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Fender 75 Phasenumkehr und Mods

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darkbluemurder:
Hallo zusammen,

habe die Ursache des Brummens gefunden. Es lag nicht am Amp, sondern an einem Vorschaltgerät (die Fehler saßen mal wieder vor dem Amp :o). Aber die ganzen Anstrengungen, um den vermeintlichen Fehler zu beheben, waren nicht vergebens. Jetzt läuft der Amp wunderbar ruhig, und ich kann mich wieder der schöneren Arbeit des klanglichen Feintunings widmen. Nochmals vielen Dank an alle, die hier geholfen haben.

Ich habe auch die Stufe, die zum Effektweg führt, wieder in Betrieb genommen und seitdem den singenden Leadsound zurück :). Ich frage mich ja, ob die Fender Ingenieure die Mitkopplung damals absichtlich gemacht haben oder das nur Zufall war.

Viele Grüße
Stephan

Nigel:
Moin zusammen!

Schön, dass der Fehler sich in Wohlgefallen aufgelöst hat. Ich hatte Tweed-Disease (Haatschi) und habe, als ich das Board isoliert habe, auch die Masseführung geändert. Das war schlimm. Es viel mir schwer wirklich konsequent zu sein, eben auch wegen der Elko-Verdrahtung vom Doghouse ins Chassis. Habe es aber letztlich geschafft, auch alle Buchsen und Potis zu isolieren und alles auf eine Masseschiene abzuleiten. Jetzt ist es einer der nebengeräuschärmsten Amps, die ich habe. Das Rattennest sieht allerdings keineswegs aufgeräumter aus, funktioniert aber.

Viel Spaß!

Lieben Gruß,

Nigel

stephan61:
Manche Probleme lösen sich manchmal leichter als man glaubt! ;)
Viel Spaß weiterhin mit dem F75.
Viele Grüße
Stephan

hako:
 :topjob:

hehe, das kenne ich ;).
Und ich kann Nigel nur zustimmen, eine vernünftige Masseführung ist mindestens die halbe Miete.

Viele Grüße,
Heiko

darkbluemurder:

--- Zitat von: darkbluemurder am 23.11.2017 10:04 ---
Ich habe gestern mal probeweise den Ausgang von V2b direkt an den 22nf Koppel-C geführt, der vor den beiden Master Volume Potis sitzt, d.h. ich habe V4, die für den Effektweg zuständig ist, komplett umgangen. Das hat das Brummen etwas vermindert. Zu meiner Überraschung hat sich dadurch der Leadsound drastisch verändert. Es zerrt jetzt deutlich weniger. Offenbar ist die Ursache eine Mitkopplung durch das Layout, die jetzt entfallen ist. Hatte ich vorher zuviel Zerre, ist es jetzt eher zuwenig - was heißt zuwenig - es ist jetzt das, was man aufgrund der Schaltung erwartet hätte. Vorher habe ich mich immer gefragt, woher die viele Verzerrung eigentlich kommt.

--- Ende Zitat ---

Ich glaube, ich weiß jetzt, woher die Verzerrung kommt - nämlich ähnlich wie beim Boogie Mark II C+/Mark III aus der Triodenstufe nach dem Overdrive (V2b im 75). In beiden Amps wird sie im Cleansound weit weniger angefahren als im Overdrivesound, d.h. im Cleansound trägt sie keine Verzerrungen bei, im Overdrivesound schon. Beim 75 ist das dadurch gelöst, dass der Cleansound nach der zweiten Gainstufe sowohl im Bass (durch den im Vergleich zum AB763 kleineren Koppel-C) als auch in den Höhen und Hochmitten (durch den 220k II 2200pf gegen Masse) beschnitten wird. Baut man das nämlich auf die AB763 Kombi 3M3 II 10pf und 470k gegen Masse um, zerrt der Amp, wenn die Effektstufe drin bleibt. Nimmt man dann V4 mit dem Effektweg aus dem Signalweg, ist wieder alles clean.

Die Mark II C+ Schaltung hat nach ihrer V2b weniger Gain (kein Kathoden-C an V2b, kein Kathodenfolger vor dem Effektweg, starke Reduzierung des Signals durch 150k - 4,7k Spannungsteiler vor dem Send), so dass dort der Cleansound auch mit der AB763-Kopplung vor V2b im Cleansound clean bleibt.

Viele Grüße
Stephan

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