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Fender 400 PS Röhrenbestückung

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cca88:

--- Zitat von: tubeampgrufti am 21.10.2011 13:54 ---Danke auch dir Jochen für die guten Tipps! Bandscheiben sind noch ok!  :angel:

Die Homepage von RK habe ich bereits gestern besucht und einige FAQs gelesen. Ja, das Wochenende wird ausgefüllt sein mit dem Studium dieser Amp-Konstruktion.

Nur schon das Treiberkonzept mit dem Treibertrafo und der 6L6 als Treiberröhre ist ja nicht alltäglich. Aber das für mich noch undurchsichtige Konzept mit den drei Ausgängen und der scheinbar "automatischen" Impedanzanpassung ist sehr interessant und wird mal wieder meine theoretischen Grundkenntnisse fordern!

Was mich nun interessieren würde: Spielt es eine Rolle welcher Ausgang Nr. 1 ist und welcher Nr. 3. Da ist nichts beschriftet. Das Problem, der Basser der den Amp gebracht hat spielt seit Jahren nur mit einer JBL-Speakerbox dran. Weiss das gerade jemand in welche Buchse die nun gehört, falls es überhaupt eine Rolle spielt?

Fotos werde ich noch machen, kommen demnächst!

Danke und Gruss
bruno

--- Ende Zitat ---

Hallo Bruno,

es spielt keine Rolle, welche Ausgangsbuchse gewählt wird. Jeder Buchse schaltet über die Kathode ein Röhrenpaar "an". Dadurch, daß der Übertrager unabhängige Sekundärwicklungen hat, bleibt die "sichtbare" Impedanz für die aktivierten Röhren immer "richtig".

Wenn die Box 4 Ohm hat ist alles richtig; bei mehr ist es Glück, daß nichts passiert ist. Ich habe dadurch mittlerweile ein paar hübsche Musterexemplare von verkokelten Fassungen daheim....

Grüße

Jochen

tubeampgrufti:
Danke Jochen, jetzt habe ich es "geschnallt"!

Mein Plan ist etwas schlecht in der Auflösung, aber mit deinem Input kann ich es nun  interpretieren. Also ohne einen Speaker angeschlossen sind alle 6 Kathoden der Endröhren über 4,7 kOhm an Masse und laufen so quasi im Leerlauf. Steckt man nun einen Speaker in eine der Buchsen so wird exakt das eine Endröhrenpaar mit Masse verbunden und der Amp läuft dann nur mit diesem einen Paar und die andern "ruhen" bis auch dort mal was reingesteckt wird.

Die von dir vorgeschlagenen Checks habe ich gemacht, ist alles ok! (Ursache des Ausfalls waren ja die defekten Siebelkos)

So, nun will ich die Bias nochmals einstellen. Dazu müssen also alle 3 Buchsen mit einer 4 Ohm-Load verbunden sein. Cool diese Lösung! Muss man auch drauf kommen! Diese 4,7kOhms an den Kathoden haben mich wirklich im ersten Moment irritiert!

So, das Teil läuft nun, aber im Moment immer noch mit dieser EL34-Bestückung. Hat aber auch so schon einen beeindruckenden Sound. Nun muss sich der Besitzer halt entscheiden, ob er so weiterspielen will (scheinbar tut er das schon lange so) oder ob er sich die von Dirk vorgeschlagenen 6550JJ leisten will. Damit wären wir wieder zum Titel dieses Thread zurückgekehrt!

Danke für alle Hilfe!  :danke:

grüsse euch bestens
bruno

cca88:

--- Zitat von: tubeampgrufti am 22.10.2011 16:15 ---Danke Jochen, jetzt habe ich es "geschnallt"!

Mein Plan ist etwas schlecht in der Auflösung, aber mit deinem Input kann ich es nun  interpretieren. Also ohne einen Speaker angeschlossen sind alle 6 Kathoden der Endröhren über 4,7 kOhm an Masse und laufen so quasi im Leerlauf. Steckt man nun einen Speaker in eine der Buchsen so wird exakt das eine Endröhrenpaar mit Masse verbunden und der Amp läuft dann nur mit diesem einen Paar und die andern "ruhen" bis auch dort mal was reingesteckt wird.

Die von dir vorgeschlagenen Checks habe ich gemacht, ist alles ok! (Ursache des Ausfalls waren ja die defekten Siebelkos)

So, nun will ich die Bias nochmals einstellen. Dazu müssen also alle 3 Buchsen mit einer 4 Ohm-Load verbunden sein. Cool diese Lösung! Muss man auch drauf kommen! Diese 4,7kOhms an den Kathoden haben mich wirklich im ersten Moment irritiert!

So, das Teil läuft nun, aber im Moment immer noch mit dieser EL34-Bestückung. Hat aber auch so schon einen beeindruckenden Sound. Nun muss sich der Besitzer halt entscheiden, ob er so weiterspielen will (scheinbar tut er das schon lange so) oder ob er sich die von Dirk vorgeschlagenen 6550JJ leisten will. Damit wären wir wieder zum Titel dieses Thread zurückgekehrt!

Danke für alle Hilfe!  :danke:

grüsse euch bestens
bruno

--- Ende Zitat ---

Hallo bruno,

die beiden dicken "Sandwiderstände" sind wirklich noch OK - oder?

Jeweils einer war bei beiden PS400  die ich da hatte im Arsch...

Nur zur Sicherheit....


Grüße

Jochen

tubeampgrufti:

--- Zitat von: cca88 am 22.10.2011 16:20 ---Hallo bruno,

die beiden dicken "Sandwiderstände" sind wirklich noch OK - oder?

Jeweils einer war bei beiden PS400  die ich da hatte im Arsch...

Nur zur Sicherheit....


Grüße

Jochen



--- Ende Zitat ---


Ja, 14.8 kOhm und 15,4 kOhm, sehen auch optisch gut aus, keine Hitzespuren auf dem Keramik. Auch die Spannungen an den Elkos sind sehr schön symmetrisch 339 und 342 Volt und beim Ausschalten entladen sie sich über diese Widerstände auch ganz schön gleichmässig.

Defekt war einer der 10 Ohm/2Watt-Widerstände an der Kathode einer Endröhre (Unterbruch). Ich habe (wie auch bei andern Amps immer) alle Leistungswiderstände, insbesondere die Schirmgitterwiderstände nachgemessen, alle ok! Des weiteren habe ich alle Arbeitspunkte in Vor- und Treiberstufe nachgemessen und bis auf die Reverbröhre sind alle in der Toleranz. Auch die blauen und braunen "Koppelböller" scheinen noch ok zu sein. Die "gefährlichen" Koppel-C für die Endröhren entfallen ja bei diesem Konzept ohne PI-Röhre.

Tja, die Kiste läuft jetzt seit etwa 2 Stunden mit grosser Lautstärke (MP3) aber nur jeweils mit einer 4-Ohm-Last, die ich ab und zu auf einen anderen Ausgang hänge.

Uebrigens bin ich sehr überrascht wie ruhig diese Kiste läuft! Kein Brumm wenig Rauschen, da könnten einige Amps neueren Datums noch was abschauen!! :bier:

Nochmals danke und Gruss
bruno

cca88:

--- Zitat von: tubeampgrufti am 22.10.2011 17:56 ---
Ja, 14.8 kOhm und 15,4 kOhm, sehen auch optisch gut aus, keine Hitzespuren auf dem Keramik. Auch die Spannungen an den Elkos sind sehr schön symmetrisch 339 und 342 Volt und beim Ausschalten entladen sie sich über diese Widerstände auch ganz schön gleichmässig.

Defekt war einer der 10 Ohm/2Watt-Widerstände an der Kathode einer Endröhre (Unterbruch). Ich habe (wie auch bei andern Amps immer) alle Leistungswiderstände, insbesondere die Schirmgitterwiderstände nachgemessen, alle ok! Des weiteren habe ich alle Arbeitspunkte in Vor- und Treiberstufe nachgemessen und bis auf die Reverbröhre sind alle in der Toleranz. Auch die blauen und braunen "Koppelböller" scheinen noch ok zu sein. Die "gefährlichen" Koppel-C für die Endröhren entfallen ja bei diesem Konzept ohne PI-Röhre.

Tja, die Kiste läuft jetzt seit etwa 2 Stunden mit grosser Lautstärke (MP3) aber nur jeweils mit einer 4-Ohm-Last, die ich ab und zu auf einen anderen Ausgang hänge.

Uebrigens bin ich sehr überrascht wie ruhig diese Kiste läuft! Kein Brumm wenig Rauschen, da könnten einige Amps neueren Datums noch was abschauen!! :bier:

Nochmals danke und Gruss
bruno

--- Ende Zitat ---

Hallo Bruno,

geile Kiste - was mich absolut erstaunt hat, war der Klang bei japanischer Miethauslautstärke....

Flüsterleise; trotzdem Druck und - ein Amp, der Dir versuch zu sagen: "Du hörst jetzt ca 1/4 Watt - wenn Du willst leg ich noch 144,75 drauf ;-)...
Und das an einer 4x12 Greenback box, die mir clean normalerweise überhaupt nicht gefällt...



Rich Koerner war ja früher Stammgast im Usenet und hat den 400PS bei jeder Gelegenheit gepriesen wie den grünen Klee... Ich habe mir damals immer gedacht: "was hast Du nur - OK fette anspruchsvolle Endstufe, aber ansonsten nur'n dicker Twin Reverb" - Als ich den ersten selber gehört hatte, wußte ich warum...

Wenn er nur nicht so sackschwer wäre....


Grüße

JOchen

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