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Autor Thema: Mal was anderes als löten....  (Gelesen 604 mal)

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Athlord

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Mal was anderes als löten....
« am: 5.09.2010 09:32 »

...ist es mit Holzleim zu arbeiten.
In diesem speziellen Fall geht es um die Instandsetzung ein alten MIGMA Meistergitarre.
Die Gitarre wurde von Erich Wander hergestellt und ist damit eine von vier bekannten Gitarren dieses Meisters.
Den Ausgangszustand:
- Wasserschaden
- sämtliche Bindings lose
- jede Menge Kratzer
- Saitenhalter und Brücke fehlen
Positiv:
- Hals grade
- keine Brüche
- kein Verzug
- Mechaniken sind heil und komplett

Nach dem vorsichtigem lösen, Zerlegen und beseitigen von kleinen Schäden sieht es so aus:
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Athlord

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Re:Mal was anderes als löten....
« Antwort #1 am: 5.09.2010 09:36 »

Weiter gehts.
Das letzte Bild zeigt die Gitarre nach etlichen Stunden ausrichten, leimen und Binding kleben.....
Der alte Lack ist auf Nitrozellulose-Basis und lässt sich einfach mit einem Spiritus-Gemisch auffrischen:
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Stone

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Re:Mal was anderes als löten....
« Antwort #2 am: 5.09.2010 11:19 »

Hallo

Macht einen sehr guten Eindruck - da ich meine Gitarren selbst baue und nun im Laufe der Jahre von komplett vorgefertigten Teilen (z.B lackierte Bodies) auf komplette Selbstgestaltung umgestiegen bin (Rohbodies z.B) kann ich mir vorstellen, wieviel Arbeit schon ein so "geringer" Restaurationsumfang macht.

Schön ist halt bei den alten Lacken und Materialien, dass sich vieles davon sehr einfach aufarbeiten läßt, indem man mit etwas Nitroverdünnung arbeitet etc.

Ich bin auf jeden Fall Dein Endergebnis gespannt.

Gruß, Stone
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bea

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Re:Mal was anderes als löten....
« Antwort #3 am: 5.09.2010 12:18 »

Als ebenfalls Selbstbauerin bin ich genauso gespannt. Mehr noch - wie hast Du denn den Boden abbekommen?

Hintergrund: ich besitze einen ähnlichen Patienten, eine urspünglich mal bildschöne Fasan (Franz Sandner, Nauheim). Die hat der Vorbesitzer dadurch vermurkst, dass er die Pickup-Öffnungen passend für PAFs ausgeweitet und dabei die Bassbalken zersägt hat. Die einzige Möglichkeit, das zu reparieren sehe ich darin, einen großen Sustainblock einzubauen - was dem Klang der Gitarre sogar zugute kommen sollte. Dazu muss ich allerdings den Boden abmachen, und ich weiss nicht, wie ich das so bewerkstellige, dass ich die (Kunststoff-) Bindings wiederverwenden kann.

Beate
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Athlord

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Re:Mal was anderes als löten....
« Antwort #4 am: 5.09.2010 14:11 »

Als ebenfalls Selbstbauerin bin ich genauso gespannt. Mehr noch - wie hast Du denn den Boden abbekommen?

Hintergrund: ich besitze einen ähnlichen Patienten, eine urspünglich mal bildschöne Fasan (Franz Sandner, Nauheim). Die hat der Vorbesitzer dadurch vermurkst, dass er die Pickup-Öffnungen passend für PAFs ausgeweitet und dabei die Bassbalken zersägt hat. Die einzige Möglichkeit, das zu reparieren sehe ich darin, einen großen Sustainblock einzubauen - was dem Klang der Gitarre sogar zugute kommen sollte. Dazu muss ich allerdings den Boden abmachen, und ich weiss nicht, wie ich das so bewerkstellige, dass ich die (Kunststoff-) Bindings wiederverwenden kann.

Beate

Hi,
dadurch, das die Gitarre wohl mal "etwas feucht" geworden ist, hat sich die Decke zu über 70% abgelöst.
Den Rest konnte ich ohne großen Aufwand so ablösen.
Kunststoff Binding bekommt man übrigens beim Siegi Rauch => www.gitarrenteile.de
Wenn passendes dabei ist, dann das alte Binding zerstörend ablösen und mit Hilfe eines Heißluftfön die darunter liegende Leimung der Decke lösen.
Cheers
Jürgen
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bea

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Re:Mal was anderes als löten....
« Antwort #5 am: 5.09.2010 15:45 »

Das ist ja genau der Knackpunkt - die Bindings sind Hornimitat. Das gibts noch nicht mal mehr bei Schellex - obwohl es höchstwahrscheinlich dort eingekauft worden ist.
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El Martin

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Re:Mal was anderes als löten....
« Antwort #6 am: 5.09.2010 18:46 »

Namd!

Falsches Horn müsste es dort geben, wo die Brillenbastler (Optiker) ihr Rohmaterial beziehen. Ob irgendwo noch so Celluloid Kram gebastelt wird? Nachfragen und gugeln.
Ich habe auch so ein altes Gitarren-Schätzchen, aber das Binding ist (glücklicherweise) OK.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass manche Reparateure Heissdampf mit Kanülen in Ritzen/Bohrungen einleiten, bis der Leim sich löst. Dann gibts/gabs auch sone Art Bügeleisen für den Hals zum Ablösen des Griffbretts.

Beim Binding wird allerdings schwierig. Doch mal mit Fön? Vermutlich geht erst das Binding und danach der Leim in die Binsen.

Schönes Bastel!
Martin
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bea

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Re:Mal was anderes als löten....
« Antwort #7 am: 5.09.2010 19:37 »

Ja, ich fürchte auch, dass ich mit einem ganz feinen Messer (Rasierklinge?) das Binding lösen muss und dann den Boden.

Gruß

Beate
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