Hallo,
bei meinem aktuellen Projekt habe ich die Heizung mit 470k zu 82k || 10µ hochgelegt.
Das ganze hängt an 480V (Schirmgitterabriff). Die Heizung müsste also etwa bei 70V
liegen. Komischerweise steigt die Spannung aber nur ganz langsam an, so dass sie nach
über einer Minute grade mal bei 30V liegt. Keine Ahnung, ob sie überhaupt irgendwann
die 70V erreicht. Wieso?
Ich habe zusätzlich zur Heizung noch die Relaisversorgnung dort dranhängen, die ich wie
bei Marshall mit 2 x 2200µ entkoppele, um sie dann auf Masse legen zu können. Hängt das
damit zusammen (Aufladen der Elkos oder so)?
Gruß, Peter
Hallo Peter,
wenn ich das richtig verstehe, hast du einen doppelten Massebezug. Und zwar einmal bei 70-80V und einmal bei 0V. Das dürfte schwierig werden...
Klemm mal den Elko vom Gleichrichter ab, dann sollte es hinhauen. Damit hast du aber u.U. ein Problem, wenn du einen Fußschalter benutzt. Deine "Masse" liegt durch das Hochlegen der Heizung nämlich nicht bei 0V, wie dein geerdetes Gehäuse, sondern entsprechend höher! Da musst du aufpassen, dass es nicht einen Kurzschluss gibt durch Stecker oder Buchsen!
mfg
Chryz
Zitat(Aufladen der Elkos oder so)?
damit hast Du schon richtig getippt. Im Ergebnis liegen die beiden 2200uF Elkos in Serie mit dem 4700uF parallel zu den 10uF. Das resultierende RC Glied hat ein T von ~150 Sekunden.
Gruß Hans- Georg
Zitat von: _peter am Okt 19, 2011, 06:40
Ich habe zusätzlich zur Heizung noch die Relaisversorgnung dort dranhängen, die ich wie
bei Marshall mit 2 x 2200µ entkoppele
Aus reiner Neugier: bei welchem Marshall wird das denn so gemacht?
Ciao
John
Salü,
Zitat von: mceldi am Okt 19, 2011, 07:48
Aus reiner Neugier: bei welchem Marshall wird das denn so gemacht?
Guckst du hier:
http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,12538.msg116131.html#msg116131
mfg sven
Danke Sven! Sind das stinknormale Elkos?
John
Danke erstmal für die Antworten.
Zitat von: Chryz am Okt 19, 2011, 06:56
wenn ich das richtig verstehe, hast du einen doppelten Massebezug. Und zwar einmal bei 70-80V und einmal bei 0V.
Nein, der Gleichrichter ist ja mit den 2 Elkos entkoppelt. Das wurde hier mal in einem der vielen
Heizungsthreads besprochen und wird von Marshall so verwendet.
Zitat von: Chryz am Okt 19, 2011, 06:56
Da musst du aufpassen, dass es nicht einen Kurzschluss gibt durch Stecker oder Buchsen!
Genau deshalb habe ich das auf die obige Art lösen wollen, um dieses Problem zu umgehen.
Zitat von: es345 am Okt 19, 2011, 07:14
damit hast Du schon richtig getippt. Im Ergebnis liegen die beiden 2200uF Elkos in Serie mit dem 4700uF parallel zu den 10uF. Das resultierende RC Glied hat ein T von ~150 Sekunden.
Verdammt, dann stecke ich in der Zwickmühle, die Cs verkleinern zu müssen, um die Ufk der Röhren
nicht zu strapazieren, andererseits dann aber einiges an Siebgüte zu verlieren.
Den 10µ kann ich mir dann ja schon einmal sparen. ;D
Wie weit ich die anderen Elkos kleiner machen kann, muss ich ausprobieren.
Es ist ja nur Strom für ein Relais, keine Gleichstromheizung. Da wird die
Spannung bei kleinerer Kapazität hoffentlich nicht so schnell einbrechen.
Dummerweise habe ich 150V an einer Kathode mit Ufk = 90V >:(
Gruß, Peter
@Sven: Danke, das ist nicht nur der Thread, sondern genau der Beitrag, an den ich dachte!
Im Anhang mal ein Photo.
Gruß, Peter
Salü,
Zitat von: _peter am Okt 19, 2011, 07:58
Verdammt, dann stecke ich in der Zwickmühle, die Cs verkleinern zu müssen, um die Ufk der Röhren
nicht zu strapazieren, andererseits dann aber einiges an Siebgüte zu verlieren.
Um die Zeitkonstante zu verringern könntest du auch den Spannungsteiler niederohmiger machen.
Klar, viel niederohmiger geht an der Stelle nicht, sonst verheizt man en haufen Energie (ist Haufen eine SI-Einheit? ;) ). Aber vielleicht findest du irgend ein Mittelweg, dass die Elkos noch ausreichend groß bleiben können.
Hast du die Schaltung mal simuliert? Im Virtuellen lassen sich verschiedene Parameter schneller ändern und man braucht keine allzu gut bestückte Bastelkiste ;)
mfg sven
Stimmt, da gab es doch dieses Programm, das sich auf Reis reimt. ;D
Mach ich mal. Bin erstmal froh, dass der Umbau soweit läuft.
Das geschulte Auge sieht ja, was es mal war...
Wer weiß es? Und wer errät, was jetzt drin ist?
Gruß, Peter
Hmm.. Spice sagt mir, dass das eigentlich gehen müsste. ???
(n004 ist der Knoten am Spannungsteiler)
Hallo Peter,
Wie viel Spannung braucht Dein Relais? Wenn genug Luft ist könnte man die benötigte Siebung doch auch über ein RC oder LC Glied realisieren und die direkt wirkende Kapazität verringern...Oder gleich einen Spannungsregler? Oder denke ich dsa jetzt völlig falsch?
Grüße Micha
Hallo,
meinst du aus der Heizspannung heraus? Das Relais ist ein 6V Finder. Das wird mit Spannungsregler
schlecht gehen. Aus der Hochspannung könnte gehen... :-\
Ich habe nochmal die Schaltung geprüft, ob nicht ein Fehler der Art :facepalm: vorliegt, aber
es ist alles so, wie im Schaltplan. Wenn ich die Gleichrichterschaltung abklemme (vor den 2200µ),
läuft alles normal.
Aber warum funktioniert das Ganze jetzt in Spice? Liegt der Fehler im Amp oder in der Simulation?
Gruß, Peter
Hallo Peter
Ich würde das Relais spannungsmäßig mit "hochlegen" und über Optokoppler schalten.
Dann kannst du die Led des Optokopplers gegen Masse schalten lassen.
Gruß --.- loco
Also praktisch ein Relais mit einem Relais (Opto) schalten?
Aber mit welcher Spannung schalte ich den Optokoppler?
Hochspannung mit Vorwiderstand?
Gruß, Peter
Hallo
Die Wicklung für die -Ub ist doch auch noch vorhanden?
Gruß --.- loco
Ps.: Ich kling mich erstmal aus, mir sind grad drei Zähne gezogen worden.
Du meinst die -Ug? Hmm.. mit der würde ich ja ungern noch was anderes als
Bias-Versorgung machen. Ich würde gerne erstmal rauskriegen, warum die
Simulation hinaut und die Praxis nicht, bevor ich solche Eingriffe vornehme.
Sollte das wirklich nicht gehen, würde ich wohl eher auf das Hochlegen
verzichten, als die Biasspannung zu missbrauchen.
Bin ich denn der erste, der die Heizung für Schaltzeug mitbenutzt UND diese
auch noch hochlegt?
Gruß, Peter
Nicht, daß das jetzt das Problem zwischen Theorie und Praxis beheben würde, aber ich hab in meinem Übungsamp einfach nen zusätzlichen Printtrafo reingebaut. Das spart die dicken Elkos und Ärger (mal abgesehen davon, daß ich die Schaltung ja erst seit kurzem kenne).
Mal sehen, wie ich das in meinem geplanten Preamp mache, denn ich will sovjetische Röhren als Ausgangs-CF nehmen, da muß die Heizung auch "nach oben". Ich werd wohl wieder nen 2-Euro Trafo für die Relais nehmen (oder nen Trafo mit extra Wicklung).
Ciao
John
In der Theorie sind Theorie und Praxis das selbe. In der Praxis nicht ...
Zitat von: mceldi am Okt 20, 2011, 09:46
In der Theorie sind Theorie und Praxis das selbe. In der Praxis nicht ...
;D ;D
Ok. Ich habe jetzt die Elkos um den Faktor 10 verkleinert. Die Heizung liegt dann gleich bei über 50V und
das Relais schaltet noch. Dabei lass ich's erstmal, zumal der Amp jetzt auch im Proberaum steht.
Der Amp war mal ein Soundcity 120. Das ist aber schon lange her - er war im Laufe der Zeit bereits zu
verschiedenen anderen Amps verbastelt. Einen unverbastelten hätte ich nicht angerührt.
Jetzt ist ein Matamp GT120 mit kleinen Änderungen drin:
- statt Drive-Schalter nur ein Bright-Switch
- anstelle des passiven parallelen FX-Loops ist jetzt ein Röhren-gebufferter drin, der zwischen seriell
und parallel umschatlbar ist, per Fußschalter überbrückt werden kann und im send level regelbar ist;
dadurch kann man, wenn kein Effekt drin ist, den FX-Weg auch als fußschatlbaren Boost oder Minusboost
benutzen! Ist der Effektweg ausgeschaltet, hat man praktisch die Originalschaltung
- PPIMV mit 220k und 2M2 Schutzwiderständen
- Bias extern einstellbar
Der Amp klingt wunderbar druckvoll und steht dem Original in nichts nach. Die Breite an möglichen Sounds ist
riesig. Der Bass-Boost und der Bass-Regler ergänzen sich genauso gut, wie der Treble-Regler in Verbindung mit
dem Bright-Switch und dem Presence. Nur wenn man Bass, Bass-Boost und Gain auf Anschlag dreht, bricht
der Sound bei hartem Anschalg ein ("Pumpen" oder Vorstufen-Blocking-Distortion). Mal sehen, was sich da noch
machen lässt. Ein Manko gibt es noch: Je weiter PPIMV runtergedreht und Gain aufgedreht wird, desto weniger
Einfluss haben die Klangregler. Der Sound wird dann immer festgelegter. Zum Glück wird der Amp immer fast
auf Anschlag gespielt ;D
Gruß, Peter
Hallo Peter,
das Relais braucht keinen Massebezug haben.
Ich würde es so machen: Siehe Anhang.
Der Ladekondensator und ein eventuell notwendiger Vorwiderstand vor dem Gleichrichter müssen noch,
in Abgängkeit von dem Relaisstrom bestimmt werden.
Beim hantieren darf man nicht vergessen das an den Anschlüssen die Spannung hoch ist. :devil:
Gruß
Manfred
Hallo Manfred,
danke, dass du dir noch Gedanken darüber gemacht hast.
Zitat von: Manfred am Nov 05, 2011, 01:54
das Relais braucht keinen Massebezug haben.
Beim hantieren darf man nicht vergessen das an den Anschlüssen die Spannung hoch ist. :devil:
Mir ging das Problem mit der hohen Spannung, die den Amp verlässt vor (zufällig produzierte Kurzschlüsse;
Verwechseln der FTSW-Buchse mit der Slave-Buchse; ...). Daher habe ich den Massebezug gelassen und
die Cs verkleinert. Es funktioniert so. Ich hatte sie ja in erster Instanz nur so deshalb groß gewählt, weil
Marshall es in der oben verlinkten Schaltung so macht. Hierfür reicht es aber so aus, wie es jetzt ist.
Gruß, Peter