Technik > Tech-Talk Fender
63 Vibroverb Reissue
fifje:
Hallo,
Lese öfters hier im Forum und habe auch schon einige alte threads bzgl. des 63 Vibroverbs RI gelesen, aber nochmal ein paar offene Fragen.
Hab den Amp gerade erst erstanden, es sind noch die alten 12AX7As bzw. eine 12AT7, und 2 Sovtek 6l6 Röhren drin, wobei sich nach einer Messung rausstellte, dass eine davon wesentlich weinger Leistung bringt.
Kann ein Kontroll Lämpchen Flackern vielleicht daher kommen?
Werde auf jeden Fall mal ein paar Röhren wechseln, hab da allerdings keine Erfahrung.
Der Amp hat definitiv genug Headroom. Wären da die JJ 6l6 die richtige Wahl, um so früh wie möglich in die Verzerrung zu kommen?
Der Amp hat ein Fixed Bias, keine Ahnung ob die passen würden?
Hatte auch schon über Tone Bones nachgedacht, habe aber gelesen, dass durch den Bias-Tremolo selbiger nicht mehr funktionieren würde.
Gruss
Toni
darkbluemurder:
Hallo Toni,
das Flackern des Kontrolllämpchens dürfte eher nichts mit den Röhren zu tun haben.
Die JJ 6L6 haben auch eher viel Headroom. Mit den Sovteks liegst Du schon nicht schlecht. Alternativen wären Röhren mit der Bezeichnung 6L6GB (nicht GC) oder aber die JJ 6V6. Dann ist eine Bias-Einstellung aber absolute Pflicht - sinnvoll ist sie ja sowieso. Da der Vibroverb RI meines Wissens kein Bias-Poti hat, ist das ein Fall für den Techniker, sofern Du keine Erfahrung haben solltest.
Habe selbst mal einen gehabt und fand ihn nicht schlecht. Er klingt relativ weich für einen Fender. Was ich definitiv gehasst habe, war der übertrieben starke Hall, was ich dann mit einer 12AU7 (=ECC82) in den Griff bekommen habe.
Viele Grüße
Stephan
fifje:
Hey Stephan,
Danke für die Antwort.
Den Hall hab ich ehrlich gesagt noch gar nicht gross in Betrieb, bin aber zufrieden mit dem Sound, also die 12AX7 ist für mich ok.
Ist sogar mein erstes mal, dass ich den Normal Kanal dem Bright Kanal vorziehe. Im Amp sind Jensen P10R drin, und die haben jede Menge Reserven vorallem in den Höhen.
Müsste ich für die 6L6 GB auch eine Bias Veränderung vornehmen, oder nur bei den 6V6?
Gruss
Toni
darkbluemurder:
Ah, ok, die Jensens sind natürlich sehr höhenbetont. Meiner hatte Oxford Repliken, die sind in den Höhen eher unterbelichtet. Ich habe später dann Ruby Alnicos verwendet und hatte dann den typischen Fendersound. Die Rubys habe ich immer noch, den Amp habe ich mit den Originalspeakern verkauft.
Sicherheitshalber sollte man beim Wechsel der Endröhren immer kontrollieren, ob der Ruhestrom nicht zu hoch ist, damit die Röhren nicht vorzeitig ableben. Ist er zu hoch, muss die negative Gittervorspannung (Bias) nachgestellt werden. Selbst Röhren des gleichen Typs (z.B. verschiedene 6L6) variieren da sehr stark. Die 6V6 ist ein anderer Röhrentyp als die 6L6 und arbeitet mit wesentlich weniger negativer Gittervorspannung. Deshalb wird die jetzt vorhandene Spannung, die ja auf 6L6 eingestellt ist, für 6V6 vermutlich überhaupt nicht passen.
VG Stephan
fifje:
Alles klar! Vielen Dank!
Ich hab halt gehofft, dass vielleicht der ein oder andere 6L6 Typ zu der Fixed Bias Einstellung passt. Die soll ja angeblich eher auf der kalten Seite liegen...
Werde auf jeden Fall schonmal JJ ecc83s in die Vorstufe reinmachen und schauen was passiert.
Gruss
Toni
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