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Technik => Tech-Talk Amps => Thema gestartet von: Paulecaster am 19.01.2026 17:52

Titel: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 19.01.2026 17:52
Ich habe hier einen Galanti Electronics Instruments der ist meiner Ansicht nach etwas zu leise. Verglichen mit einem AC15 und mit einem MR1974.
Nun sagte mir jemand ich könnte den 100K Widerstand der hinter den beiden 220K auf Ground geht überbrücken.
Ist das richtig? Ich habe den Widerstand um den es geht im Schaltbild rot markiert.

(http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70637;image)



Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 19.01.2026 19:11
In Blau was in dem Verstärker anders ist als im Schaltbild
auffällige Unterschiede:
ein 47K auf Ground zwischen der ECC82 V3A und V3B
statt 700K auf Ground 100K auf Ground hinter den Tonereglern

Der Kanal an Röhre V2a ist auch etwas leiser als der an V1a

Die Filterelkos weichen auch etwas vom Schaltbild ab 33µF 33µF und 22 µF statt 40µF 30µF und 20µF. Die Spannungen an den Filterelkos entsprechen in etwa denen auf dem Schaltbild.
Am Gitter von V2b Ausgang Reverb bzw 1M Reverb Intensity Schleifer baumelt ein 200K der mal offensichtlich auf Ground ging, Reverb funktioniert aber.
An den Anoden der EL84 sind 360V, An den Schirmgittern 250V. Über dem Kathodenwiderstand 7,9V. Dieser 100R misst sich mit 116R.  Das wären dann ca. 32 mA pro Endröhre und somit ist Bias wohl passend eingestellt. Die Bleche glühen nicht.

(http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70639;image)

Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 19.01.2026 22:53
Möglicherweise ist da auch alles richtig im Verstärker und es soll so sein wie es ist, es klingt ganz ordentlich für meinen Geschmack, aber mit einer Telecaster z.B. cruncht es halt erst bei Lautstärkeregler zu  90% auf. Das kenne ich so von keinem anderen Gitarrenverstärker mit ähnlicher Bestückung . Diese sind auch eine gute Portion lauter. Sämtliche Regler sind 1M log in dem Verstärker.
Toneregler ganz auf ist sehr spitz und reduziert dabei sogar etwas die Übersteuerung. Drehe ich den Toneregler zurück beginnt bei Lautstärke fast ganz auf der wohl originale alte Lautsprecher zu zerren aber nicht der Verstärker.
Kann man an der Schaltung etwas ungewöhnliches erkennen was den Verstärker möglicherweise drosselt?
Die ECC82 durch ECC83 ersetzt würde vielleicht frühere Übersteuerung bringen, aber keine Gesamtlautstärke. Laut Schaltbild ist hier eine ECC82 vorgesehen.
Ich werde morgen mal einen anderen Lautsprecher anschliessen. Möglicherweise hat dieser alte Lautsprecher einen sehr schlechten Wirkungsgrad.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: chaccmgr am 20.01.2026 08:09
die 100k fungieren als Gitterableitwiderstände. Wenn Du die überbrückst, hast du den Amp gemuted. Normalerweise ist an der Position jeweils 1M. Dann sollte auch weniger Signal verloren gehen.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 20.01.2026 13:21
Also bilden hier die beiden 220K mit 100K in Reihe die Gitterableitwiderstände. Sogesehen 320K. Und weil an die beiden 220k das Tremolo andockt ist hier noch der 100K in Reihe?
Bedeutet das dann, der 100K dürfte bis auf 780K erhöht werden? Wirft das den Kathodenbias nicht durcheinander?
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: stephan61 am 20.01.2026 15:32
Hallo,
wenn du den rot markierten 100k brückst, schaltest du das Tremolo permanent aus. So wie das unten der Fußschalteranschluß macht.
Mit dem Kathodenbias hat das nichts zu tun.

Gruß Stephan
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 20.01.2026 16:30
Was bringt es, wenn man die Gegenkopplung auftrennt, also den 4.7k vom Ausgang ablötet?
Das sollte die Verstärkung deutlich erhöhen.
Ein AC15 hat meines Wissens auch keine GK.

Vergrößern der Gitterableitwiderstände bringt wenig, vielleicht 10% mehr Verstärkung.
Hat aber wahrscheinlich negative Auswirkung auf das Tremolo.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 21.01.2026 07:12
Das werde ich probieren diese Gegenkopplung testweise aufzutrennen. Das ist erstmal am wenigsten invasiv.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 21.01.2026 16:07
Das Auftrennen der Gegenkopplung hat richtig was an Lautstärke gebracht.

Ich habe dann auch noch zum Test die ECC82 gegen ECC83 getauscht, das bringt mehr crunch.

Desweiteren habe ich die Spannungen im Verstärker gemessen und grün eingetragen.

Die Anodenspannung ist in der Vorstufe sehr niedrig. Ich muss nun erstmal kapieren ob die Arbeitspunkte da auch normal eingestellt sind.

(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70643;image)
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Volka am 22.01.2026 01:10
Moin...
da ist was schräg: wie kannst du direkt hinter der Gleichrichtung - am ersten Ladeelko 362 VDC haben und an der Anode der EL84 373 VDC ?  :o

Hast die die Anoden-Rs von V1 mal geprüft? Die Kathoden-Rs sind ok (weil blau eingetragen)?

Gruß
Volka
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 22.01.2026 07:19
Hinter der Gleichrichtung ist nur der Ausgangstrafo der die Hochvolt zu den Anoden der EL84 bringt. Dann ist dort am Trafo etwas falsch oder an den EL84?
Ich überprüfe die Spannungen heute Abend nochmal.

Ich überprüfe auch noch die Widerstände an den Vorstufen ob sie vielleicht gedriftet sind. Blau eingetragen sind Werte die vom Ursprungsschaltbild ganz oben abweichen. Laut Schaltbild sollen an den ersten Röhren 1K7 bzw 2k7 an den Kathoden sitzen.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 22.01.2026 17:18
Möglicherweise hat sich die Netzspannung zwischen den Messungen um etwa 4% geändert.
Das kommt schon vor.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 22.01.2026 18:51
Ja das muss so gewesen sein , ich habe nun am ersten Elko 380V gemessen und an den Anoden der EL84 379V, die Heizung hat dabei dann 7,1V, Netztrafo steht aber schon auf 240V
bei der nun höheren Netzspannung hatte ich auch um 20V höhere Spannungen an den Anoden der Vorröhren und um 0,3V höhere Spannungen an den Kathoden
die 270K Widerstände an den Anoden der Vorröhren sind mit 265K bis 271K im Toleranzbereich
die 1K5 an den Kathoden messe ich mit 2 bis 2K1

an einer Fassung einer EL84 waren an Pin 6 die beiden 220 K  der 100K nach Ground und der Tremolo Foot Switch gelötet,
beim Ansetzen der Messspitzen und abgeklemmter Gegenkopplung war dann das Tremolo im Lautsprecher am wabbern, mit Gegenkopplung nicht, mit Fussschalter auf Tremolo aus gab es beim Ansetzen der Messspitzen ein Fiepen im Lautsprecher
ich habe dann Pin 6 von sämtlichen Verbindungen befreit und diese zu einer Lötleiste umgesiedelt, nun ist da Ruhe bei abgeklemmter Gegenkopplung, nur ein leiser Knacks im Lautsprecher wenn ich die Messspitzen an die Anoden ansetze

an Pin 8 der gleichen EL84 waren 470K ein 2K2 ein 47K und 10nF verbunden. Auch das habe ich auf eine Lötleiste umgesiedelt
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 22.01.2026 18:59
Mit der Heizung 7,1V muss ich mir was überlegen. Ich hatte noch 1Ohm Widerstände aber die ziehen die Spannung zu weit runter.
Und die Endröhren werden nun bei 380V Anode und 8,45V über dem 116 Ohm verheizt.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Volka am 22.01.2026 22:16
Moin...

hast du schonmal hier geschaut? http://www.valvewizard.co.uk/heater.html

Gruß
Volka
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 22.01.2026 22:49
ja, dort hatte ich geschaut. Ich komme auf 2xEL84 1,52 A + Ez 81 1A + 3x Ecc83/82 o.9A + 6DR7 o.9A = 4,32A Heizstrom. Nun will ich Pi mal Daumen 0,7 Volt runter, das geteilt durch die 4,32A ergibt 0,16 Ohm bei am besten 5W die ich da in Serie schalten muss. Mit 1 Ohm Widerständen sind das ca 7 Stück parallel ;D in einer Heizleitung. Ich habe es testweise so drin. Das funktioniert, sieht aber etwas unschön aus.

Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Volka am 23.01.2026 00:02
..und die Dioden/Brückengleichrichter-Variante kommt nicht in Frage?
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 23.01.2026 00:37
Doch das würde auch in Frage kommen, allerdings habe ich keine brauchbaren Dioden herumliegen. Aber ich habe Brückengleichrichter die ich noch identifizieren muss.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 23.01.2026 11:43
Diese Dioden 10SQ050 sind dem Anschein nach ür bis zu 10A Nennstrom ausgelegt. Damit könnte ich es probieren.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Volka am 23.01.2026 13:13
Moin...

wenn ich das richtig verstanden habe ist bei diesen Dioden aber der Voltage-Drop geringer: ca. 0.3 Volt.







Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: carlitz am 23.01.2026 16:32
Diese Dioden haben ca. 0,5V Voltage drop und es würde bei einem Einsatz von 2 Dioden eine Reduktion um ca. 1V geben.

Das würde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 23.01.2026 16:43
Zum Reduzieren der Wechselspannung braucht man 2 antiparallele Dioden.
Für 1V Drop also 4 Dioden, aber 0.5V weniger reicht völlig.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Volka am 23.01.2026 21:02
Ja klar...mit 0.5 V weniger bist du im grünen Bereich. Ich würde es einfach mal ausprobieren und dann mal sehen wo man landet.

Ich hatte gelesen, dass diese Dioden unterhalb von 20 V einen Drop von 0.3 V haben und erst oberhalb von 20 V bis eben 50 V den 0.5 V Drop haben... kann mir aber nicht vorstellen, dass es da eine harte Grenze bei 20 V gibt, sondern dass diesen Angaben ein fließender Übergang zu Grunde liegt.

Gruß
Volka
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 23.01.2026 22:21
Die Diodenspannung in der Sperrphase hat keinen Einfluss auf die Flussspannung.
Alles Nötige steht im Datenblatt.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Volka am 23.01.2026 23:38
Ja, Meister..!
Die Dioden werden sich natürlich an das Datenblatt halten bzw, danach richten...


Und hier der Text meiner "Info":

Product Details

    Material: Semiconductor; 10A 50V; Body Dimension: 9 x 9mm/0.35 x 0.35 inch(D*L), Each Total Length: 6.2cm / 2.44 Inch; Packing List:5 x Schottky Rectifiers Diode
    Advantage: Schottky rectifiers diode have a lower forward voltage drop and can result in reduced power losses and improved efficiency; high temperature tolerance can operate at higher temperatures without significant performance degradation; and fast switching speed allows for rapid switching between conducting and non-conducting states making them suitable for high-frequency applications.
    Instruction: 1 When the voltage is < 20V, the voltage drop reference value: is <0.3V. When the voltage is 20V-50V, the voltage drop reference value of the 20v-50v model is <0.55V. When the voltage is 60V-100V, the voltage drop reference value of the 60V-100V model is <0.8V. 2 Temperature Junction: -55°C ~ 200°C
    Application: The schottky rectifiers diode is widely used in high-frequency rectifiers, switching circuits, voltage regulators, power management, etc. It provides efficient power conversion and control functions.
   
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 24.01.2026 00:10
Diese "Info" klingt nicht seriös. Quelle?
Die Flussspannung einer Diode hängt nur vom Durchlassstrom (und der Temperatur) ab.
Diagramm im Datenblatt.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Volka am 24.01.2026 00:25
https://www.varnoralane.com/product-p-520143.html

Klugscheißen hin oder her.... es geht mir nur darum zu helfen. Und wenn sich das erhoffte Ergebnis nicht einstellt weil eine  seriöse oder unseriöse Info vorenthalten wurde, hat man das Gefühl nicht genug geholfen zu haben!

Wie auch immer, ich denke das reicht mir jetzt hier...!
Gebt den Datenblattlesern das Kommando...die winken euch, wenn ihr ein Problem habt, mit ihren Blättern alle Sorgen weg!

in diesem Sinne
ph. u. 
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 24.01.2026 01:54
..und wenn man keine technischen Argumente hat, fängt man einfach an, andere (die übrigens auch nur helfen wollen) zu beleidigen.

Das Marketing-Geschwafel in dem Link ergibt bestenfalls Sinn, wenn es sich auf Dioden mit unterschiedlicher Sperrspannung bezieht.

Hier ist das Datenblatt:
https://www.mantech.co.za/Datasheets/Products/10SQ050-230630A.pdf

Die Flussspannung entnimmt man dem Diagramm "Typical Forward Characteristics", wobei man beachten muss, dass der Spitzenwert des Stroms (also Effektivwert mal 1.41) zu verwenden ist.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: carlitz am 24.01.2026 18:14
Ruhig, alles ist gut.

Wir wollen Alle nur helfen.


Bitte um Nachricht, sobald Veränderungen bei der Heizspannung zu messen sind (durch welche Maßnahme auch immer).
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 14.02.2026 21:30
Ich habe mir letztendlich eine Auswahl an Zementwiderständen 0,1 bis 0,5 Ohm besorgt und damit die Heizspannen in den grünen Bereh gebracht.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 25.05.2026 18:15
Ich habe nun neuerdings Geräusche beim betätigen des Hallpotis.
Ein Rauschen beim Drehen, es hört sich in etwa so an wie wenn ein Koppelkondensator Gleichspannung durchlässt.
Daraufhin habe ich habe ich den 100n und den 22n gegen neue getauscht. Das brachte keine Besserung. Anschließend habe ich das 1M Poti für die Hallintensität noch getauscht. Hier auch keine Verbesserung.

Wo kann ich noch nach dem Fehler suchen?
Kann der Halltank selbst diese Geräüsche verursachen?

Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 25.05.2026 19:22
Nein, nicht vom Tank.
Manche Röhren haben einen erhöhten Gitter-Leckstrom.
Mal die Röhre tauschen.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 25.05.2026 20:02
Nein, nicht vom Tank.
Manche Röhren haben einen erhöhten Gitter-Leckstrom.
Mal die Röhre tauschen.

die 6dr7 oder die ECC83?
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 25.05.2026 23:13
Das Auswechseln beider Röhren brachte keine Verbesserung. Für die 6dr7 hatte ich aber nur eine Ersatzröhre. nach der vierten ECC83 ohne Verbesserung habe ich dann aufgegeben.
Halltank abgestöpselt. Das Geräusch bleibt beim Drehen des Potis.
Fussschalterbuchse kurzgeschlossen. Das Geräusch bleibt beim Drehen des Potis.
Als nächstes werde ich einfach mal die alten Leitungen zum Halltank auswechseln, aber eigentlich sind die laut meiner Durchgangsmessungen gut.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 28.05.2026 17:05
In einer Aktion von Hilflosigkeit habe ich nun auch die Endröhren gegen neue ausgetauscht.
Das Poti vom Hall ist nun geräuschlos bei Betätigung und alles ist wieder wie vorher.
Wie das nun zusammenhängt verstehe ich nicht???
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Röhre69 am 29.05.2026 09:50
Tappe natürlich auch im Dunkeln.

War eigentlich der ext. Switch für den Hall bei allen "Messungen" an- oder abgesteckt?
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 29.05.2026 17:35
Tappe natürlich auch im Dunkeln.

War eigentlich der ext. Switch für den Hall bei allen "Messungen" an- oder abgesteckt?

Sowohl als auch
egal ob am Switch kurzgeschlossen oder offen hat es gerauscht

meine Freude über die vermeitliche Fehlerbehebung war nun auch nur von kurzer Dauer, die Geräusche sind leider wieder da

ich habe nun mal genau hingehört

Hallpoti zugedreht höre ich ein leises klackern wie ein Motorboot
über den Regelweg hinweg das Rauschen
Hallpoti ganz auf bzw knapp bevor es ganz offen ist ist Ruhe, abgesehen vom Feedback vom Halltank durch die Extremeinstellung sofern der Hallswitch nicht kurzgeschlossen ist

Das spricht irgendwie für eine fehlerhafte Masseverbindung bzw für eine kalte Lötstelle
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Röhre69 am 30.05.2026 06:36
Zitat
Das spricht irgendwie für eine fehlerhafte Masseverbindung bzw für eine kalte Lötstelle
Dachte da beim ext. Switch an Wackelkontakt bzw. schlechten Kontakt.

Zitat
Hallpoti zugedreht höre ich ein leises klackern wie ein Motorboot
Stichwort "motorboating": Ursache könnte auch aus´m Netzteil kommen (Nachlassen von Elkos, evtl. eine frische EZ81 einsetzen).

Fotos vom Aufbau verfügbar?

Grüße
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 30.05.2026 16:12
Kann man denn eine Gleichspannung über dem Hallpoti oder am Gitter messen?

Das Tuckern könnte auch ein Übersprechen vom Tremolo sein.
Lässt sich die Frequenz verändern?
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: stephan61 am 30.05.2026 18:51
Hallo,
ist der Masseanschluss des Halltanks ok?

Grüße Stephan
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 30.05.2026 22:28
Hallo,
ist der Masseanschluss des Halltanks ok?

Grüße Stephan

gute Idee

Ich sollte den Tank mal ausbauen und die dortigen Buchsen überprüfen,  die beiden Zuleitungen zum Tank sind schon erneuert

aber die Effekte kommen auch wenn der Tank nicht angeklemmt ist, allerdings hingen da die beiden Anschlüsse wie Antennen aus dem Chassis
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 30.05.2026 22:31
Kann man denn eine Gleichspannung über dem Hallpoti oder am Gitter messen?

Das Tuckern könnte auch ein Übersprechen vom Tremolo sein.
Lässt sich die Frequenz verändern?

Das Tuckern lässt sich in der Frequenz nicht verändern, es ist unabhängig vom Speed des Tremolos

Ich werde prüfen ob ich über dem Hallpoti und an den Gittern eine Gleichspannung messen kann
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 30.05.2026 22:41
Dachte da beim ext. Switch an Wackelkontakt bzw. schlechten Kontakt.
Stichwort "motorboating": Ursache könnte auch aus´m Netzteil kommen (Nachlassen von Elkos, evtl. eine frische EZ81 einsetzen).

Fotos vom Aufbau verfügbar?

Grüße

einen Wackelkontakt am Switch kann ich ausschliessen

Elkos sind alle neu

auch die EZ81 ist gegen eine neue getauscht

sämtliche gedriftete Kohlepressiderstände sind im kompletten Verstärker getauscht

alle Buchsen sind vom Chassis isoliert , ein Masse/ Stern Bus ist  gelegt, Die zuvor nicht verdrillten Heizleitungen habe ich gegen verdrillte getauscht

Fotostrecke:

(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70847;image)
(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70849;image)



V1

(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70851;image)

V2 eine häfte für Hall

(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70853;image)

V3 PI

(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70855;image)

Endröhren

(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70857;image)

die 6dr7 Hall und Vibrato

(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70859;image)

Gleichrichtung/Netzteil die EZ81 ist unter den Vorwiderständen je 150 Ohm versteckt

(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70861;image)

Hallpoti und Buchse für Hall An/Aus links davon am ehemaligen Antihumschalter Gegenkopplung schaltbar

(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70863;image)
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 30.05.2026 23:19
Nur wenn ich einen Schalter an die Hallbuchse anschliesse und ich diese damit schliesse kann ich den Verstärker ohne Hall und ohne ein störendes tuckern spielen. Das Hallpoti muss dabei dann etwas aufgedreht sein. Ist es zugedreht tuckert es trotzdem, also auch mit angeschlossenem und geschlossenem Schalter. Das Rauschen über dem Regelweg bei Betätigung des Hallpotis ist immer vorhanden. Egal ob Schalter an der Buchse oder nicht/Schalter offen oder geschlossen.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 31.05.2026 00:31
Das Tuckern lässt sich in der Frequenz nicht verändern, es ist unabhängig vom Speed des Tremolos

Ich werde prüfen ob ich über dem Hallpoti und an den Gittern eine Gleichspannung messen kann


ich messe dort jeweils 0,4 mV DC , dabei liegt kein Signal an

wenn ich die Messspitze an das Gitter der für den Hall zuständigen ECC83 bzw. selbige an den Schleifer des 1M Hallintensitätspotis halte und dabei dann am Poti drehe kommt sehr unangenehmer quietschender Lärm aus dem Lautsprecher

das Signalkabel zwischen Hallpoti und Gitter ist relativ lang, der Schirm liegt einseitig an der Signalmasse
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 31.05.2026 14:13
Die Kathoden der beiden Systeme der 6dr7 teilen sich einen Widerstand und einen Kondensator.
Könnte es in Punkto mögliche Übersprechungen etwas bringen dort aufzutrennen und von dort jeweils eine RC Kombination an die Signalmassepunkte des jeweiligen Systems zu schalten?

Den Halltank habe ich nun ausgebaut und nachgesehen, dort ist wohl alles wie es sein soll. Beide Buchsen haben einen guten Massekontakt. Über den Spulen/Tonabnehmern messe ich 110 bzw 160 Ohm.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 1.06.2026 00:36
1) 0,4mV (ich nehme an negativ) am Gitter sollte nicht stören.
2) Da das Tuckern nicht synchron mit der Tremolofrequenz ist, dürfte das Auftrennen der Kathoden kaum etwas bringen.

Das Tuckern könnte auch von einer externen Störquelle kommen (z.B. Telefon etc.).

Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Röhre69 am 1.06.2026 09:59
https://en.wikipedia.org/wiki/Motorboating_(electronics)#:~:text=As%20with%20all%20electronic%20oscillation,proper%20phase%20for%20positive%20feedback.

Ich finde die Idee, den beiden Kathoden separate RCs zu verpassen nicht schlecht (probieren geht über studieren).

EDIT: Oder evtl. den 50µ (parallel 100 Ohm, Grenzfrequenz 32 Hz) erneuern oder vergrößern (weniger invasiv)

Die Anode von V4B ist mit 10kOhm verbunden. Ist der Widerstand direkt an der Anode (Röhrenfassung) angelötet oder weiter entfernt am Netzteil?

Ansonsten: Einer der wildesten Aufbauten, den ich bisher gesehen habe. Was aber nicht zwangsweise "schlecht" bedeuten muss!

EDIT: Gibt´s ein Audiofile vom Tuckern? Hatte sowas sporadisch bei einem Eigenbau, auch keine Ursache gefunden. Bis ich das gleiche Störtuckern bei einem serienmäßigen Verstärker eines namhaften Herstellers beobachten konnte. Wie Helmholtz schon erwähnte, war´s bei mir ein Handy, aber auch nicht reproduzierbar

Grüße
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Röhre69 am 1.06.2026 11:00
Der Aufbau weist einen Haufen frei verlegter Überlandleitungen auf. Möglicherweise hast Du bei deinen bisherigen Aktionen da etwas unabsichtlich verändert. Da können wenige mm schon eine Rolle spielen (Sender-Empfänger). Da mal mit isolierendem Kunststoffstab die Lage zueinander verändern.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 1.06.2026 21:23
hier ein Soundfile vom Tuckern und dem Rauschen wenn am Hallpoti gedreht wird
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 1.06.2026 21:29
Zitat

Die Anode von V4B ist mit 10kOhm verbunden. Ist der Widerstand direkt an der Anode (Röhrenfassung) angelötet oder weiter entfernt am Netzteil?


ist direkt an der Anode mit einer 2 cm Beinchenlänge zum 33uF Elko mit einer Leitung 5 cm verlängert

Zitat
Der Aufbau weist einen Haufen frei verlegter Überlandleitungen auf. Möglicherweise hast Du bei deinen bisherigen Aktionen da etwas unabsichtlich verändert. Da können wenige mm schon eine Rolle spielen (Sender-Empfänger). Da mal mit isolierendem Kunststoffstab die Lage zueinander verändern.

Ja ich weiss, ich habe da auch schon alles erdenkliche getan, als erstes die Heizleitungen von allem räumlich in Entfernung gebracht
dann die Signalmasse vom Gehäuse getrennt, isolierte Buchsen
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 1.06.2026 23:11
Nun habe ich an der Kathode der 6dr7 aufgetrennt mit jeweils 100R und 50uF , das Tuckern bleibt

aber das Tremolo kommt nun nur noch in fahrt wenn ich Speed auf Anschlag stelle, drehe ich Speed um ein viertel zurück dann verstummt der Effekt
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 2.06.2026 00:13
Die Kathodenspannung bestimmt den Bias der Trioden.
Für annähernd gleiche Kathodenspannungen bei getrennten Kathoden sollten die Werte der Kathodenwiderstände verdoppelt werden.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 2.06.2026 00:27
Das klingt logisch, danke!

Da das Auftrennen nun keine Lösung gegen das Tickern dargestellt hat habe ich es wieder auf den Ursprungszustand zurückgebaut. Das Tremolo funktioniert wieder normal.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Röhre69 am 2.06.2026 07:49
Zitat
hier ein Soundfile vom Tuckern und dem Rauschen wenn am Hallpoti gedreht wird

"Meine" Handytuckerstörung hat sich komplett anders angehört. Täusche ich mich oder hört das Tuckern auf, wenn ein Signal von der Gitarre kommt? Was passiert, wenn Du die Eingangsbuchse kurzschließt, z.B. mit Kurzschlussklinkenstecker.

Grüße
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Röhre69 am 2.06.2026 12:54
Hallo zusammen,
 
da ich momentan auch nicht weiter weiß, habe ich KI mit "Wie kann Röhre69 Motorboating beseitigen" gefüttert.

Hat für große Belustigung bei mir gesorgt (siehe Anhang)

Maßnahme 1 (Ziehen von einzelnen Vorstufenröhren) könnte weiterhelfen.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 2.06.2026 16:02
Ja haha guter Text

ich teste das nun zunächst mit dem Ziehen der Röhren um die Stelle besser lokalisieren zu können

zuerst die 6dr7, wenn es dann noch tuckert die ECC83
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Röhre69 am 2.06.2026 16:08
Nur so eine Idee: Da wäre ein Adapter interessant, der jeweils nur eine Hälfte der Doppeltrioden an- bzw. abschaltet (?). Idealerweise Anode, Gitter, Kathode schaltbar.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 4.06.2026 19:23
ziehe ich die 6dr7 rauscht es weiter am Hallpoti beim Drehen. aber das Tickern ist weg
ziehe ich die ECC83 ist das Tickern auch weg und es gibt ein leiseres Grundrauschen
ziehe ich beide ist alles ruhig, am Verstärker funktioniert dann halt nur ein Kanal

ich brauche nun erstmal Pause und schaue mir das in den nächsten Tagen nochmal genauer an

zum Test werde ich mal einen kleinen Kondensator über das Hallpoti legen
ich könnte auch probieren ob es etwas bringt wenn ich die Schirmung von der Signalleitung zur ECC83 von der Signalmasse trenne und sie auf das Gehäuse zu lege
und ich sollte mir möglicherweise auch den Anodenwiderstand an der ECC83 anschauen ob der eine Macke hat

ich berichte dann weiter
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 4.06.2026 19:46
ich habe gerade noch die in den Notizen zum Verstärker geschaut.
Als ich das Ding bekam gab es am Gitter der Recoveryhälfte der ECC83 einen 200K auf Masse der nicht im Schaltbild vorhanden ist.
Weil der nicht original aussah hatte ich den einfach entfernt.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Röhre69 am 5.06.2026 08:07
Evtl. die Hochspannungsversorgung der ECC83 (V2a und V2b) mit einem zusätzlichen RC-Glied "abpuffern" bzw. damit vom Rest entkoppeln. Dadurch sinken zwar die Anodenspannungen ein bisschen, dürfte aber keine gravierende Auswirkungen auf den Sound haben.

Startwerte z.B. 5,6 kOhm und 100 µF (bei meinem HIFI-Stereo-Preamp mit 1 x ECC88, 2 x ECC83, 3 x ECC81 habe ich jede einzelne Doppeltriode so entkoppelt und das Motorboating war weg  :headphone:)

Wahrscheinlich überflüssig zu erwähnen: Beim R auf ausreichend W  und beim C auf ausreichend V achten
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Röhre69 am 5.06.2026 08:25
Zitat
Sowohl als auch
egal ob am Switch kurzgeschlossen oder offen hat es gerauscht

und

Zitat
Als ich das Ding bekam gab es am Gitter der Recoveryhälfte der ECC83 einen 200K auf Masse der nicht im Schaltbild vorhanden ist.
Weil der nicht original aussah hatte ich den einfach entfernt.

Klingt plausibel und erfolgsversprechend, den 200k wieder zu installieren.

Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 5.06.2026 16:37
Danke!. Ja die eine Hall-Hälfte der ECC83 über ein RC- Glied zu entkoppeln hört sich vernünftig an, selbiges kann dann auch für die 6dr7 geschehen, das kann sowieso nicht schaden.

Zuvor werde ich den 200K aber wieder einbauen und testen ob sich etwas verändert hat.

Ich habe nach einem alternativen Schaltplan zu dem Amp gesucht, werde aber nicht fündig.

Es gibt den Verstärker auch als Super Deluxe 50R mit 4 EL84, dort ist aber der Hall anders beschaltet und das Tremolo ist dort ein Vibrato mit Varistoren

https://www.electroyou.it/forum/download/file.php?id=57507&sid=0eb7840ea04522c5b9f89ba9cb1c4f66&mode=view

edit: die 6dr7ist ja schon von der Vorstufe entkoppelt, da brauche ich nichts tun
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 11.06.2026 15:49
Der 200K und auch ein zusätzliches RC Glied brachten keine Verbesserung

Aber das Tuckern habe ich nun wegbekommen nachdem ich den Schirm der Hallausgangsleitung und auch die Hallbuchse vom Massebus getrennt habe und auf die Gehäusemasse gelegt habe

Nun bleibt noch das Rauschen des Hallpotis bei Betätigung.  Damit kann ich aber vorerst leben da es praktisch auf einer festen Einstellung bleibt und keinen negativen Einfluss auf den Klang hat.

Mich stört nun noch die Unsauberkeit vom Tremolo bei Intensity 75% bis Maximum, das hört sich etwas trashig und unsauber geclippt an.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 11.06.2026 17:01
Habe gerade einen Thread in einem anderen Forum gelesen, bei dem sich nach vielen Posts schließlich herausstellte, dass der "Motorboot-Effekt" von einem Router in der Nähe kam.

Wenn ein Poti ohne DC kratzt, liegt es wohl am Poti selbst (verschmutzt, korrodiert oder Kohlebahn löchrig).
Kennt man ja auch von Gitarrenpotis.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 11.06.2026 17:45
Das alte Poti wurde nun schon zweimal gegen ein neues getauscht,

es ist nicht die Leiterbahn, die getauschten Potis funktionieren woanders geräuschlos

auch ein kleiner Kondensator über dem Poti ändert nichts
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 11.06.2026 20:11
Ich würde mal versuchen, das Gitter der Aufholtriode vom Hallpotischleifer für DC zu entkoppeln.
Dazu zwischen Schleifer und Gitter einen (z.B. 10nF) Kondensator einfügen und  einen 1M Gitterableitwiderstand vom Gitter nach Masse ergänzen.

Ich finde es generell ungünstig, dass das Hallpoti am Eingang und nicht - wie üblich - am Ausgang der Aufholstufe ist. 
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 11.06.2026 21:41
Ich würde mal versuchen, das Gitter der Aufholtriode vom Hallpotischleifer für DC zu entkoppeln.
Dazu zwischen Schleifer und Gitter einen (z.B. 10nF) Kondensator einfügen und  einen 1M Gitterableitwiderstand vom Gitter nach Masse ergänzen.

Ich finde es generell ungünstig, dass das Hallpoti am Eingang und nicht - wie üblich - am Ausgang der Aufholstufe ist.

ich werde es ausprobieren

danke!
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 12.06.2026 07:42
Die Kathodenspannung bestimmt den Bias der Trioden.
Für annähernd gleiche Kathodenspannungen bei getrennten Kathoden sollten die Werte der Kathodenwiderstände verdoppelt werden.

Nun hat so eine 6dr7 ja zwei sehr ungleiche Systeme

der verbaute Wert von 100 ohm wirkt sehr niedrig im Vergleich zu dem was man an einer ECC83 meistens sieht

ich versuche gerade zu verstehen ob die Triode für Tremoloeffekt ungünstig gebiast ist

Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 12.06.2026 14:44
Du hast recht.
Bei unterschiedlichen Systemen müssen die Kathodenwiderstände so gewählt werden, dass sich jeweils dieselbe Kathodenspannung einstellt wie mit gemeinsamem Widerstand. Bedeutet unterschiedliche R-Werte.
Anstatt aufzutrennen, würde ich mal testen, was ein größerer Kathodenelko bringt.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 12.06.2026 17:12
die Tremolohälfte muss eigentlich nur den LFO zum laufen bringen, ich glaube dort braucht es nichtmal zwangsweise einen Kathodenelko
darüberhinaus kann ich mir irgendwie vorstellen dass diese Hälfte vll zu hart rangenommen wird, was dann möglicherweise negative Auswirkungen auf das Signal hat

aber der Halltreiber braucht den Elko ganz sicher

momentan ist dort ein 47uF parallel zum 100R

ich vermute dass diese 6dr7 dort aus reinen Sparmaßnahmen verbaut wurde. Halltrafo sparen und noch ne Triode für das Tremolo ist frei
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 12.06.2026 17:24
die Tremolohälfte muss eigentlich nur den LFO zum laufen bringen, ich glaube dort braucht es nichtmal zwangsweise einen Kathodenelko..

Oh doch, gerade der LFO braucht einen ausreichend großen Kathodenelko, sonst ist die Verstärkung bei den niedrigen Tremolo-Frequenzen (z.B. 5Hz) nicht ausreichend, um zu schwingen. Kann gar nicht groß genug sein.
Außerdem verhindert ein großer, gemeinsamer Elko Verkopplung und Übersprechen.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 12.06.2026 17:46
Ich verstehe dass sich ohne einen Elko die Verstärkung verringert, durch die dann lokal vorhandene Gegenkopplung

Bei einer ECC83 müsste es wegen ihrer hohen Verstärkung gehen. Aber wenn die ECC83 100 hat, hat die entsprechende Hälfte der 6dr7 nur irgendetwas über 60.

Mein Gedanke war dass es dort ohne den Elko sauberer klingen könnte, vorrausgesetzt der LFO schwingt noch.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 12.06.2026 18:03
bei diesem Modell der gleichen Firma sieht man ein ähnlich beschaltetes Tremolo an einer  ECC83 Triode ohne einen Kathodenelko

https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=21863.0;attach=52884;image
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 12.06.2026 21:05
bei diesem Modell der gleichen Firma sieht man ein ähnlich beschaltetes Tremolo an einer  ECC83 Triode ohne einen Kathodenelko

Kein Kathodenwiderstand - keine Gegenkopplung.

Was genau ist denn nicht "sauber"?
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 12.06.2026 22:25


Was genau ist denn nicht "sauber"?

Das Signal clippt sehr schnell, vor allem wenn Intensity auf Rechtsanschlag ist klingt es sehr unsauber, daher meine Vermutung dass was mit dem Bias nicht stimmen könnte
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 12.06.2026 22:44
ich bin schon am überlegen ob ich die Schaltung von hier übernehme wo das Tremolo ein Vibrato ist

https://www.electroyou.it/forum/download/file.php?id=57507&sid=0eb7840ea04522c5b9f89ba9cb1c4f66&mode=view

da ist der LFO unabhängiger und greift nicht biasmäßig ins Signal ein

allerdings weiss ich nicht ob dann das Netzteil noch passend dimensioniert ist wenn ich eine weitere ECC83 hinzufüge

und passende Varistoren zu finden könnte auch schwer werden

trotzdem fände ich es interessant, da ich sowas bisher nur bei diesen Magnatones gesehen habe
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 13.06.2026 00:29
Ich habe mir jetzt mal das Datenblatt der 6DR7 angesehen
 ( https://frank.pocnet.net/sheets/127/6/6DR7.pdf).
System 1 (Pins 6,7,8) ist eine Kleinsignaltriode, prädestiniert als Oszillator.
System 2 (Pins 1,2/3,9) hingegen ist eine 7W Leistungstriode (mit einem Verstärkungsfaktor von nur 6), gut geeignet als Halltreiber, wo Leistung benötigt wird. Damit ist auch der 100R Kathodenwiderstand plausibel.
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Paulecaster am 13.06.2026 07:15
ja plausibel für system 2

system 1 ist aber schon mit einer triode einer ECC83 vergleichbar, darum wundert mich dass da nicht 1K5 oder etwas ähnliches sitzt
Titel: Re: Amp zu leise
Beitrag von: Helmholtz am 13.06.2026 15:42
ja plausibel für system 2

system 1 ist aber schon mit einer triode einer ECC83 vergleichbar, darum wundert mich dass da nicht 1K5 oder etwas ähnliches sitzt

Der Arbeitspunkt jedes der beiden Systeme wird durch die gemeinsame Kathodenspannung bestimmt  (bitte mal messen) und diese ensteht durch den Spannungsabfall am 100R verursacht durch die Summe der Kathodenströme.
Da der Strom der Hallröhre vielfach größer ist (vielleicht 10-fach), bestimmt diese wesentlich den nötigen Kathoden-R und die gemeinsame Kathodenspannung.
Wenn man also die Kathoden trennt, muss man den Rk der Hallröhre nur unwesentlich (wenn überhaupt) vergrößern, während der Rk der LFO-Triode jetzt viel größer sein muss für die gleiche Kathodenspannung wie zuvor.