Technik > Tech-Talk Fender
Silverface Ultralinear ProReverb mit Überraschung....
smid:
Schönen Abend,
ich konnte es auf den ersten Blick kaum glauben und habe es dann auch gleich fotografiert, aber erst kurz die Vorgeschichte:
Vor einer Weile habe ich halbwegs günstig einen Silverface Ultralinear ProReverb erstanden. Der Amp lief soweit, war nur etwas noisy, hab ihn deshalb erstmal nicht wirklich genutzt. Jetzt ist er offen auf dem Tisch (1a Rattennest) und ich habe mal ein bisschen dran rumgespielt, aber das Ding nicht ruhiger bekommen. Spannungen waren etwas niedrig, ich hatte aber den Selector aber auf 260V, also erstmal nichts böses dabei gedacht. Das Heizungssymterierpoti hat etwas komisch funktioniert, der leiseste Punkt war weit jenseits der Mitte. Naja. Ich habe dann vermutet, dass es vielleicht etwas bringen könnte, den Brückengleichrichter etwas weiter entfernt von den Potis entfernt zu montieren, Einstreu und so, und hab das Ding mal abgeschraubt:
:o
Die "Ecken" des Gleichrichters sind mit kleinen Drahtbrücken unterhalb des Boards auf extra Anschlusseylets rausgeführt. Naja, drei von den Vieren. >:D Eine der Brücken hat sauber gefehlt (keine Lötspuren oder so, die Flecken um die Eyelets auf dem Foto sind vom frisch vom Auslöten) und zwar zu einem der beiden "heißen" Trafoanschlüsse. Der Amp lief wohl die letzten ca. 35 Jahre auf nur einer Zuleitung.
Nachdem das gefixt war war tatsächlich etwas Trafobrummen weniger und die Heizungssymetrierung funktioniert jetzt wie man es erwartet.
Dann habe ich noch den Gleichrichter versetzt, die Heizungen und alles andere, was nur lose zusammengedreht war neu verdrillt und siehe da:
Der Amp ist immer noch noisy wie Sau, Rauschen, Brummen, Oszillieren.... ; :bier:
Schönen Abend
Andreas
Volka:
Hallo Andreas,
hast du das Board mal auf "Tweed Disease" überprüft?
Gruß,
Volka
smid:
Hi,
das werde ich auf jeden Fall mal machen! Der Amps sieht aus, als wäre schon dran rumgebastelt worden, z.b. hat er 12Ohm Messwiderstände an den Endstufenröhren und dort auch frei fliegende Widerstände, die bei Fender eigentlich über über die unbelegten Pins der Pentoden als Stützpunkte verlötet sind.
Ich hab mal die Schaltung ein wenig reduziert, sprich den Vibratokanal runtergestippt, so dass er genau wie der Normalkanal ist und beide vor dem PI zusammengeführt. Also Mastervolume raus, Tremolo raus, Reverb raus. Jetzt hat er wesentlich weniger Rauschen und Brummen, das Britzeln ist auch weg. Ich kann die Kanäle jetzt auch auf 10 drehen, ohne dass der Amp schwingt. Das ist doch schonmal ein Anfang ;)
Von hier aus werde ich mal vorarbeiten. Ich werde wahrscheinlich auf das Tremolo verzichten und mit den freien Röhren eine Hall a la Reverb-Unit, nur mit dem vorhandenen Treiber einbauen.
Ist aber doch interessant, das das Weglassen einer Trafoleitung zum Gleichrichter immer noch einen halbwegs spielbaren Amp hinterlässt.
VG
Andreas
smid:
Hallo.
Volka, Du lagst mit Deiner Vermutung richtig. Eine leitende Pappe habe ich noch dazu. Ich messe sowohl mit Multimeter als auch mit Oszi teilweise bis zu 2V. Deshalb auch die DC-Offsets hinter den Cs... Hatte zwar schon einige getauscht, die geleckt hatten, aber auch mit neuen Cs waren noch Offsets da, wenn auch schwächer.
Dann braucht es wohl ein neues Board. Vielleicht ganz gut, das kann ich gleich auf meinen geplanten Mod anpassen. Der passt zwar von den nötigen Augen ganz gut an den Platz vom Tremolo, sieht da aber etwas reingefummelt aus.
Schönen Sonntag
Andreas
Volka:
Fender (oder der Hersteller) muss da wohl mal was am Material geändert haben... ich bin schon öfter bei SF-Amps darauf gestoßen. Habe einen 62er Concert und einen Princeton aus dem selben Jahr: null Problemo. Auch bei einem 64er und einem 66er Super Reverb gab's keine Auffälligkeiten (die Amps habe ich leider nicht mehr)...
Allerdings war auch mein Blackface Bassman 135 (Bj. ca 1980) frei von solchen Zicken.
Vielleicht sollte man das in SF-Master-Disease umbenennen ;D
Gruß,
Volka
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln