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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 19.06.2026 23:15 »
M.M.n. sind 200mA (Clipping- Grenze) zu wenig für 50W clean.
Incl. Vorstufe würde ich mindestens 250mA erwarten.
Da scheint etwas die Endröhren zu bremsen.
Was sind denn die beiden Schirmgitterspannungen an den Röhrenpins bei der Clipping-Grenze?
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 19.06.2026 17:36 »
Idle: 60mA
Clipping Grenze: 200mA
Vollaussteuerung: 227mA
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 19.06.2026 17:18 »
Der PI sieht jetzt also gut aus.
Wenn der Amp tatsächlich irgendwo > 20W verbrät. müsste es dort lokal ziemlich heiß werden.
Kannst Du mal (mit gebotener Profi-Vorsicht) die DC Stromaufnahme bei Vollaussteuerung messen, also Amperemeter über dem geöffneten Standby-Schalter?
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von Showitevent am 19.06.2026 16:49 »
Also wenn ich die Fragen richtig verstanden habe:

1.) Ja, ein Kathodenfolger kann eine 6V6 treiben. Er liefert aber praktisch keine Spannungsverstärkung, sondern macht die Quelle niederohmiger. Die nötige Signalspannung muss also aus der Stufe davor kommen.

2.) Die 5Y3GT ist eine direkt geheizte Zweiweg-Gleichrichterröhre. D.h. erstmal nur, dass der Heizfaden in der Röhre 2 Funktionen hat!
- Heizung
- Kathode
Also quasi ein zusammengefasstes System.
An der Kathode (oder in deinem Fall Heizung) wird die B+ (Betriebsspannung) abgegrifen, den GND Bezugspunkt stellt der Center Tap des Netztrafos.

Zwei wichtige Punkte für Gleichrichterröhren:
- Die 5 Volt Heizsspannung nicht als harmlose Kleinspannung betrachten! Diese hat B+ Potential! Also nicht für irgendwas anderes verwenden, außer der Heizung des Gleichrichters.

- Ladeelkos, speziell der erste direkt an der Gleichrichterröhre, dürfen nicht zu groß werden in ihrere Kapazität! Das kannst du dem Datenblatt der 5Y3 entnehmen.
Die JJ 5Y3S ist mit 20 uF bei ca. 2x 350 Volt. Historische Datenblätter sehen lieber eher 10 uF!
So ganz konservativ muss man das nicht auslegen (Erfahrungswert) - aber es sollten da jetzt nicht unbedingt 100 uF dran hängen und auch 47uF nur auf eigene Gefahr.

Was das Brummen angeht kann ich nur sagen: Amp aus, entladen, alle Kabel und Verbindungen checken!

Viel Erfolg

Geronimo

Kleines Edit:
In vielen Champs läuft die 6V6 weit über ihrer Spezifikation. Der Kathodenwiderstand (Wert), die darüber abfallende Spannung und die Höhe der Betriebsspannung wären Kandidaten zum Checken.
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 19.06.2026 16:18 »
Bias Spannung: -50 Volt

Aussteuerungsfähigkeit ohne Endstufenröhren:
- UC ca. 440 Volt
- 160Vpp pro Phase, eher 170Vpp.
 
Mit Endstufenröhren:
- UC ca. 400 Volt
- ca. 95 Vpp  und 100 Vpp kurz vor der Clipping Grenze, ich kann dann nur noch weiter in Gitterstrom fahren - was ja zu erwarten ist.
Unter Last, kurz vor der der Clipping Grenze (übrigens clippt der nur auf der negativen Halbwelle), schafft der Amp es auf  13.4 Volt RMS an 8 Ohm, also etwa 22 Watt.

Selbst wenn ich den Amp manuell in richtung 60 % Biase, dann habe ich gerademal einen Leistungszugewinn von ca. 5 Watt am Ausgang.

Für mein Verständnis verbrennt der Amp irgendwo Leistung, die nicht am Ausgang verbraucht wird.
Das Kuriose ist, dass er das auch mit einem vermeitlich anderen Trafo macht.

PS: Alles ohne Gegenkopplung!
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von BGE am 19.06.2026 14:43 »
Ok. Bitte erkläre mir wie eine 5Y3GT  mit direkter Kathodenheizung funktioniert und wie da
eine saubere pulsierende nur noch nicht geglättete B+ Spannung heraus kommt.  Ich habe
diese Röhre das erste Mal und verstehe sie nicht.

Danke
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Helmholtz am 19.06.2026 13:20 »
Für Vollaussteuerung (ohne Clipping) braucht jede Endröhre ein Gittersignal von Vpp = 2x Vbias.
Also z.B. Vpp =100V mit Vbias = -50V.
Kann der PI das?
Was sind die Anodenspannungen des PI?
Und was ist die Spannung am Punkt "C"?
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Tech-Talk Mesa Boogie / Re: Mesa Single Rectifier 50 - Series 2
« Letzter Beitrag von Showitevent am 19.06.2026 12:12 »
Ich habe mir die Gitterspannungen nochmal genau angesehen.

1.) Die PI Röhre hat doch einen Treffer, die arbeitet in dem System einfach nicht balanced. Wurde also getauscht, damit sehen die Gitterspannungen auch besser aus.
2.) Leistung hat er trotzdem nicht! Ihm fehlen quasi knapp 40 %
3.) AT gegen einen anderen getauscht (3600 Ohm statt 4400 Ohm) gleiches Problem!
4.) Unter Last bricht die B+ von ~455 Volt auf 400 V Herunter. Das halte ich aber nicht für sonderlich problematisch, andere Amps machen das auch.
5.) Schirmgitter ebenfalls gemessen, dort gibt es auch kein hervorstechendes Problem.

Derweil habe ich natürlich eine nigel nagel neue Röhre gehimmelt, die hat einen Schluss am Heizfaden zur Kathode bekommen... Bevor das Loch noch größer wird, Deckel drauf und gut.

Edit:
Getauscht hatte ich testweise auch:
- Koppel Cs
- Die 120pF Kondensatoren
- die Anodenwiderstände
Den Rest hatte ich mir erspart.

Alles fühlt sich auch so an, als ist der Amp auf Leistung, am Scope kommt die allerdings nicht an.
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von carlitz am 19.06.2026 08:48 »
Hallo BGE,

den ganzen Text kann man sehr schlecht lesen, da Du einen langen Fließtext erzeugt hast.......

Auch verstehe ich deine 2te Frage nicht.

Eventuell kannst Du das noch ein wenig erläutern.
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Tech-Talk Design & Konzepte / Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Letzter Beitrag von BGE am 19.06.2026 06:09 »
Es ist ziemlich verworren.
Ja, der Amp brummte schon etwas vor dem Umbau der Vorstufe. Aber das Problem war schnell gelöst, nämlich die Siebelkos waren schon 20 Jahre alt obwohl der Amp 2021 hergestellt wurde. Also diese Elko waren von 2006, die da verbaut waren. Also erneuerte ich die Elko, erhöhte etwas ihre Kapazität (statt 20 / 10 / 10 yF erhöhte ich auf 33 / 20 / 20 yF) und der Amp brummte nun tatsächlich weniger also normal, wie so ein kleiner Champ eben brummt. Ich weiß die 33 yF sind grenzwertig bei der 5Y3 aber ein Kumpel in Wien hat auch diesen Amp und genau die letzteren Werte ohne Gefahr für die 5Y3 problemlos schon länger eingebaut. Beim abschließenden Test also, fand ich und der Spieler, daß jedoch die Feedbackanfälligkeit zu hoch sein und so eben die Vorstufe von der normalen 2x Triodenschaltung auf den Kathodenfolger umgebaut werden sollte. Das habe ich früher schon einmal gemacht, nur war da dann hinten eine PP (mit PI) Stufe und 2xEL84 dahinter und eben ein Diodengleichrichter. Dort funktionierte und funktioniert der Amp einwandfrei und hat somit kaum feedback. (Siehe Redneck schematic)

Auch jetzt höre ich (neben dem Brummen) , daß die Vorstufe funktioniert und sogar den gewünschten cremigen Sound bringt, also für mich ist somit die Kathodenfolger Vorstufe richtig aufgebaut worden. Nun, nachdem ich die Vorstufe umgebaut hatte, ließ ich erstmal die Negative Feedback Leitung in der PA weg, denn die brauche ich ja nicht mehr und ich hätte auch nicht gewußt, wo ich die am besten hätte anschließen können, denn die Kathode der 2 Triode war ja jetzt der Ausgang der Vorstufe also des Kathodenfolgers. Vielleicht fehlt nun die NFB Leitung und die Röhre (6V6) brummt deshalb? Kann ich mir aber nicht gut vorstellen.  Das Problem für mich ist, daß ich jetzt die Endstufe sogar von der Vorstufe trennen kann und sie (die Endstufe 6V6) brummt immer noch sehr stark. Es ist also nicht die Vorstufe schuld an dem Brumm. Ich vermute, bei dem Umbau habe ich irgendwas verschlimmbessert, aber da ich keinen richtigen Schaltplan habe ist es schlecht dass einzukreisen. So begann ich zu messen und hatte tatsächlich die knapp 5 V Wechselspannung neben der B+ 350V Gleichspannung, auf der Anode an Pin 3 der 6V6. Pin 4 hat 325 V, das ist das Schirmgitter. ich muß irgendwas während des Umbaus verändert haben was mir das Brummen eingebracht hat. Die beiden Fragen oben im Post, sind für mich zur Sicherheit, daß ich hier prinzipiell nichts falsch verdrahten will (deshalb die Frage 1) und weil ich die Röhre 5Y3 GT noch nie hier hatte (deshalb die Frage 2). Sind diese beiden obigen Fragen soweit geklärt, würde ich anfangen die Schaltung nochmal komplett aufzunehmen und zu vergleichen ob sich da irgendwo ein Kabeldreher oder eine falsche Pin Belegung versteckt, die ich mir höchstwahrscheinlich selber eingebaut habe. Ich weiß das klingt alles verworren aber so ist die Situation. Wenn ich die Schaltung von dem Harp Gear II hätte, wäre ich sicherer. Aber vielleicht hilft tatsächlich nur Leitung für Leitung durchgehen. Es geht mir also in obigem Post erstmal darum die Stellen zu klären, bei denen ich ein unsicher bin also 1.Frage  : single ended Mode nach einem Kathodenfolger (Geht das so einfach?) 2. Frage:  die unbekannte 5Y3GT mit der direkt beheizten Kathode. Sorry für das lange Geschwafel aber ich hatte sowas auch noch nicht.  Ich hoffe Ihr versteht mich jetzt besser.

Gruß BGE (aka drstrange)
(Bin die nächste Woche unterwegs)
PS:
Als Anhang hänge ich gleich noch mal die von harpamps.de für private Zwecke veröffentlichte Schaltung eines Rednecks an, die auch diesen Kathodenfolger hat, aber eben danach PP und einen Diodengleichrichter. Im Gegensatz zu dem Harp Gear II hier mit Single ended und 5Y3GT.
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