Tube-Town Forum
Technik => Tube-Talk => Thema gestartet von: MoritzS85 am 17.09.2026 15:11
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Hallo,
ich habe gerade erst zwei Bias Probes in der Selbstbau-Variante geordert. Die Frage, die ich mir stelle ist folgende:
Brauche ich ein zweites DMM oder kann ich, wenn beide Bias Probes gesteckt sind, einfach die Messfühler am Messgerät austauschen?
Wenn die beiden dann unbenutzten Messfühlerchen so nackelig gegeneinander kommen und ans Chassis klatschen, muss ich dann mit einem Kurzschluss rechnen?
Falls es nicht ganz gefahrlos geht, einfach abwechselnd an den beiden Bias-Probes zu messen, gibt es dann einen halbwegs sicheren Workaround, wie man erst einmal mit einem Messgerät hinkommen würde?
Danke schon mal ganz herzlich für das Verständnis angesichts meiner Unkundigkeit. :help:
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Empfehle Dir, zuerst den Thread "Sicheres Arbeiten an Röhrenamps" zu verinnerlichen - ist nur gut gemeint
https://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,1395.msg8692.html#msg8692
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Hallo Moritz(?),
die Antwort kommt auf die zu messende Endstufe an. Üblicherweise nutzt man diese Messadapter für Endstufen bei denen die Kathode direkt an die Masse angeschlossen sind. Der Adapter schaltet einen Widerstand von 1 (oder 10) Ohm zwischen Kathode und Masse. Ich gehe im Flogenden davon aus, dass der Rote Draht an der Kathode hängt und der Schwarze an der Verbindung zur Masse/Gehäuse.
Wenn die Röhre in Betrieb ist stellt sich je nach Gittervorspannung ein Strom ein, z.B. 35 mA. Über einen 1 Ohm Widerstand entsteht dann ein Spannungsabfall von 35 mV welchen du misst. Und darin liegt auch schon die Antowrt auf deine Frage: Die Schwarzen Kabel haben das selbe Potential wie das Gehäuse (Masse) und die Roten Kabel haben +35 mV.
Gruß, René
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Hallo Moritz(?),
die Antwort kommt auf die zu messende Endstufe an. Üblicherweise nutzt man diese Messadapter für Endstufen bei denen die Kathode direkt an die Masse angeschlossen sind. Der Adapter schaltet einen Widerstand von 1 (oder 10) Ohm zwischen Kathode und Masse. Ich gehe im Flogenden davon aus, dass der Rote Draht an der Kathode hängt und der Schwarze an der Verbindung zur Masse/Gehäuse.
Wenn die Röhre in Betrieb ist stellt sich je nach Gittervorspannung ein Strom ein, z.B. 35 mA. Über einen 1 Ohm Widerstand entsteht dann ein Spannungsabfall von 35 mV welchen du misst. Und darin liegt auch schon die Antowrt auf deine Frage: Die Schwarzen Kabel haben das selbe Potential wie das Gehäuse (Masse) und die Roten Kabel haben +35 mV.
Gruß, René
Vielen Dank euch beiden für die Antworten!
Ich informiere mich seit einiger Zeit und zuletzt intensiv um soviel wie mir möglich an der Materie zu durchschauen.
Von daher ist dieser Link zu dem weiteren Input sehr bedankt.
Moritz ist richtig.
Hallo René,
Danke für deine nachvollziehbare Erklärung!
An dem roten Kabel habe ich dann ja, wie du geschrieben hast, den Spannungsabfall von 35mV anliegen.
Wenn ich nun die zweite Probe an das DMM anschließe hängt der Stecker des roten Kabels der ersten Probe ja "in der Luft".
Wenn ich dich richtig verstanden habe ist das also ebenso unproblematisch, wie, wenn der Stecker des roten Kabels an das Gehäuse kommen würde, richtig?
Also kann ich ohne mir Gedanken machen zu müssen die Kabel der beiden Proben einfach hin und her tauschen?
P.S.: zuerst kümmere ich mich um meinen Diezel Einstein 100W, dann habe ich noch einen Elmwood M90 mit zwei KT88.
Der Einstein hat auch externe Bias Messpunkte und von aussen zugängliche Trimpotis. Da kann ich, denke ich, ganz gut die Bias Probes ausprobieren und kontrollieren. Ich meine die Kathode liegt beim Einstein auf Masse.
Gruß Moritz
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Saubere Lösung: Kleines Kästchen mit 2x4 (z.B. Bananen-) Buchsen anfertigen.
Die ersten 4 Buchsen sind für die Sockeladapter (bleiben gesteckt).
Die anderen 4 (für nur ein Messgerät reichen 3, da die Masse gemeinsam ist) Buchsen werden zu den ersten jeweils parallel verdrahtet und sind für das Messgerät (muss umgesteckt werden).
Komfortlösung: Einen Umschalter für die Messgerätebuchsen einbauen.
Damit spart man sich das Umstecken.
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Saubere Lösung: Kleines Kästchen mit 2x4 (z.B. Bananen-) Buchsen anfertigen.
Das klingt super, danke für die tolle Idee und Erklärung!
Die Lösung gefällt mir richtig gut.
Erinnert mich sofort an den Palmer-Cab-Merger, mit dem man zwei Boxen zusammenführen kann.
Da werde ich bei Gelegenheit mal schauen, ob ich die Teile dafür lokal hier aus einem Laden bekomme, vielleicht bei einem HiFi-Geschäft oder Fernsehtechniker.
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Ergänzung:
Der Umschalter muss nur einpolig umschalten, da man alle Massebuchsen durchverdrahten kann.