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Tube-Talk / Re: PSVANE Tubes?
« Letzter Beitrag von Heliobacta am 23.08.2026 09:32 »
Hallo zusammen,

Frage: wer steckt denn hinter Psvane und wie ist die Qualität dieser Röhrren einzuschätzen?

Preislich sind sie ja etwas höher angesiedelt als die üblichen Brot und Butter Hersteller, zumindest was die Standardware von Psvane  anbelangt Lohnt sich der Mehrpreis?

Und wie sieht es mit der Premiumware aus. Was ist daran besonders und rechtfertigt das den hohen Preis?

Ich bin ja stets zu haben für sehr gute Qualität und bezahle dafür auch gerne mehr, sogar richtig mehr manchmal ... aber für Voodoo und Flöhehusten-Hören Geld auszugeben, habe ich mittlerweile auch keine Lust mehr.

Daher wären ein paar Erfahrungen interessant ...

Danke und Gruß
Häbbe

Also Psvane wurde 2011 von den Top-Entwicklern von Shuguang gegründet und die haben dafür die Fertigungstechnik von Guiguang gekauft. Produzieren tun die in Changsha China, genau wie Shuguang.

Diese Entwickker haben bei Shuguang die schwarzen vollgeschirmten Treasure-Serie entwickelt die jetzt Psvane Treasure heisst.

Irgrndwann hat Psvane auch Fullmusic (Tianjin, ich kannte die früher als TJ Fullmusic und JAC Fullmusic, weiss aber nicht mehr was JAC bedeutet)  übernommen, die gibts ja auch schon gefühlt ewig. Die ART-Serie stammt von Fullmusic ab.

In China werden die Psvane auch unter dem Label Noble Voice vermarktet.

Der Brand war aber 2019 bei Shuguang. Die fielen mehrere Jahre aus und haben erst 2024 wieder angefangen zu produzieren. Aber dann haben die auch stark die High End-Produktion ausgeweitet weil ja durch den Brand nu andere Hersteller mehr Standardröhren verkaufen konnten und sich ausgeweitet haben.

Ich hab Shuguang und Psvane ständig im Blick.

Hab selbst aber zur Zeit nur ein Paar Shuguang 12AU7-T. Ich schwör, die ist der absolute feuchte Traum. Würd am liebsten hinfahrn und Danke sagen.

Mechanisch ist die, äusserlich betrachtet, einfach unfassbar präzise gebaut. Da ist nix schief oder krumm und da ist auch nix was nach Notlösung aussieht.

Direkt einige Telefunken oder S&H daneben denkste echt die wären der übriggebliebene Rest aus der Tonne. Da ist die Shuguang einfach so dermassen weit drüber.

Klanglich... oh yeah baby...

Ich hab den xDuoo TA 10R Kopfhörerverstärker, quasi Legende, und höre mit IEMs, Tinhifi T2, Kefine Klean SV, seit kurzem EUIU IE01 und UI05 (sehr geiles Ding).

Die Shuguang hat genau dies geile dreckige das so richtig geil kickt. Dabei ist die extrem präzise und analytisch. Vom Gefühl her so als wenn die einfach die absolute uneingeschränkte Kontrolle über alles hat, egal was.
Ich hatte direkt beim hören den Gedanken das da garkein Verstärker oder sonstwas mehr ist, sondern allein nur die Röhre. Als könnt ich sie einfach rausziehn und die macht allein weiter ohne irgendwas.

Total schwer zu beschreiben. Aber bei den Telefunken, Siemens  Philips/Mullard, ITT Lorenz (SEL) klingt es einfach irgendwie nicht selbständig. Ich hör quasi das da der Verstärker ist und die Quelle und das es ein Gesamtgebilde von Geräten ist.

Die Shuguang befreit einen komplett davon.

Leider hab ich aber auch nur einen einzigen Verstärker mit ECC82 und kanns nicht in anderen vergleichen.
Aber mit IEM-Kopfhörern kriegt man das schon echt richtig genau mit was abgeht.

Wennst interessiert bist kann ich dir eine Shuguang auch mal rumschicken zum probiern. Würd mich auch interessieren ob die in anderen Verstärkern auch so klingt.
2
Hallo Marc,

Sodele, gschafft also.  :topjob:

Zitat
Und dann haben wir das Biest das erste mal aufgedreht. So richtig die 100W Endstufe in die Sättigung getrieben.
Und wie gehts den Ohren ? Sauber ?  :angel:

Viel Spaß mit dem Teil, Rock`n`Roll ! :guitar:

Grüße

Michael
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Na dann viel Spaß an Vater und Sohn
4
Hallo Marc & Sohnemann

 :topjob:

( die lackierten Trafohauben kommen richtig gut !)

Gruß
Volka
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Guten Morgen,

heute war es soweit und der Mustang wurde gesattelt und wir konnten losreiten.
Gestern und heute morgen waren wir noch auf Fehlersuche, haben verwechselte Kabel getauscht und noch hie und da etwas nachgebessert.
Dann hat er alles sauber geschaltet, nichts hat geschwungen, nichts hat gebrummt.

Und dann haben wir das Biest das erste mal aufgedreht. So richtig die 100W Endstufe in die Sättigung getrieben.

Das ist zwar mit den ganzen neuen Bauteilen noch nicht so weich wie es nach 20 Stunden spielen sein wird. Aber meine Herrn, ich wusste gar nicht mehr was ich damals entworfen habe...
Die Kiste schiebt ohne Ende. Der erste Kanal wie ein schöner Plexi und mit der More-Regelung ist das schon ziemlich Old-School High-Gain. Und ab da wird es nur noch heftiger. Direkt, brutal, offen und wenn die Endstufe etwas komprimiert kommen schön saftige Mitten dazu.

Immerhin erspare ich mir das Einspielen an der Last, das übernimmt der Junior gerade an der Box  ;D

Fürs Foto haben wir ihn mal in das alte Classic-Headshell reingepackt. Das neue ist bereits bestellt und wird dann mit einem dunkelroten Tolex bezogen, passend zur roten Lampe. Dazu kommt dann das neue Mustang-Logo und die allerletzte Glasscheibe die es in dem dunklen grau noch gibt.

Und wenn ich ehrlich bin: so zügig war noch nie einer aufgebaut. Das liegt wohl dran, wenn man am Wochenende 8h am Tag nur lötet  ;D ;D ;D

Viele Grüße
Marc
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Hey danke euch beiden. Den Bereich hatte ich spontan auch in Verdacht, gerade mit den diversen Halbleitern dort. Ich komme wahrscheinlich am Wochenende dazu, mir das mal näher anzuschauen. Dann werde ich berichten.

Außerdem hatte ich vor, verschiedene Signal-Punkte zwischen V2a und V3b testweise auf Masse zu legen, um das Rauschen evtl. noch besser lokalisieren zu können.
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Hallo iefes,

ich würde auch rund um den Effektloop anfangen zu suchen (IC1).

R93 mal abklemmen und dann Send und dann Return abklemmen.
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Hallo Iefes,

soweit ich weiß, ist zwischen V2 und 3 der Loop im Preamp.
Du könntest mal versuchen diesen einfach hart zu brücken mit einem Klinkenkabel.
Im Loop sitzt ein recht hochohmiger Widerstand, der könnte das Problem verursachen - zumindest musste ich schonmal einen tauschen. Der hat glaube ich 2.2Meg. Messen hilft nichts - ich hatte mal so ein ähnliches Problem, das war dann aber weg mit brücken des Loops.
Ich meine, dass da auch ein JFet für Pegel Schalterei sitzt. Der kann durchaus auch Probleme machen.

Auch heiße Kandidaten sind die Anodenwiderstände von V2.

Hoffe das hilft,

Geronimo

EDIT: Hatte nicht gesehen,dass du den Schaltplan angehangen hast. T13, R93, R82 und R83, die würde ich als erstes Prüfen (eher R83, wenn es mit gezogener V2 noch rauscht).
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Tech-Talk Marshall / Marshall DSL401 rauscht ungewöhnlich stark - Fehlersuche
« Letzter Beitrag von iefes am 20.08.2026 21:41 »
Hallo liebes Forum,

nach langer Zeit bin ich mal wieder mit einem Anliegen hier. Die letzten Jahre bin ich leider nicht zum tüfteln und Amps bauen gekommen. Die lieben Kinder, Familie, Job, andere Hobbies usw. halten mich gut beschäftigt. Ein guter Freund hat mir nun allerdings seinen Marshall DSL401 zur Reparatur vorbei gebracht und da möchte ich sehr gern helfen und habe Lust, mich mal wieder reinzufuchsen.

Bevor ich jetzt bei 0 anfange, wollte ich mal die Symptome schildern und vielleicht könnt ihr mir schonmal Tipps geben, um die Suche etwas einzugrenzen.

Marshal DSL401 von ca. 2002 rauscht neuerdings stark. Es handelt sich um leicht unregelmäßiges weißes Rauschen, kein Knistern oder Brutzeln. Brummen tut er auch leicht, aber ich würde sagen auf normalem Niveau.
  • Lautstärke des Rauschen wird durch den Master-Volume beeinflusst
  • Ebenfalls durch Gain im Clean-Kanal
  • Im OD-Kanal ist das Rauschen fast vollständig stumm
  • V1 gezogen --> rauscht noch
  • V1 wieder drin, V2 gezogen --> rauscht noch
  • V1 und V2 wieder drin, V3 gezogen --> rauschen weg
  • V1, V2, V3 wieder drin, V4 gezogen --> rauschen weg
  • Reverb- und FX-Loop-Regler haben keinen Einfluss auf das Rauschen
  • FX-Loop mit Patchkabel brücken ändert nichts

Ich würde sagen, das Rauschen hat seinen Ursprung also irgendwo im Bereich zwischen V2 und V3. Diese Positionen habe ich auch mal mit anderen Röhren bestückt, hat aber keine Besserung gebracht. Habe alle Röhren mal abgeklopft, ohne irgendwelche weiteren Erkenntnisse.

Außerdem gut zu wissen:
  • Auf der Platine sind keine eindeutigen verkokelten Stellen zu sehen, was bei dem Amp wohl schonmal vorkommen kann
  • Ich habe vor einem halben Jahr den Master-Volume Regler erneuert, da dieser nicht mehr richtig geregelt hat, lief seitdem regelmäßig ohne Probleme
  • Bei der Gelegenheit habe ich auch den Wechselrichter gegen einen stärker dimensionierten ausgetauscht, da der bei vielen Modellen regelmäßig Probleme macht

Der Schaltplan ist leider dezent unübersichtlich, aber ich hänge ihn hier trotzdem mal an. Kann die Tage nochmal eine Version hochladen, wo ich den Signalweg in den verschiedenen Kanälen hervorgehoben habe. Muss ich aber noch fertig machen.

Also wenn ihr Tipps habt, wo ich am besten nach dem Fehler suchen soll oder welche Tests mir noch weiterhelfen können, dann würde ich mich sehr freuen.

Danke und Grüße,
Yves
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Moin,

In der Vorstufe war ich mit den TungSol früher, also vor > 10 Jahren  ;D, immer sehr zufrieden.

Meiner Erfahrung nach sind Tung Sol 12AX7 die, die am meisten färben und ich habe gelernt diese dosiert in High Gain Preamps einzusetzen. Kann gut funktionieren, in manchen Amps sind mir die allerdings zu "tubby" - was natürlich rein subjektiv ist.

Witzig, dass Rene gearde den VH2 anspricht. In genau solcheinem (ist gerade mal einen Monat oder so her) habe ich die Tung Sol getauscht. Ich hatte erst ein neues Set Tung Sol drin, empfand den Amp aber eher so, als fehlte es an hochmitten. Mit JJs war das alles etwas besser, mit Shuguang / EH Kombi so wie ich ihn spielen würde.

Gleiches ist mir auch in meinem Diezel Einstein aufgefallen - der Einstein war original mit JJs bestückt meine ich (ist lange her).
Beim VH2 weiß ich es jetzt nicht genau, aber im Einstein sind die Preamp Röhren sehr heiß gebiased bei ca. 1.8 mA und ca. 420V. Das könnte den Character durchaus noch weiter kitzeln.
Hingegen, in meinem Framus Red Rogue, finde ich die Tung Sol recht stark. Der ist ein klassischer Ableger vom SLO Preamp, alles etwas moderater gebiased.

Für direkt gekoppelte CFs bevorzuge ich Long Plates. Aus irgendeinem Grund bilde ich mir ein, dass diese - egal welcher Hersteller - viel harmonischer reagieren, Messungen habe ich dazu allerdings nie gemacht und heute eine vernünftige Long Plate zu bekommen ist auch nicht mehr so einfach.

Geronimo

PS: Alles nur wiederholt gemachte persönliche Erfahrung, jeder kann und wird das anders empfinden.
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