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Fender Concert2(Rivera) modifizieren
Jeje:
Moin,
ich bin dabei meine Concert 2 zu modifiziern und hab mal ein paar Fragen.
1. Der Amp ist von 82 und es sind noch die originalen Elkos drin. Sollten die Dinger getauscht werden, auch wenn noch keine klanglichen und äußerlich sichtbaren Mängel zu erkennen sind?
2.Kann mir jemand erklären warum der Amp eine ganze Röhre für den Eingang benutzt und nicht wie andere Verstärker nur ne halbe Röhre ?
3. Der Overdrive fängt schnell an zu matschen, daher würde ich die Klangregelung vor den Masterregler legen. Spricht da etwas gegen oder muss ich da noch was spezielles beachten?
Schltplan:http://www.blueguitar.org/new/schem/fender/concert.jpg
bäri:
Hi,
die Elkos solltest Du auf jeden Fall komplett wechseln. 23 Jahre ist wahrlich schon ein mehr als gesegnetes Alter für sie, gerade bei den gewagten Fenderchassis- Kopfüber-Konstruktionen (Hitzestau)...
Rivera benutzt die Doppelverschaltung, weil beide Klangreglungen parallel an der Anode dieser Röhre hängen. Für ein einzelnes ECC83- System wäre die Belastung mit nur ca. 60 K doch zu stark. Außerdem löscht sich durch die Parallelschaltung das unregelmäßige Rauschen der beiden Röhrensysteme teilweise gegenseitig aus, immer dann, wenn die Rauschanteile zufällig gegenphasig "aufeinandertreffen" (weniger Nebengeräusche).
Wenn Du die Schaltung wirklich durchschaust und auch schon genügend praktische Erfahrung bzgl. Ampmods hast (Sicherheitsthread...), dann spricht überhaupt nichts dagegen, die Klangregelung des Lead-Kanals nach hinten zu verlegen.
Allerdings wirst Du natürlich einige Bauteile austauschen müssen, alleine schon wegen der dann anderen Pegelverhältnisse (Clean-Kanal z.B. hat dann wesentlich mehr Gain etc.). Schwingungsprobleme könnten auftreten wegen der recht langen Kabel etc., aber das Basteln und Austesten ist ja gerade auch das Schöne daran.
Der Rivera-Concert hat noch eyelet-boards: wenns nicht hinhauen sollte, kannst Du problemlos den Originalzustand wieder herstellen.
Alle erforderlichen Bauteile bekommst Du hier bei TT.
Ansonsten könntest Du auch einfach mal mit kleineren Cs und/oder Hochpassfiltern die Matschbässe reduzieren.
Gruß & poste dann mal, was dabei rausgekommen ist!
Günter
Jeje:
Hi,
erstmal danke für die Infos. Ich hab jetzt die Klangregelung überbrückt, und diese dann zwischen V4A und Mastervolum gesetzt. Das Ergebniss ist ein zweiter leiser Cleankanal ;D. Wie kann ich die Pegelverhältnisse im overdrivechannel anpassen, sodass ich wieder eine Verzerrkanal hab und die Lautstärkenverhältnisse zwischen Clean- und Verzerrkanal wieder stimmen?
Mfg Jeje
bäri:
Hi Jeje,
bestimmt hast Du vergessen, nach dem Abklemmen der Klangregelung einen Koppelkondensator zwischen der Anode von V1 und dem Volume-Regler des Lead-Kanals einzubauen (Du kannst dafür erstmal den Kondensator, der von V4a auf den Masterregler geht, dafür nehmen).
Du hast also die Anodengleichspannung von V1 voll auf das Volumen-Poti des Lead-Kanals gelegt... Glück gehabt, dass nichts passiert ist!
(U.a. deshalb generell meine Bemerkungen von wegen praktischer Erfahrung und so- Röhrenamps können tödlich sein, wenn man nicht genau weiss,was man da eigentlich so macht)...
Sieh Dir also nochmal ganz genau den Schaltplan an:
das Kabel, welches welches an den Eingang der Klangregelung geht, muss nun direkt an Pin 1 von V4a gelötet werden.
Der Ausgang der Klangregelung (Schleifer vom Treble-Poti) wird mit dem Eingang des Master-Volumes verbunden.
Danach kommt dann die eigentliche Arbeit von wegen Gain,Klang,evtl. Schwingen,Pegel etc.
Wenn Du Dir das nicht zutrauen solltest, weil Du vielleicht doch noch keine Erfahrung in solchen Dingen hast, lass' Dir den Umbau lieber von einem qualifizierten Fachmann machen (oder verwende einfach einen EQ im Einschleifweg).
Ist nicht schulmeisterlich oder böse gemeint!
Gruß
Günter
Jeje:
Moin Günter,
ich hab in der Tat den Koppel kondensator vergessen(hätte ich sehen müssen).
Denkfehler (hab das mit Pin1 von V4A verstanden)
Mfg Jeje
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