Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Design & Konzepte => Thema gestartet von: cash667 am 7.04.2026 21:30
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Ich arbeite gerade an einem 100W Amp mit 4x 6L6GC und 2 getrennten Vorstufen (1x Lead Channel alá modded JCM800 und 1x clean Channel mit 2 Gainstages inkl. Kathodenfolgern und Bench Tonestack etc..), Details dazu im Laufe des Threads gern mehr.
Der Amp ist auch soweit aufgebaut und läuft, ich habe aber noch ein Paar Themen bei der Spannungsversorgung und Heizung, hauptsächlich weil es noch zu viel brummt. Anbei der Schaltplan der PSU. Ggf. ersetze ich den ersten Filterwiderstand noch mit einer Drossel..
Grundsätzlich ist das ein Fender Twin Reissue PT mit 350V , 50V und 6,3V Wicklung, alle ohne CT.
Heizung mache ich komplett mit AC und Symmetrierung der 6,3V Wicklung über 500R Poti, aktuell noch auf Ground referenziert. Zusätzlich habe ich noch einen Spannungsverdoppler (Delon Schaltung) an der 6,3V Wicklung der über einen 12V LDO Regler nur Relais versorgt. Die 12V DC sind erstmal soweit Potentialfrei, auch die Klinkenbuchse für den Fußschalter ist isoliert.
Jetzt würde ich gern die Heizung auf ca 50V hochlegen in dem ich, wie bekannt, den Tap vom 500R Poti auf entsprechendes DC Potential (über Spannungsteiler aus der HV) lege.
Was ich mir gerade nicht ganz vorstellen kann ist, was die Delon Schaltung dazu sagt? Kann man das dann überhaupt machen?
LG
Chris
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Keiner ne Meinung dazu?
Ich habs mal in LTSpice versucht zu simulieren (siehe Bild). Die Heater Elevation habe ich mit einer 2. Spannungsquelle mit 60V DC simuliert.
V001 und V002 ist jeweils an den "Außenseiten" von R1 und R2 gegen Masse (Gesamt GND) gemessen, also am Ende die Wechselspannung der Heizung / 2
V(002-006) ist vorm LDO gegen dessen GND gemessen, V(003-006) ist am Ausgang des LDO gegen dessen GND gemessen. Da der LDO keine Verbindung zur eigentlichen Masse hat ist dieser Teil "schwebend". Damit sollte es funktionieren. Meine Bedenken bei der ganzen Sache gehen in Richtung Spannungsfestigkeit der Elkos und des LDOs (in dem Falle für beides ca 35V). Die 60V DC Elevation liegt aber auf Masse und hat damit (theoretisch) keine Relevanz bei den Elkos. Man muss also sicher stellen, dass die 12V DC nie einen Bezug zur Masse bekommen.
Würdet ihr das auch so sehen?
Die Buchse für den Fußschalter ist komplett isoliert. Die Relaisspulen sind auch potentialfrei verkabelt.
Könnte natürlich durch einen komischen Umstand/Fehler sein, dass ein Fußschalter mit Metallgehäuse intern den Ring der Klinke mit dem Gehäuse verbunden hat und irgendwie an ein geerdetes Teil kommt, dann hätte man einen Massebezug der 12V DC Schaltung... das ist aber äußerst unwahrscheinlich..
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Hallo Chris,
ich teile deinen Gedankengang.
1.) Die 12V dürfen keinen Massebezug sehen, damit das ganze funktioniert.
2.) Das muss somit leider für die Praxis sichergestellt werden und hier liegt das Problem - sobald die Spannung den Amp verlässt, ist fast vorprogrammiert, dass irgend ein Anwender das irgendwann schafft.
Für irgendeine Spannung, die nur im Amp verwendet wird, würde ich es wie du machen, wenn es keine einfache Lösung für eine zusätzliche Spannungsversorgung gibt. Aber da die Spannung für den Fußschalter den Amp verlassen muss, würde ich mir etwas anderes überlegen.
Gruß, Peter
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Hi Peter,
Vielen Dank für deine Antwort!
Da ich den Amp hauptsächlich für mich baue und der wohl den Großteil seines Lebens in meinem Wohnzimmer verbringen wird, halte ich die Gefahr der Fehlanwendung für gering. Bevor die Frage kommt warum ich das Ding überhaupt baue - ich hatte noch ein paar Teile (z.B. OT und Preamp Platinen) da und wollte ein paar Sachen ausprobieren. Bei mir ist eher das Basteln das Ziel ;)
Aber vielleicht spiele ich ihn dann doch regelmäßig als Bassamp, wenn mein 50W Amp doch zu „klein“ wird, mal schauen.
Zurück zum Thema: Ich bin eigentlich auch Freund von „Idiotensicheren“ Designs.
Die Frage ist also nicht ob der Fehlerfall eintritt sondern was dann passiert.
Hier überlege ich ob man was mit einer Z-Diode machen könnte die eine Selbstrückstellende Sicherung auslöst. Z.b. ne 20V Z-Diode die groß genug dimensioniert ist, damit die nicht abraucht und die Sicherung dann greift.
Hierbei ist für mich hauptsächlich die Zeitliche Komponente interessant, da es im Fehlerfall eine Auslösezeit gibt. Die elkos werden das wahrscheinlich noch am ehesten mitmachen, beim LDO muss ich nochmal im Datenblatt schauen ob der kurzfristige Spannungsspitzen aushält.
Ich hätte einfach Relais mit 6V Spulen kaufen sollen…aber ich hatte eben noch die 12V Versionen da und wollte sie verwenden. Mein PT hat leider nur die 3 Sekundär Wicklungen 350V, 50V und 6.3V.
Natürlich hätte ich mir die 12V für die Relais auch aus der HT holen können, aber das finde ich irgendwie ungünstig und unter Last ist mir der Spannungsfall dann zu groß. (im Clip geht der Amp von ca 420V HT auf 395V runter)
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N'Abend,
hast Du schon mal an Greinacher statt Delon gedacht? https://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsverdoppler (https://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsverdoppler) ... damit ist der Massebezug klar.
Oder Du packst einfach noch einen kleinen Steuertrafo irgendwo ins Chassis mit rein. Wenn es keine Serie werden soll und bei dem einen Einzelstück bleibt, spielen die paar Euro ja auch keine Rolle mehr.
Ciao Sebastian
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hast Du schon mal an Greinacher statt Delon gedacht?
Moment ... ich muss mich hier selber korrigieren. Der Greinacher löst natürlich Dein Problem nicht. Somit halte ich den kleinen Zusatztrafo für die beste Lösung. Mir wäre auch nicht wohl dabei, eine Versorgung, die irgendwie mit einem Spannungsteiler an HV hängt, nach aussen zu führen ... lass den unteren Widerstand des besagten Spannungsteilers brechen/offen werden und jemand einen Klinkenstecker mit Metallgehäuse einstecken. Da ist dann das Gehäuse des Fussschalters auch egal.
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Hi Sebastian,
Ja die verdoppler Schaltung ansich ist gar nicht das Problem, sondern die Heater elevation der 6,3V Wicklung die für beides genutzt wird.
Na klar wäre ein kleiner Zusatztrafo das einfachste, aber ich hab meine Netzteilplatine soweit fertig und möchte nicht ganz von vorn anfangen.
Ich hab das ganze mal mit ner TVS Diode 1.5KE22A und ner Polyfuse 400mA vor dem LDO aufgebaut. Die TVS ist so schnell das selbst die recht „große“ Sicherung sofort auslöst wenn man den 12V DC Ground mit Masse verbindet. Der Heater ist jetzt auf 55V DC angehoben.
Aber ich geb euch recht, so richtig bullet proof ist das nicht. Die heater elevation hat auch ehrlicherweise nichts gebracht was die Geräuschkulisse angeht, bringt natürlich die kathodenfolger in den Rahmen ihrer Ufk Grenzwerte. Ich überlege nochmal wie ich das Thema Fußschalter ggf. anders löse.
Danke euch!
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Fußschalter selber aus isolierendem Kunststoff bauen?
Optokoppler?
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Fußschalter selber aus isolierendem Kunststoff bauen?
Wenn da nicht dieser doofe Klinkenstecker wäre, der dazu einlädt, irgendwas einzustecken. ;D ... Vielleicht sehe ich das aber als Entwickler in der Medizintechnik auch zu kritisch ... aber da sollte es immer eine proprietäre Steckverbindung sein, wenn das eingesteckte Teil irgendeine sicherheitsrelevante Eigenschaft hat. Und das leistet die Klinke sicher nicht.
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Der günstige Fußschalter vom großen T hat direkt ein Kabel dran und das Gehäuse ist potentialfrei. Da muss schon was kaputt gehen. Den verwende ich auch in einem anderen Amp.
Über Optokoppler hab ich auch schon nachgedacht, aber auch der „Steuerkreis“ der Leuchtdiode braucht eine Spannung die irgendwoher kommen muss. Und da sind wir am Ende wieder bei den gleichen Themen, diese Spannung wird irgendein Potential haben und aus 350V, 50V oder den angehobenen 6,3V generiert werden müssen.
Es geht hier auch gar nicht mehr drum das es grundsätzlich funktioniert, sondern die Fuschalter Verbindung absolut Failproof wird… :D
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Es geht hier auch gar nicht mehr drum das es grundsätzlich funktioniert, sondern die Fuschalter Verbindung absolut Failproof wird.
Ich gebe zu, dass ich beruflich vorbelastet bin. Aber mein Anspruch ist, dass alles, was nicht nur ein Mock-Up auf dem Basteltisch ist, sondern irgendwie wie ein fertiges Produkt aussieht und auch so verwendet wird (auch von anderen), den einschlägigen Vorschriften entspricht.
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auch der „Steuerkreis“ der Leuchtdiode braucht eine Spannung die irgendwoher kommen muss. Und da sind wir am Ende wieder bei den gleichen Themen, diese Spannung wird irgendein Potential haben und aus 350V, 50V oder den angehobenen 6,3V generiert werden müssen.
Klar, Steuerkreis muss aus einer anderen, ungefährlichen Spannungsquelle versorgt werden, sonst macht der Optokoppler keinen Sinn. Habe da an Batterie/Akku gedacht. Sollte auch einige Zeit halten, da die LED wohl nicht all zu viel Strom "verbraucht".
Oder irgendwas mit Glasfaserkabel?
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Ich gebe zu, dass ich beruflich vorbelastet bin. Aber mein Anspruch ist, dass alles, was nicht nur ein Mock-Up auf dem Basteltisch ist, sondern irgendwie wie ein fertiges Produkt aussieht und auch so verwendet wird (auch von anderen), den einschlägigen Vorschriften entspricht.
Bin ich absolut bei dir. Allein schon aus Interesse an der Lösungsfindung. Ich sagte ja, basteln steht bei mir im Vordergrund.
Ich glaub die Variante mit der TVS ist schon gar nicht schlecht.
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Klar, Steuerkreis muss aus einer anderen, ungefährlichen Spannungsquelle versorgt werden, sonst macht der Optokoppler keinen Sinn. Habe da an Batterie/Akku gedacht. Sollte auch einige Zeit halten, da die LED wohl nicht all zu viel Strom "verbraucht".
Oder irgendwas mit Glasfaserkabel?
Hier bin ich mit gerade nicht sicher ob das Ironie ist? :D wenn ja, siehe Beiträge vorher. Ist eher das Interesse an der Lösungsfindung als das pragmatische aufbauen eines Amps.
Wenn nein: Also sowohl Akku als auch Glasfaserkabel… näää
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Hallo und jetzt mal meine 5cent:
Warum baust Du nicht einen kleinen, fertig aufgebauten LED Trafo ein (12V Schaltnetzteil) in deinen Amp ein?
Dann kannst Du alle Vorstufenröhren auf 12V Gleichspannung laufen lassen, was auch das Brummen reduziert.
Zusätzlich kannst Du deine Schaltmatrix oder evtl. Relais mitversorgen.
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Ja so ein kleines Schaltnetzteil wäre einfach…
Aber ich glaube gar nicht nötig. Ich hab die heater elevation wieder rausgeschmissen und die Heizungssymmetrierung wieder auf Masse referenziert. Hat dahingehend einfach überhaupt nichts besser gemacht.
Die Kathodenfolger haben damit wieder ein recht hohes Ufk Potential, das habe ich jetzt erstmal mit senken der Anodenspannung an V1 und V2 reduziert. Kathoden liegen jetzt auf ca 160V, die ECC83 darf 180V Ufk. Zumindest ist das mal innerhalb der Specs und hat bisher keine hörbaren Nachteile.
Ich hab auch die komplette Vorstufenheizung an eine externe DC Quelle (Batterie) gehangen, das hat auch nicht wirklich was gebracht. Also kommt mein Brummen eher nicht aus der Heizung. Sind auch eher 100hz und 200hz.
Deutet also auf Gleichrichter bzw. unsaubere Anodenspannung hin.
Was interessant ist: ich habe 2 Vorstufen Kanäle die über Relais geschaltet werden, und zwar Eingangs- und Ausgangsseitig. Jeder Kanal hat seinen eigenen Master und geht danach auf das Relais.
Wenn ich für den Clean Kanal am Humdinger auf minimale Geräusche drehe ist das schon ganz gut, schalte ich dann um auf den Lead Kanal, dann brummt der deutlich bei 100Hz. Aber auch den bekomme ich über den Humdinger nahezu ruhig, nur in einer anderen Stellung. Dann brummt der clean Kanal wieder…
Jemand ne Idee?
Ich weiß, ich muss mal Schaltpläne einstellen. Aber die muss ich erstmal zeichnen. Habe die Schaltung auf meinen fertigen Preamp Platinen modifiziert und das noch nicht aufgezeichnet. Reiche ich demnächst nach.
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Was interessant ist: ich habe 2 Vorstufen Kanäle die über Relais geschaltet werden, und zwar Eingangs- und Ausgangsseitig. Jeder Kanal hat seinen eigenen Master und geht danach auf das Relais.
Wenn ich für den Clean Kanal am Humdinger auf minimale Geräusche drehe ist das schon ganz gut, schalte ich dann um auf den Lead Kanal, dann brummt der deutlich bei 100Hz. Aber auch den bekomme ich über den Humdinger nahezu ruhig, nur in einer anderen Stellung. Dann brummt der clean Kanal wieder…
100 Hz oder 50 Hz?
Wenn´s 50 Hz sind dann ist das von dir geschilderte Verhalten normal. Streng genommen müsste jede Heizung einen eigenen Trafo und ein eigenes Symmetrierpoti haben, damit das auch perfekt funktioniert. Dazu gibt´s hier einen Thread, weiß aber nicht mehr wie der heißt.
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Am deutlichsten sind die 100Hz. Da aber vor allem im Lead Kanal am Anfang stark gefiltert wird durch kleine Koppel Cs, kann die Ursache dafür natürlich trotzdem bei 50Hz liegen. Ich wüsste sonst nicht, wie die Heizungssymmetrierung Einfluss auf ein durch Gleichrichter-brumm erzeugtes 100Hz haben sollte?! Ich hab auch mal die Siebkapazität am Anfang der Siebkette verdoppelt, hat keine Änderung gebracht.
Getrennte Heizung ist so erstmal nicht möglich. Jetzt könnte man natürlich nochmal das Thema mit dem kleinen 12V Trafo aufgreifen und den kompletten lead Kanal mit 12V DC seriell heizen, der Clean Kanal bleibt auf der AC Heizung, der hat ohnehin nicht so einen hohen Gain.
Ich könnte auch mal testen was meine Delon Schaltung so an Strom abkann, ggf schafft die die 300mA für die beiden ECC83 in der Lead Vorstufe. Aber da wäre man wahrscheinlich wieder zu nah am Potential der 6,3V AC.
Mal schauen wie ich Lust habe, ggf mach ich das mit dem extra 12V Trafo noch.
Anbei erstmal wie versprochen der Schaltplan von Vor- und Endstufe. Netzteil ist da nicht mit drin (Pinbegrenzung in meiner Target Version), aber das hatte ich hier ja schon mal gepostet. Die HT Versorgung ist wie folgt:
340V AC -> Brückengleichrichter GBU4J -> 100uF + 100uF parallel -> Anodenspannung -> 470R + 50uF -> G2 Spannung -> 1k + 50uF -> PI -> 10k + 50uF -> V2 -> 2,7k + 50uF -> V1
Im Anhang auch ein paar Bilder. Der Schaltungsaufbau ist etwas wild, da ich bestehende Platinen angepasst habe. Ist nicht ideal, ich weiß. Der liegende Trafo ist auch nicht im Chassis versenkt sondern mit Abstandshaltern aufgesetzt, da ich den Platz unterm Trafo im Gehäuse für die "Netzteilplatine" brauchte. Das Bild von "innen" ist auch schon ein paar Wochen alt, mittlerweile ist es aufgeräumter. Aktuelles Bild kommt, wenn alle Potis wieder drin sind, warte aktuell auf den Front Druck. Die Röhren sind alles gebrauchte Röhren aus der Bastelkiste. Für die V1 Positionen beider Kanäle hab ich was frisches bestellt, kommt am Montag.
Das auf den Bildern zu sehen Gehäuse habe ich vor Jahren nur mal als Deko fürs Wohnzimmer gebaut - das ist einfach nur aus Möbel Brettern ausm Baumarkt zusammengeschustert. Hat also nie den Anspruch einer "ernstzunehmenden Headshell" gehabt. Aber ich werde es trotzdem für den Amp nutzen, stabil genug ist es.
Meine aktuellen Problemstellungen neben dem Brummen:
- das Volume Poti vor V1 im Clean Kanal (CH2) ist nicht ideal. Bildet mit der Miller Kapazität von V1a natürlich einen variablen Lowpass. Auch mit Bypass C ist mir das über den gesamten Regelweg nicht linear genug, zumal ich den gern schaltbar als "Ultra Hi" habe. Ich habs jetzt so, dass der F-Gang vom Clean Kanal (gemessen am 2Ohm Ausgang) bei Volume Stellung 1/4-1/2 relativ flat ist (70Hz-8kHz +/- 1dB; siehe Bild). Ich würde gern das Volume Poti von 1M auf 500k verkleinern, um das Problem etwas weiter nach "oben" zu verschieben. Das Poti liegt aber ja auch mit dem Grid Leak 1M vom Input parallel und bestimmt somit auch die Eingangsimpedanz des Clean Kanals. Ich befürchte das wird irgendwann zu niederohmig? Oder was für einen Grenzwert würdet ihr für einen Input, der noch unter High-Z durchgehen soll setzen?
Das Volume Poti direkt vor oder hinter den Bench-Tonestack zu setzen hatte ich schon getestet, das hat dann dort wieder zu viel Einfluss auf die Filter, vor allem mit nem schaltbaren bright C. Von daher würde ich es gern am Anfang belassen... Ich möchte, dass der Kanal so flat wie nur möglich mit allen Potis auf Mittelstellung ist - und das möglichst bei einem weiten Bereich an Volume Pegeln. Ich weiß, flat EQ klingt bei Gitarre und Bass meist nicht geil, aber das ist einfach so eine Sache die ich machen möchte. Durch die vielen Klangeinstellmöglichkeiten kann man dann hier in alle Richtungen drehen.
- Der Gain im Lead Kanal ist für die Verzerrung zwar sehr geil, aber ich kann den Master vom Lead Kanal kaum 1/4 aufdrehen und wir sind schon kurz vor Kernschmelze. Hatte dafür schon den 470k Attenuator an den Eingang von Master gehangen aber das ist ja eher kosmetisch. Wie kann ich hier ernsthaft Pegel reduzieren ohne mir den Klang zu versauen? Vorm Master nochmal einen heftigen -20dB Spannungsteiler, hochohmig alá 1M-100k?
Ich hab bestimmt noch mehr...fällt mir aber gerade nicht ein.
EDIT: Schaltplan neu hochgeladen, waren noch ein paar Fehler drin..
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und hier noch die Bilder
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Hallo und Danke für die Bilder.
Eine Ferndiagnose ist für mich sehr schwierig, da der Aufbau und die Anordnung der Kabel und die Leitungsführung sichtlich nicht optimal ist.
Mein Tipp: strukturiert einzelne Stufen wegnehmen, Kanäle sauber trennen, Heizung aller Vorstufenröhren erstmal komplett mit Gleichspannung versorgen und dann Stufe für Stufe suchen.
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Hi,
Ja wie gesagt, ich weiß mein Aufbau ist nicht optimal.
Die Heizung der Vorstufe habe ich komplett extern DC versorgt- macht keinen Unterschied. Auch wenn ich die Heizung im Betrieb mal kurz abklemme- Brummen bleibt. Für ein paar Sekunden reicht ja die Hitze in der Kathode um weiter zu funktionieren.
Wird also irgend ein Thema der Leitungsführung sein, was irgendwo Brummen aus dem Trafo oder der anderen AC Leitungen einfängt. Ggf. auch die Anodenspannung, werde mal eine Drossel besorgen und schauen, ob das was ändert.
Den Trafo als solchen hört man übrigens auch „mechanisch“ brummen, also am Trafo selbst und nicht aus dem Lautsprecher.
Mal schauen wann ich das nächste Mal zum forschen komme.
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Ja wie gesagt, ich weiß mein Aufbau ist nicht optimal.
Da fällt mich doch glatt der http://valvewizard.co.uk/ (http://valvewizard.co.uk/) ein ... speziell http://valvewizard.co.uk/heater.html (http://valvewizard.co.uk/heater.html) und http://valvewizard.co.uk/Grounding.html (http://valvewizard.co.uk/Grounding.html) und http://valvewizard.co.uk/smoothing.html (http://valvewizard.co.uk/smoothing.html). Aber auch die anderen Themen sind interessant.
Und wenn dir das Ding eh zuviel Krach macht: hast Du schon mal an eine Drossel in der Siebkette nachgedacht? Sollte etwas die Peaks beim Nachladen der Siebelkos bremsen. Meiner ganz persönlichen Erfahrung nach sind solche Netzteile ruhiger. Ordentliches Layout vorausgesetzt natürlich. Nachteil ist die geringere Hochspannung ... aber Leistung hast Du ja eh genug.
Ciao Sebastian
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.....
Mal schauen wann ich das nächste Mal zum forschen komme.
Dann würde ich Probleme über die Heizleitung erstmal ausschließen, da du ja geschrieben hast, dass die Vorröhren komplett mit DC versorgt sind.
1.) Prüfe ob Einstreuungen über die Heizleitungen der Endröhren eingestreut werden.
2.) Brummspannung über die Anodenspannung kannst Du mit der Drossel probieren. Ich glaube nicht, dass es das ist. Hänge doch mal einen externen Verstärker an den Ausgang deiner Vorstufe und höre, ob es dann brummt. In der Endstufe wird ja die Brummspannung durch den Ausgangstrafo eliminiert (Push/Pull).
3.) Ich vermute, dass deine Verdrahtung (Masseführung) nicht optimal ist.
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Noch etwas:
Wo ist der Masseanschluß aus dem Hochspannungsnetzteil (nach den Gleichrichter Dioden) angeschlossen?
Der musss direkt am ersten Hochvoltelko (ohne Umwege) angeschlossen sein.
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und noch etwas:
Sind die Eingangsbuchsen auf der selben Seite, wie der Netztrafo? Neben dem Power / Standby Schalter?
Das ist auch ungünstig.....
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Falls noch nicht bekannt:
Werkstatt-Beleuchtung per Leuchstoffröhre, Dimmer, Schutzleiteranschluss i.O.?
Der Verstärker ist auf den Bildern "offen". Manche Verstärker (z.B. Hot Rod Deluxe) reagieren sehr empfindlich, wenn sie nicht allseitig umschlossen (geschirmt) sind.
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Hi,
Vielen Dank für eure sehr konstruktiven Beiträge!
Die Valvewizzard Seite kenne ich natürlich und habe schon viel, auch zu den betreffenden Themen gelesen. Wie gesagt, Aufbau ist nicht nach Lehrbuch.
Das Thema Drossel wird wohl das nächste, wie bereits geschrieben. Glaube aber auch nicht dass das viel besser macht. Ich gehe aktuell von elektromagnetischen Einstreuungen in Signalleitungen aus.
Da der Clean Kanal weitestgehend ruhig ist, denke ich nicht das es über die Endstufe kommt.
Die Masse von Brückengleichrichter der Anodenspannung geht direkt zum ersten Siebelko.
Ja die Eingänge liegen sehr nah am Standby und Netzschalter, ebenso relativ nah am Netztrafo. Auch V1 des Lead Kanals liegt relativ nah am Netztrafo. Hier vermute ich mein größtes Problem. Ich denke da fange ich mir irgendwo am meisten Störgeräusche ein. also nicht über die Röhre als solche, sondern über Leiterbahnen bis dahin. Signalleitung von Input zu Platine ist geschirmt und der einseitig auf Ground gelegt.
Das Chassis ist auch nur Alu und kein Stahlblech.
Ja die Werkstatt hat natürlich einige Störquellen (Lötkolben, Oszi,…). Aber auch im Wohnzimmer auf der Box, wo nahezu nichts drum rum ist bleibt das brummen.
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Guten Morgen,
ich denke dann hast Du ja jetzt genug Gedankenanstöße um Veränderungen einzubringen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ist das sogenannte "Lehrgeld".
Evtl. solltest Du einen kompletten Neuaufbau erwägen und alle Tipps einfließen lassen.
Ist Arbeit, lohnt sich aber meist. Zumindest kann ich das aus einer ähnlichen Situation bei einem meiner Amps sagen.
Halt uns weiter auf dem Laufenden, wie Du vorgehen möchtest.
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Ja - vielen Dank dafür.
Ich weiß nicht genau wann ich weiter mache. Amp basteln war so ein bisschen das Winterhobby, jetzt gehts erstmal in den Sommer, da habe ich meist nicht so viel Lust zu basteln - mal schauen wann ich dazu komme.
Einen kompletten Neuaufbau kann ich ausschließen- wie gesagt, das Teil wird hauptsächlich Deko im Wohnzimmer und ich habe die Teile die ich dafür nicht eh schon hatte für relativ kleines Geld gebraucht gekauft. Von daher hält sich das Lehrgeld in Grenzen- gelernt habe ich dennoch schon viel.
Ich werde auf jeden Fall hier weiter berichten, wird aber erstmal sporadischer.
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kleines Update. Ich hab den Amp soweit mal zusammengebaut und den Frontdruck drauf. Habe ihn auch ordentlich ins Gehäuse gebaut damit ich ihn nächste Woche mal mit in den Proberaum nehmen kann und mir das ganze mal unter "realistischen" Bedingungen anhören kann. Im Anhang ein paar Bilder vom zumindest optisch finalen Ergebnis.
Ich denke dass ich erst im Herbst wieder weiter mache und das Thema brummen nochmal angehe.
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Na dann, viel Spaß beim Punkrocken ......