Hi zusammen,
ich bin jüngst an einen richtigen Oldtimer geraten, einen Mesa Boogie Bass 400-Amp, der im Gegensatz zum Kolben-Overkill der späteren Strategy/Bass400+-Modelle mit "nur" 6 Röhren auskommt.
Historisch scheint es da mit 6550s losgegangen zu sein bevor Mesa irgendwann auf 6L6GC in der Fertigung umsatteln musste und dann anscheinend (aufgrund der dadurch niedrigeren Leistungsreserve) auf die 12x6L6GC-Variante des Plus-Modells umgeschwenkt ist.
Mein Amp hat aktuell 6L6s verbaut, rein aus Interesse (und Hubraum) hatte ich aber nun die Idee, mal dicke Kolben in den Amp einzubauen. Trafos und Schaltung an sich sollen angeblich tauglich dafür sein, auch wenn der Amp nicht das volle Potenzial wie ein Ampeg SVT ausschöpft, mit B+ die die 6L6s vermutlich noch nicht ganz grillt (Schaltplan sagt ~540V).
Eine Sache die mir nur aufgefallen ist: Irgendwas im Hinterkopf klingelte noch, dass die Familie KT88/6550 nicht so große Grid Leaks verträgt wie die "kleineren" Röhren der Hausnummer EL34/6L6GC. Der Bass 400 hat an der Stelle für jedes Röhren-Trio einen 100k zum Bias, was mir ehrlichgesagt etwas viel erscheint. Ein Ampeg SVT CL fährt hier mit 47k pro Röhre.
Hatte es jetzt nicht mehr ganz im Kopf ob ein geteilter Grid Leak wirkt wie der doppelte (oder hier dreifache) Widerstand, dann wären nämlich die 100k ziemlich hart out of spec. Der Bass 400 scheint ja einen zweistufigen PI zu haben, würde mal davon ausgehen dass den kleinere Grid Leaks nicht zwingend stören würden.
Mach ich mir zu sehr nen Kopf um das Ganze oder wärs angebracht vor dem Einbau größerer Röhren neben des Bias-Supplys auch mal die Grid Leaks anzupassen, oder schnurren die auch in dieser Konfiguration solange der Trafo alles schafft und das Bias es mitmacht?