheiten einer Gegenkopplung ist, dass sie die Verstärkung und somit auch die  Sensibilität des Systems herabsetzt. Das der Verstärker dadruch leiser wird ist völlig normal, da die Verstärkung der Endstufe nun viel geringer ist.

Auch bei einer zu starken Gegenkopplung kann es bei Röhrenendstufen zu ungewollten Schwingen kommen, da der Ausgangstransformator frequenzabhängige Phasenverschiebungen hervor ruft. Meist finden diese Schwingungen weit außerhalb des Hörbereichs im kHz Bereich statt, wesshalb man sie nicht mehr hören sondern nur noch auf dem Oszilloskop sehen kann.
Typischerweise sieht man dann kleine Schwingungspakete, die auf dem eigentlichen Signal "reiten". Aus dem Grund darf man es auch mit der Gegenkopplung nicht übertreiben, bzw. muss die Verstärkung in diesem Bereich dann auf <1 reduzieren.
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Tech-Talk Amps / Re: NFB Oszillation
« Letzter Beitrag von roehrich am Gestern um 11:47 Nachmittag »
Die Funktion des NFB (zu deutsch: Gegenkopplung) ist genau das, was Du beobachtest: Mit geschlossener Schleife geht die Verstärkung zurück und die Verzerrungen nehmen ab. In diesem Fall gilt das für die Endstufe inkl. PI ... die wir damit linearer.

Ciao
Sebastian 
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Tech-Talk Amps / NFB Oszillation
« Letzter Beitrag von frizzy am Gestern um 11:23 Nachmittag »
Hallo allerseits,

mir ist bewusst, dass ich im Moment eure Hilfe überstrapaziere - deshalb schon mal riesengroßes Danke im Voraus!

Wenn ich bei meinem Marshall Klon mit EL84 Endstufe einen Negative Feedback Loop implementieren will, kommt es sofort zur Oszillation. Soweit so klar, ich gehe also davon aus, dass der OT falsch herum angeschlossen ist. Wenn ich die beiden primärseitigen Anschlüsse tausche, gibt es keine Oszillation mehr, allerdings ist der Amp um die Hälfte leiser und zerrt nur wenn Gain und Volume voll offen sind.

Kurz:
OT "falsch"(?) angeschlossen: Oszillation mit NFB
OT richtig: Amp halb so laut mit NFB

Ohne NFB ist der Amp in beiden Szenarien spielbar und macht keine Probleme. Ohne NFB aber mit "falschen" OT-Anschlüssen klingt er sogar sauberer (klarere Höhen bei Verzerrung, weniger fitzelig)

Mein Negative Feedback Loop war vom 8 Ohm Tap weg zuerst ein fixed Depth mit 220k/4n7 und danach ein 47k. Das Phänomen tritt immer auf, egal ob 4, 8 oder 16 Ohm und mit oder ohne fixed Depth dabei oder nicht. Im Anhang habe ich einen Ausschnitt aus dem Schaltplan des Phasen Inverters angehängt (anstelle des Presence Potis habe ich vorerst einfach nur einen 5k6 Widerstand ohne Kondensator).

Woran kann das liegen? Ich würde an sich gerne NFB haben um den Amp etwas straffer zu machen und mit dem fixed Depth ein bisschen cleane Bässe zu ergänzen, aber dass der ganze Amp komplett leise wird finde ich schon komisch.

Freu mich über jeden Tipp!
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Tech-Talk Amps / Re: TT LND150 Loop vs Konkurrenz
« Letzter Beitrag von Stahlröhre am Gestern um 10:27 Nachmittag »
Wie man genau den Eingangsspannungsteiler gestaltet ist jedem selbst überlassen, wichtig ist nur, das man das Poti nicht hinter die Sendstufe, vor den eigentlichen Send setzt.
Die Widerstandswerte sind sehr unterschiedlich jenachdem was für einen Signalpegel die Vorstufe liefert und welchen Pegel du im Loop haben willst. Du kannst z.B. auch über den Input B reingehen und nur ein Poti einsetzen, R13 und R14 musst du nicht zwingend einsetzen. Am einfachsten wäre es vorab die Spannungen mit einem Oszi zu messen und den benötigten Spannungsteiler dann zu berechnen.

Bei einem Mehrkanaler würde ich hinter jedem Tonestack einen Channelmaster vorsehen, der dann den Sendlevel bestimmt. Hinter der Returnstufe kommt dann das eigentliche globale Mastervolume, das auch als Return Master dient, wenn man den Amp mal nur als Endstufe nutzen möchte. Ich habe bei mir noch R11 entfernt und R10 gebrückt, da hier eh ein 1Mohm Poti sitzt.

Ein Plan war bei meinen beiden Loops auch nicht dabei, ich habe mit die Schaltung damals rausgezeichnet. Im ersten Post gibt es einen Link zu den Plänen der verscheidenen Effektwege.
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Tech-Talk Amps / Re: TT LND150 Loop vs Konkurrenz
« Letzter Beitrag von roseblood11 am Gestern um 09:37 Nachmittag »
Deshalb meine Mod-Vorschläge: ersetze C2 durch 1µF, dreh das Sendpoti voll auf oder ersetze es gleich durch einen einfachen 220k gegen Masse und schmeiß C7 raus. Um den Sendpegel zu steuern musst du dann ein geeignetes Poti (250k-1M) vor den Loopeingang setzen, oder den Spannungsteiler am Eingang anpassen.

Wäre es nicht einfacher, den Eingangsspannungsteiler durch ein Poti zu ersetzen?

Gibt es eigentlich von dem Loop-Kit einen vollständigen Schaltplan?
Bei meinem war nur ein Verdrahtungs- und Bestückungsplan dabei. Bin eigentlich kein Fan von Malen nach Zahlen...
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Tech-Talk Amps / Re: TT LND150 Loop vs Konkurrenz
« Letzter Beitrag von frizzy am Gestern um 06:19 Nachmittag »
Danke dir, dass du mich bzw uns am deinem Wissen und Erfahrung teilhaben lässt, du hast mir wirklich schon oft weitergeholfen und mir viel nähergebracht.

Ja, ich bin jetzt so zufrieden wie es glaub ich geht und kann den Loop jetzt so einsetzen.

Und ja klar, ein Loop ist nicht dafür da meine Bässe aufzuräumen, da gibt es andere Stellen im Amp und spätestens beim Mic Preamp hab ich meinen Hochpassfilter an ;)

Ich bin gespannt ob es diese einfache Lösung in die nächste Revision des Loops schafft :)
Ich bin ja an sich echt Fan von TT aber in meinem nächsten Build werd ich wohl den original Metro Loop verwenden
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Tech-Talk Amps / Re: Spannungsteiler nach Tonestack vor Master Volume
« Letzter Beitrag von frizzy am Gestern um 06:12 Nachmittag »
Danke euch beiden vielmals, dass ihr meine Beobachtungen und Vermutungen technisch eingeordnet habt, das hilft mir sehr weiter!

Ad „fitzelig“: interpretiere ich so, dass bei der Versiond, die mehr Pegel Richtung PI durchlässt, einfach mehr Verzerrung aufgetreten ist und dadurch insgesamt undefinierter war(?)

Danke jedenfalls für die Erklärungen :)
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Tech-Talk Amps / Re: Spannungsteiler nach Tonestack vor Master Volume
« Letzter Beitrag von Stahlröhre am Gestern um 04:58 Nachmittag »
...
Besonders in Friedman Amps sieht man oft zwischen dem Treble Poti und dem Master Volume einen Spannungsteiler. Wie ein Spannungsteiler funktioniert ist mir grundsätzlich bewusst, mich würde nur interessieren, was der für Auswirkungen auf den Sound hat.

Beispiel:
Im Pink Taco ist er 560k/220k (wobei die 220k gegen Masse gehen).
Bei der Dirty Shirley sind es 220k/1M (1M gegen Masse)

Was ist der Zweck hier einen Spannungsteiler zu setzen und welche Auswirkungen haben Änderungen der Widerstandswerte? Welche der beiden Varianten lässt mehr Signal Richtung Phaseninverter weiter?
...

Die Absicht die Friedman hier verfolgt ist einen etwas graduelleren Lautstärkeverlauf zu erreichen. Mit einem standard log 1Mohm Poti wird der Verstärker oft schon bei 1-1,5 recht laut und mann muss sehr feinfühlig im mm Bereich drehen um irgendwas dazwischen einzustellen. Zudem laufen derartige Verstärker dann gerne schon bei 4-6 in die Endstufenverzerrung.
Durch den Spannungsteiler verschiebt sich all dies, der Bereich um 1 rum wird besser dosierbar und der Verstärker geht erst bei 8+ irgendwann in die Endstufe (was bei diesen Friedmans eh nicht gewollt ist).

Gemäß der Spannungsteilerformel entspricht das Verhältnis aus Teilwiderstand zu Gesamtwiderstand dem von Teilspannung zu Gesamtspannung. Dementsprechend lässt die PT Variante weniger Signal durch. Das die Spannungsteiler unterscheidlich dimmensioniert sind hat mit den verschiedenen Endstufen zu tun. Der PT braucht für seine EL84 ohne Gegenkopplung viel weniger Treibersignal, als der DS der 5881 und eine Gegenkopplung einsetzt.

Klanglich hat das meiner Ansicht nach nur geringstfüge Auswirkungen. Die gesamt Belastung des Tonestack ist etwas niedriger, als nur mit einem 1Mohm Poti. Wenn man will könnte man da mit anderen Werten noch versuchen den gesamten Spannungsteiler mehr wieder in Richtung von 1Mohm Gesamtimpedanz zu bekommen.

Der 1nF hebt die Spannungsteilerwirkung für die Mitten und Höhen weitestgehend auf und fängt schon ab etwa 200Hz an merklich zu wirken. Im Höhenbereich sorgt er so für etwa 10dB zusätzlichen Boost. Im Original ist der nicht verbaut, ich würde ihn auch entweder ganz weglassen oder stark verkleinern auf 100-250pF.
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Tech-Talk Amps / Re: TT LND150 Loop vs Konkurrenz
« Letzter Beitrag von Stahlröhre am Gestern um 04:21 Nachmittag »
Lass den 1µF drinn, der ist nicht so wahnsinnig überdimmensioniert wie es auf den ersten Blick wirken mag. Der 22nF mag irgendwie mit normalen Effektpedalen funktionieren, die eine hohe  Eingangsimpedanz von z.B. 1Mohm haben (wobei er auch da schon nach meiner Erfahrung die Bässe beschneidet). Aber wenn du jedoch stattdessen mal ein Rack/Studioeffekt nutzt kann die Eingangsimpedanz schnell mal 100k und noch kleiner sein (z.B. TC G-Major, Yamaha SPX90, Lexicon PCM Serie).

Ich hatte z.B. mal ein G-Major 2, das hat eine Eingangsimpdanz von gerade mal 13kohm. Durch das 100k Sendpoti sackt dann erstmal der Pegel gewaltig ab. Dreht man das Sendpoti weiter auf geht auch die Grenzfrequenz immer weiter hoch. Im schlimmsten Fall auf über 600Hz, auch bei Mittelstellung bist du schon jenseits der 100Hz, was man definitiv hört. Auf die generelle Problematik bezüglich des Sendpoti hinter dem Impedanzwandler bin ich schon in #1 eingegangen.

Wenn nun der 22nF gegen 1µF getauscht wird, landest du selbst im schlimmsten Fall bei höchstens 17Hz und stellst so sicher, dass das gesamte Audiospektrum übertragen wird. Den Kondensator nur auf 47nF zu vergrößern wäre ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn ich so durch mein Schaltplanarchiv schaue sehe ich auch bei den meisten Firmen an dieser Stelle mindestens 220nF, tendenziell eher noch deutlich größere Werte.

Meiner Ansicht nach hat sich ein Loop möglichst klangneutral zu verhalten und soll nur Pegel und Impedanzen wandeln. Für die Beeinflussung der Bässe gibt es den EQ und Resonance.
Und bevor es jemand schreibt: Gitarre bedeutet nicht nur 82Hz und aufwärts, gerade runtergestimmte bzw. extended Range Instrumente dringen deutlich in den Tiefbassbereich vor.
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