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Technik => Tech-Talk Amps => Thema gestartet von: schmitzalex am 1.03.2026 10:59
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Hallo,
Zur Zeit repariee ich einen alten Dynacord DA15/N von ende der 50er Jahre. Dieser hat keinen Klinkeneingang, sondern einen Holstester wie im Bild zu sehen. Kennt jemand diese Anschlüsse? Waren das damals die Gitarrenstecker?
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Hi
Kannst Du mal ein Bild von der Umgebung der Buchse machen bzw. von der ganzen Frontplatte ... ? Zu welchem Eingang gehört die Buchse (Ist ja ein Mischverstärker) ? Sieht mir doch sehr nach Rumgewerkel an der Buchse aus ...
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Die Buchse gehört zum Gitarreneingang TO1. Da ich auch auf Bildern anderer Verstärker diesen anschluss gesehen habe denke ich das die Buchse original ist.
https://img.kleinanzeigen.de/api/v1/prod-ads/images/4d/4d79c0f6-3959-48ff-b093-ba3709314591?rule=$_57.AUTO (https://img.kleinanzeigen.de/api/v1/prod-ads/images/4d/4d79c0f6-3959-48ff-b093-ba3709314591?rule=$_57.AUTO)
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okay, dass sind alte 6,0mm Buchsen aus den 50ern. Grundig hat so etwas auch verwendet. Passende Stecker sind wohl sehr selten geworden, die Buchsen gibt es bestimmt auch nicht mehr neu.Hier kannst Du etwas drüber nachlesen:
https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=15000
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Es handelt sich nicht um einen Klinkenstecker wie bei dem Tonbandgerät. Der Stecker muss innen hohl sein, die Buchse hat einen Pin in der Mitte.
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nicht zwangsläufig.
Alte Telefonstecker aus Post-Vermittlungen waren gleich/ähnlich und die Buchsen hatten z.T. den Pin auch in der Mitte. Auch die alten BW Feld-Vermittlunegen hatten die. Der Stecker rastete dann natürlich nicht ein und das war bei denen auch nicht gewünscht. Das wäre bei den vielen Steckvorgängen auch nicht lange gutgegangen Die schoben ihn manchmal auch erst erst halb rein und da hing er dann in Bereitschaft (z.B. bei häufigen Vermittlunegn eines Kunden oder eines Empfängers) und dann bei Verbindungsherstellung erst ganz. Das ging dann viel schneller. Die " Damen vom Amt" waren da teilweise extrem virtuos.
Kann man den genauen Innendruchmesser ermitteln? Wenn es die besagten 6,0 mm sind, dann trifft meine Vermutung wohl zu. Aber es dab damals ja auch noch keine Normen (die gibt es ja eigentlich bis heute nicht, genau genommen), wer weiss, was die damals verbaut haben. Meist einfach das, was verfügbar war.
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Die alten Vermittlungsstecker sahen ebenfalls ander aus. Hier sieht man einen solchen Anschluss nocheinmal deutlich:
https://www.cliff-shadowsmeeting.eu/wp-content/gallery/dynacord-buizen-combo-met-code/Dynacord-DA15V-1957-rood-display..jpg
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okay, das Bild ist wirklich besser, hast recht. Ist wirklich ein Hohlstecker. Es waren damals ja extrem viele unterschiedliche Stecker verbreitet, deshalb meine Vermutungen. Hohlstecker hab ich in solchen Anwendungen allderdings noch gar nie gesehen. Im DA 15 waren fast immer Diodenbuchsen drin, auch für den TO1, oder schon Klinkenbuchsen.
Evtl. musst du halt passende Hohlstecker ausprobieren und dann ein Kabel damit anfertigen oder die Buchse austauschen durch eine gängige. Ersteres wäre wolh authentischer, da man nix am Gerät verändert (auch falls er nicht schon andereitig verbastelt ist), zweiteres wohl alltagstauglicher und evtl. auch mechanisch/NF-technisch sicherer.