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Fender Twin Reverb Hallprobleme
Den_nis:
Guten Abend!
Habe jetzt ein bisschen auf dem Twin Reverb gespielt. Bisher haben die Anodenbleche nicht geglüht. Ändern wollte ich da sowieso nichts. Funktioniert ja! War nur interessant, weil es so vom Schaltplan abweicht. Momentan habe ich noch den 470Ohm Widerstand in der Reverbeinheit. Jetzt habe ich beobachtet: je mehr ich das Reverb-Poti aufdrehe, desto mehr wird ein Brummen mit auf das Ausgangssignal gegeben. Den 22uF/25V Elko habe ich bestellt. Meint ihr, dass das Brummen durch diese Schaltung mit dem 2,2kOhm Widerstand evtl. etwas unterdrückt wird? Oder ist so ein Brummen eher untypisch und es ist noch irgendetwas defekt? Das Brummen hört man wenn man spielt so gut wie gar nicht. Aber es ist trotzdem da. Und man hört es dann, wenn man nicht spielt.
smid:
Hi,
wenn du den Reverb Pot aufdrehst addierst du ja das Signal der Reverb-Aufholstufe zum Dry-Signal. Die Reverb Aufholstufe selbst verstärkt ja den ziemlich kleinen Output des Tanks und ist dementsprechend empfindlich. Dass da ein wenig Dreck mitkommt ist jetzt nicht so ungewöhnlich. Ich vermute das sind Einstreuungen den Output-Trafo der Hallpfanne. Irgend ein Seuchenherd in der Nähe? Sockel der Halogenlampe neben dem Amp? Im Head, wo Hallpfanne und Netztrafo nahe beisammen sind, gibt es oft solche Probleme.
Also grundsätzlich eher normal das ist.
Die Schaltung mit dem 2k2 und dem 25u am Halltreiber wird daran nichts ändern. Du veränderst damit den Arbeitspunkt der Halltreiberröhre und machst den Frequenzgang nach unten breiter. Der Treiber verträgt mehr Input-Swing, zerrt also später an und überträgt mehr Bass. Insgesamt sollte sich das als "mehr" Hall bemerkbar machen. Natürlich hast du dann auch mehr Nutzsignal am Ausgang der Pfanne und das Verhältnis Nutzsignal zu unerwünschter Brummeinstreuung verbessert sich (in der Theorie...)
Gut Nacht
Andreas
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