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Technik => Tech-Talk Amps => Thema gestartet von: Paulecaster am 19.01.2026 17:52
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Ich habe hier einen Galanti Electronics Instruments der ist meiner Ansicht nach etwas zu leise. Verglichen mit einem AC15 und mit einem MR1974.
Nun sagte mir jemand ich könnte den 100K Widerstand der hinter den beiden 220K auf Ground geht überbrücken.
Ist das richtig? Ich habe den Widerstand um den es geht im Schaltbild rot markiert.
(http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70637;image)
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In Blau was in dem Verstärker anders ist als im Schaltbild
auffällige Unterschiede:
ein 47K auf Ground zwischen der ECC82 V3A und V3B
statt 700K auf Ground 100K auf Ground hinter den Tonereglern
Der Kanal an Röhre V2a ist auch etwas leiser als der an V1a
Die Filterelkos weichen auch etwas vom Schaltbild ab 33µF 33µF und 22 µF statt 40µF 30µF und 20µF. Die Spannungen an den Filterelkos entsprechen in etwa denen auf dem Schaltbild.
Am Gitter von V2b Ausgang Reverb bzw 1M Reverb Intensity Schleifer baumelt ein 200K der mal offensichtlich auf Ground ging, Reverb funktioniert aber.
An den Anoden der EL84 sind 360V, An den Schirmgittern 250V. Über dem Kathodenwiderstand 7,9V. Dieser 100R misst sich mit 116R. Das wären dann ca. 32 mA pro Endröhre und somit ist Bias wohl passend eingestellt. Die Bleche glühen nicht.
(http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70639;image)
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Möglicherweise ist da auch alles richtig im Verstärker und es soll so sein wie es ist, es klingt ganz ordentlich für meinen Geschmack, aber mit einer Telecaster z.B. cruncht es halt erst bei Lautstärkeregler zu 90% auf. Das kenne ich so von keinem anderen Gitarrenverstärker mit ähnlicher Bestückung . Diese sind auch eine gute Portion lauter. Sämtliche Regler sind 1M log in dem Verstärker.
Toneregler ganz auf ist sehr spitz und reduziert dabei sogar etwas die Übersteuerung. Drehe ich den Toneregler zurück beginnt bei Lautstärke fast ganz auf der wohl originale alte Lautsprecher zu zerren aber nicht der Verstärker.
Kann man an der Schaltung etwas ungewöhnliches erkennen was den Verstärker möglicherweise drosselt?
Die ECC82 durch ECC83 ersetzt würde vielleicht frühere Übersteuerung bringen, aber keine Gesamtlautstärke. Laut Schaltbild ist hier eine ECC82 vorgesehen.
Ich werde morgen mal einen anderen Lautsprecher anschliessen. Möglicherweise hat dieser alte Lautsprecher einen sehr schlechten Wirkungsgrad.
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die 100k fungieren als Gitterableitwiderstände. Wenn Du die überbrückst, hast du den Amp gemuted. Normalerweise ist an der Position jeweils 1M. Dann sollte auch weniger Signal verloren gehen.
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Also bilden hier die beiden 220K mit 100K in Reihe die Gitterableitwiderstände. Sogesehen 320K. Und weil an die beiden 220k das Tremolo andockt ist hier noch der 100K in Reihe?
Bedeutet das dann, der 100K dürfte bis auf 780K erhöht werden? Wirft das den Kathodenbias nicht durcheinander?
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Hallo,
wenn du den rot markierten 100k brückst, schaltest du das Tremolo permanent aus. So wie das unten der Fußschalteranschluß macht.
Mit dem Kathodenbias hat das nichts zu tun.
Gruß Stephan
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Was bringt es, wenn man die Gegenkopplung auftrennt, also den 4.7k vom Ausgang ablötet?
Das sollte die Verstärkung deutlich erhöhen.
Ein AC15 hat meines Wissens auch keine GK.
Vergrößern der Gitterableitwiderstände bringt wenig, vielleicht 10% mehr Verstärkung.
Hat aber wahrscheinlich negative Auswirkung auf das Tremolo.
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Das werde ich probieren diese Gegenkopplung testweise aufzutrennen. Das ist erstmal am wenigsten invasiv.
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Das Auftrennen der Gegenkopplung hat richtig was an Lautstärke gebracht.
Ich habe dann auch noch zum Test die ECC82 gegen ECC83 getauscht, das bringt mehr crunch.
Desweiteren habe ich die Spannungen im Verstärker gemessen und grün eingetragen.
Die Anodenspannung ist in der Vorstufe sehr niedrig. Ich muss nun erstmal kapieren ob die Arbeitspunkte da auch normal eingestellt sind.
(https://www.tube-town.de/ttforum/index.php?action=dlattach;topic=25912.0;attach=70643;image)
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Moin...
da ist was schräg: wie kannst du direkt hinter der Gleichrichtung - am ersten Ladeelko 362 VDC haben und an der Anode der EL84 373 VDC ? :o
Hast die die Anoden-Rs von V1 mal geprüft? Die Kathoden-Rs sind ok (weil blau eingetragen)?
Gruß
Volka
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Hinter der Gleichrichtung ist nur der Ausgangstrafo der die Hochvolt zu den Anoden der EL84 bringt. Dann ist dort am Trafo etwas falsch oder an den EL84?
Ich überprüfe die Spannungen heute Abend nochmal.
Ich überprüfe auch noch die Widerstände an den Vorstufen ob sie vielleicht gedriftet sind. Blau eingetragen sind Werte die vom Ursprungsschaltbild ganz oben abweichen. Laut Schaltbild sollen an den ersten Röhren 1K7 bzw 2k7 an den Kathoden sitzen.
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Möglicherweise hat sich die Netzspannung zwischen den Messungen um etwa 4% geändert.
Das kommt schon vor.
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Ja das muss so gewesen sein , ich habe nun am ersten Elko 380V gemessen und an den Anoden der EL84 379V, die Heizung hat dabei dann 7,1V, Netztrafo steht aber schon auf 240V
bei der nun höheren Netzspannung hatte ich auch um 20V höhere Spannungen an den Anoden der Vorröhren und um 0,3V höhere Spannungen an den Kathoden
die 270K Widerstände an den Anoden der Vorröhren sind mit 265K bis 271K im Toleranzbereich
die 1K5 an den Kathoden messe ich mit 2 bis 2K1
an einer Fassung einer EL84 waren an Pin 6 die beiden 220 K der 100K nach Ground und der Tremolo Foot Switch gelötet,
beim Ansetzen der Messspitzen und abgeklemmter Gegenkopplung war dann das Tremolo im Lautsprecher am wabbern, mit Gegenkopplung nicht, mit Fussschalter auf Tremolo aus gab es beim Ansetzen der Messspitzen ein Fiepen im Lautsprecher
ich habe dann Pin 6 von sämtlichen Verbindungen befreit und diese zu einer Lötleiste umgesiedelt, nun ist da Ruhe bei abgeklemmter Gegenkopplung, nur ein leiser Knacks im Lautsprecher wenn ich die Messspitzen an die Anoden ansetze
an Pin 8 der gleichen EL84 waren 470K ein 2K2 ein 47K und 10nF verbunden. Auch das habe ich auf eine Lötleiste umgesiedelt
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Mit der Heizung 7,1V muss ich mir was überlegen. Ich hatte noch 1Ohm Widerstände aber die ziehen die Spannung zu weit runter.
Und die Endröhren werden nun bei 380V Anode und 8,45V über dem 116 Ohm verheizt.
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Moin...
hast du schonmal hier geschaut? http://www.valvewizard.co.uk/heater.html
Gruß
Volka
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ja, dort hatte ich geschaut. Ich komme auf 2xEL84 1,52 A + Ez 81 1A + 3x Ecc83/82 o.9A + 6DR7 o.9A = 4,32A Heizstrom. Nun will ich Pi mal Daumen 0,7 Volt runter, das geteilt durch die 4,32A ergibt 0,16 Ohm bei am besten 5W die ich da in Serie schalten muss. Mit 1 Ohm Widerständen sind das ca 7 Stück parallel ;D in einer Heizleitung. Ich habe es testweise so drin. Das funktioniert, sieht aber etwas unschön aus.
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..und die Dioden/Brückengleichrichter-Variante kommt nicht in Frage?
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Doch das würde auch in Frage kommen, allerdings habe ich keine brauchbaren Dioden herumliegen. Aber ich habe Brückengleichrichter die ich noch identifizieren muss.
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Diese Dioden 10SQ050 sind dem Anschein nach ür bis zu 10A Nennstrom ausgelegt. Damit könnte ich es probieren.
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Moin...
wenn ich das richtig verstanden habe ist bei diesen Dioden aber der Voltage-Drop geringer: ca. 0.3 Volt.
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Diese Dioden haben ca. 0,5V Voltage drop und es würde bei einem Einsatz von 2 Dioden eine Reduktion um ca. 1V geben.
Das würde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
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Zum Reduzieren der Wechselspannung braucht man 2 antiparallele Dioden.
Für 1V Drop also 4 Dioden, aber 0.5V weniger reicht völlig.
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Ja klar...mit 0.5 V weniger bist du im grünen Bereich. Ich würde es einfach mal ausprobieren und dann mal sehen wo man landet.
Ich hatte gelesen, dass diese Dioden unterhalb von 20 V einen Drop von 0.3 V haben und erst oberhalb von 20 V bis eben 50 V den 0.5 V Drop haben... kann mir aber nicht vorstellen, dass es da eine harte Grenze bei 20 V gibt, sondern dass diesen Angaben ein fließender Übergang zu Grunde liegt.
Gruß
Volka
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Die Diodenspannung in der Sperrphase hat keinen Einfluss auf die Flussspannung.
Alles Nötige steht im Datenblatt.
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Ja, Meister..!
Die Dioden werden sich natürlich an das Datenblatt halten bzw, danach richten...
Und hier der Text meiner "Info":
Product Details
Material: Semiconductor; 10A 50V; Body Dimension: 9 x 9mm/0.35 x 0.35 inch(D*L), Each Total Length: 6.2cm / 2.44 Inch; Packing List:5 x Schottky Rectifiers Diode
Advantage: Schottky rectifiers diode have a lower forward voltage drop and can result in reduced power losses and improved efficiency; high temperature tolerance can operate at higher temperatures without significant performance degradation; and fast switching speed allows for rapid switching between conducting and non-conducting states making them suitable for high-frequency applications.
Instruction: 1 When the voltage is < 20V, the voltage drop reference value: is <0.3V. When the voltage is 20V-50V, the voltage drop reference value of the 20v-50v model is <0.55V. When the voltage is 60V-100V, the voltage drop reference value of the 60V-100V model is <0.8V. 2 Temperature Junction: -55°C ~ 200°C
Application: The schottky rectifiers diode is widely used in high-frequency rectifiers, switching circuits, voltage regulators, power management, etc. It provides efficient power conversion and control functions.
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Diese "Info" klingt nicht seriös. Quelle?
Die Flussspannung einer Diode hängt nur vom Durchlassstrom (und der Temperatur) ab.
Diagramm im Datenblatt.
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https://www.varnoralane.com/product-p-520143.html
Klugscheißen hin oder her.... es geht mir nur darum zu helfen. Und wenn sich das erhoffte Ergebnis nicht einstellt weil eine seriöse oder unseriöse Info vorenthalten wurde, hat man das Gefühl nicht genug geholfen zu haben!
Wie auch immer, ich denke das reicht mir jetzt hier...!
Gebt den Datenblattlesern das Kommando...die winken euch, wenn ihr ein Problem habt, mit ihren Blättern alle Sorgen weg!
in diesem Sinne
ph. u.
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..und wenn man keine technischen Argumente hat, fängt man einfach an, andere (die übrigens auch nur helfen wollen) zu beleidigen.
Das Marketing-Geschwafel in dem Link ergibt bestenfalls Sinn, wenn es sich auf Dioden mit unterschiedlicher Sperrspannung bezieht.
Hier ist das Datenblatt:
https://www.mantech.co.za/Datasheets/Products/10SQ050-230630A.pdf
Die Flussspannung entnimmt man dem Diagramm "Typical Forward Characteristics", wobei man beachten muss, dass der Spitzenwert des Stroms (also Effektivwert mal 1.41) zu verwenden ist.
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Ruhig, alles ist gut.
Wir wollen Alle nur helfen.
Bitte um Nachricht, sobald Veränderungen bei der Heizspannung zu messen sind (durch welche Maßnahme auch immer).