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Fender Super 112 überholen

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cca88:

--- Zitat von: Nigel am 15.06.2016 20:32 ---Moin zusammen!

MMhh. Im Pittman-Buch sind die jedenfalls nicht.


Zur Röhrenbestückung: Da sind 2x12AX7in der Vorstufe und eine 12AT7 in der Phasenumkehrstufe. Andere Typen mögen sicher auch funktionieren. Eine ECC82 ist auch in der 110Volt-Version nicht vorgesehen, soweit ich weiß. Vielleicht weiß jemand mehr? Hatten nicht alle Super 60/210/112 dasselbe, gleich bestückte Chassis, bis auf die 19''-Version  ??? ? Es änderten sich am Ende der Produktion die Farbe der Regler. Black-Knob sozusagen.


Gruß,

Nigel

--- Ende Zitat ---

Hallo Nigel,
in den sich auflösenden Resten meines (Volume 3) waren sie bei den Super Reverbs...

S.457-459

Fender Zeichnungs/Partnummern: 036610 / 028921

der 36610 scheint neuer zu sein. Die (kleinen) Unterschiede scheinen hauptsächlich im Bereich der Kanalumschaltung zu befinden... der 36610 hat den "Pull Notch"

Grüße

Jochen

Nigel:
Moin Jochen!

Danke für den erhellenden Hinweis und vor allem die Nummern. So wird da ein Schuh draus.

In meiner Deluxe Revised Edition, das große mit der CD, sind nur ältere Schaltpläne von Super Reverb-Amps.

Cool, wenn man genau Bescheid weiß.
 :topjob:

Lieben Gruß,

Nigel

Feierabendklampfer:
N'amp!

Jetzt wo der Thread doch auf Interesse stößt will ich auch noch einen Euro einwerfen.
Das Ding funktioniert wieder -oooohm.  O0
Ein hochohmiger Anodenwiderstand und ein Messfehler unter der Rubrik „peinliche Pannen“ waren die Ursache. Die Anodenwiderstände sind grundsätzlich etwas unterdimensioniert als Update habe ich gleich alle gegen 2W-Metalloxid ausgetauscht. Zur Panne sag ich nur: Kurzschluss über Osszimasse...  :-X
Die LDR-Schaltung habe ich erst raus gezeichnet und dann überprüft – war alles im grünen Bereich. Falls jemand noch ein paar Cents gibt kann ich den Plan noch rein' stellen.
Dann waren nur noch frische Endröhren einzusetzen. Beim ersten Test auf der Helling waren sofort die Fenderglocken zu hören. Jepp, es ist halt ein Standard-Teil mit ein EINEM typischen Sound für SingleCoil-Gitarren. Aber mein Triamp kommt im Vergleich nur annähernd dahin...
Dann habe ich noch ein paar kosmetische Maßnahmen realisiert:
-die vorgesehene Biasregelung aktiviert – inklusive Messbuchsen für Bias-Strom.
- Ein paar ungeschickt gewählte C's ausgetauscht, oder wer braucht einen 630V-Orangedrop als Kathodenkondensator? Dabei habe ich amüsiert die ewige Frage der Kondensatoren gelesen … dem Fendersound hat es nicht geschadet. Wahrscheinlich sind sie damals billich dran gekommen.
Die restlichen Fender-üblichen 22üF habe ich gegen 3,3uF-Folien ausgetauscht, ohne das ich im Sound einen Unterschied bemerkt habe. Mit Testschaltung und Gitarre ausprobiert!!! Jo, und dann noch mit Testpunkten ausgestattet und alles wieder eingebaut.
Natürlich hat es nicht gleich funktioniert. Mit dem Aufbau haben sich die Fender-Leute ein echtes Ei gelegt. Vielleicht sind die Red-Knobs deshalb so billig zu haben. Ein Draht war nach dem Einbau ab – also nochmal alles neu einbauen und testen. Schätzungweise war mein  Einsatz schon 500Takken Wert.
Doch wieder ein Amp reanimiert, relativ preisgünstig weil etwas verbaut, aber mit amtlichem Sound. Heute habe ich das Teil entgültig zusammen gebaut. Der Sound erinnert  bspw. an Robbie Blunts Gitarrenarbeiten für Robert Plant.  Musst du Youtuben... the big log...
Ich dachte immer es liegt an meiner Ibanez den Sound nicht richtig hin zu bekommen, aber jetzt bin ich schlauer.

Im Anhang noch ein Beweisfoto

Bastlergruß

Nigel:
Moin!


--- Zitat von: Feierabendklampfer am 20.06.2016 00:34 ---Natürlich hat es nicht gleich funktioniert. Mit dem Aufbau haben sich die Fender-Leute ein echtes Ei gelegt. Vielleicht sind die Red-Knobs deshalb so billig zu haben. Ein Draht war nach dem Einbau ab – also nochmal alles neu einbauen und testen. Schätzungweise war mein  Einsatz schon 500Takken Wert.

--- Ende Zitat ---

Nunja, zur Entschuldigung muss man sagen, dass es Fender in der Red Knob-Era nicht ganz so gut ging. Fender-Amps waren in den Mainstream-Bands kaum zu sehen, und galten für Rock als untauglich.  Der Vertrieb, der natürlich von technischen Dingen keine Ahnung hatte, hat von Sony die Namensrechte nach der Fusion mit CBS bekommen aber keine Fabrik oder sonstige Hardware. Das musste alles umständlich, neu aufgebaut werden. Es waren die ersten Platinen-Amps von Fender während in Europa Platinenfertigung schon längst allgemein üblich war. Man musste offenbar sparen wo es ging. Kein Bastler würde auf die Idee kommen und so dermaßen dünne Leiterbahnen für mehr als 60V zu benutzen. Ich schaffe es nie bei diesen Platinen etwas zu tauschen ohne, dass irgendetwas beschädigt wird oder ich hier oder dort nochmal nachlöten muss oder ein Kabel abreißt etc. Später hat man die Platinen anders unterteilt und mit Steckerleisten aus der Computerindustrie verbunden, was alles nur noch schlimmer machte. Mein Twin aus den frühen 90ern wurde zu seiner Markteinführung als limited custom shop '68 resissue beworben und ist qualitativ nicht besser als ein gewöhnlicher Red Knob. Dann gab es einen im Grunde wunderbaren Rumble Bass-Vollröhrenbassverstärker. Wenn man einen trifft, was relativ selten ist, sind die entweder kaputtrepariert oder unspielbar, da die Steckverbinder und Platinen nicht für starke Vibrationen/Hitze ausgelegt sind. Hier ist das missliche Qualitätsmanagement besonders deutlich.

Nur mal so, Off-Topic.

Lieben Gruß,

Nigel

Feierabendklampfer:
Moin!

… aber über den Sound lässt sich nicht meckern 100%  Fender.  Mit anderen Amps lässt sich zwar etwas ähnliches einstellen aber das klingt immer etwas stumpf. Dieser Fender hat dort noch eine ausgeprägte Resonanz. Damit kann nicht jeder. Vielleicht sind sie Preise deshalb  unterschiedlich- zwischen 300-800 Flocken werden im Netz veranschlagt. Es gibt noch einen 2x10-Zöller der im Vergleich etwas höher gehandelt wird.
Mit den Leiterbahnen habe ich etwas Übung, da geht es ja um die max. Strombelastung, die ist bei HV ja etwas kleiner. Technisch gesehen in Ordnung. An der Platine sieht man schön wie das das Prinzip der Sternmasse im Layout übernommen wurde.
Etwas unglücklich ist die Platzierung der Endröhren als zusätzliche Netztrafoheizung :facepalm:.
 Da werde ich noch ein (Designer)-Blech dazwischen basteln – wie bei den Hiwatts...

Bastlergruß :urlaub:

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