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Sicherung fliegt bei Princeton Reverb

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bluesfreak:

--- Zitat von: Kurt am 19.05.2017 18:21 ---Der Hammond kann auf der HV-Seite bei 630 VAC 81 mA abgeben, das ist ein bißchen mehr als sein Heyboer-Kollege aus Worms mit 75 mA.

--- Ende Zitat ---

Der ClassicTone 40-18112 für den Princeton ist mit 650V/70mA auf der HV Seite spezifiziert und soll einem alten 7ender Trafo entsprechen...Interessanterweise bieten die aber auch noch einen "Upgraded" an der 550/630/650V 100mA kann...vllt ist man mit 70 bzw 75mA doch sehr am Limit bei dieser Schaltung?

kugelblitz:
Hallo Kurt,


--- Zitat von: Kurt am 19.05.2017 18:21 ---Hat einer von euch Ideen, was die Trafos zum Durchbrennen gebracht hat?

Mit "kugelblitz" gibt es ja noch jemanden hier, dem ebenfalls der NT auf der HV-Seite durchgebrannt ist. Vielleicht hat er ja mittlerweile eine nachvollziehbare Ursache gefunden.

--- Ende Zitat ---

eigentlich wollte ich hier nichts posten da es um einen Mitbewerber von Dirk geht. Aber nachdem das Problem scheinbar wieder Auftritt (bei mir nicht aber main Princeton laeuft im Monat nur ein paar Stunden und aus den Erfahrungen wuerde ich ihn nicht als meinen einzigen Amp mitnehmen) moechte ich doch moeglichst neutral meine Erfahrung hier niederschreiben.

1. die Sicherung auf der Primaerseite hat bei 230V nicht 1A T zu sein sondern 500mA T . (wird auch so geliefert leider vintage korrekt wie auch alle Schrauben nach zoelligem US Standard)
2. Ich habe und hatte auch eine Sicherung im HV CT sekundaerseitig (wuerde wenn in Zukunft nur 2 auf den HV wicklungen und nicht eine im CT verbauen) 160mA T die ist nicht durchbrannt sondern die 500 mA T auf der Primaerseite.
3. Ich konnte keine Kurzschluesse zwischen den Wicklungen nachweisen.
4.  Ich habe den Trafo (ausgebaut) ueber die 5V oder 6.3V ganz genau weiss ichs nicht mehr (muesste das Protokol suchen) Wicklung zum testen und ausmessen ohne lasten an den Wicklungen versorgt und da hat der Trafo Leistung gezogen (ich glaub irgendwas >> 10W ), Spannungen an den Wicklungen genutzt um auf die Uebersetzungsverhaeltnisse/windungszahlen zu schliessen  --> Windungsschluss im HV bezogen auf CT ich glaub ~15% Abweichung an den HV Wicklungshaelften.

Dh da ist keine Windung durchgebrannt sondern die Isolierung zwischen Windungen zumindest einer HV Seite kurzgeschlossen. Mehr kann ich nicht mehr sagen da er ausgetauscht wurde.
IMO passt das auch zu Deinem Fehlerbild BTW das Durchbrennen der sicherung ist bei mir auch in einer Phase aufgetreten in der eine Gitarre angesteckt aber auf 0 geregelt war, dh ohne Signal und er schwingt sicher nicht geprueft mit Oszi und FFT.

Danach hab ich den Trafo bei dem Mitbewerber reklamiert. Er wurde anstandslos getauscht leider muesste ich den Amp verschicken (Ohne war nicht zu diskutieren). Weiter moechte ich micht gar nicht ueber den Kontakt auslassen, aber der Trafo wurde sauber getauscht, dh Primaerleitungen ungekuerzt, bis auf eine auch recht schoen verlegt, zusaetzlich wurden vom Mitbewerber snubber caps an der GR Fassung nachgeruestet. Ich habe zusaetzlich noch schnell 1N4007 verbaut. Sonst haben sie nichts im Amp angeruehrt aber und darum bin ich recht froh (hatte ich ja noch nie) zur eigenen Absicherung habe sie auch VDE Pruefung und nach telefonischer Auskunft einen Lasttest durchgefuehrt, augenscheinlich ohne Beanstandung.

Wenn er noch einmal sterben sollte, ist fuer mich aber eines sicher, ich werde den Trafo nicht zurueckschicken und nicht gegen einen baugleichen tauschen sondern zerlegen und vermessen und einen anderen Amp in des Chassis bauen (und auf keinen Fall "vintage correct" sondern nach aktuellen Stand, ist aber eine persoenliche Sache mir singt der Princeton zu wenig, tremolo, hall und clean ok aber etwas singen fehlt einfach).

Fuer mich sieht das ganze hoeflich formuliert nach zumindest einem Toleranzproblem beim Zulieferer aus, hoffentlich trifft es nur eine Charge. Vermutlich faellt das wie auch andere Punkte am Bausatz unter Vintage correct... Eigentlich habe ich den Bausatz damals nur gewaehlt weil ich beruflich kaum Zeit hatte und trotzdem ohne Bauteile zu organisieren schnell einen leicht veraenderten Princeton zu bauen, leider war der vermeintlich schnelle Weg der steinigere. Der naechste wird wieder herkoemmlich selbst geplant...


--- Zitat von: Kurt am 19.05.2017 18:21 ---Übrigens: lt. Datenblatt hat Hammond den 291AEX auf der 5V-Windungsseite seit Okt 2016 auf 3A getrimmt!  8)

--- Ende Zitat ---

Gute Nachricht, aber sollte das noch einmal passieren werde ich wie schon geschrieben einen anderen Amp mit einem anderen Trafo verbauen. Tremolo und reverb behalten, aber auch etwas gain verbauen.

Gruss,
Sepp

hako:
Hallo,

--- Zitat von: Kurt am 19.05.2017 18:21 ---Der Princeton wird nach einigen Stunden Spielzeit ziemlich warm rund um den Netztrafo .. könnte es sein, dass die NTs generell zu schwach ausgelegt sind?
--- Ende Zitat ---

das ist doch bei vielen Amps so (hier: Laney PT30, PT spielte nach 20 Minuten Wasserkocher), die Hersteller verbauen was halt gerade so "reicht"..... Und solange keine ungünstigen Betriebszustände passieren ist bis auf die Wärmeentwicklung auch alles "ok".


--- Zitat von: bluesfreak am 19.05.2017 19:39 ---...vllt ist man mit 70 bzw 75mA doch sehr am Limit bei dieser Schaltung?
--- Ende Zitat ---

Das dachte ich mir hier auch schon mal: https://www.tube-town.net/ttstore/Transformatoren/Netztrafos/Marshall/TT-Netztransformator-Marshall-Style-45-50-Watt::5991.html. Sekundär nur 150mA  :sex: . 150mA sekundär für einen 50W Amp? Mit kleiner Reserve ist das schon eng, oder.....?


--- Zitat von: kugelblitz am 19.05.2017 21:13 ---(wuerde wenn in Zukunft nur 2 auf den HV wicklungen und nicht eine im CT verbauen) 160mA T die ist nicht durchbrannt sondern die 500 mA T auf der Primaerseite.
--- Ende Zitat ---

Ich mache das schon immer so (2 Sicherungen in der HV mit CT) und das hat mir schon zwei mal *mindestens* die Endröhren gerettet.
(Ursache: eigene Blödheit :D )


--- Zitat von: kugelblitz am 19.05.2017 21:13 ---Vermutlich faellt das wie auch andere Punkte am Bausatz unter Vintage correct...
--- Ende Zitat ---

Jaja, vintage correct, ich brauche keine kochenden Trafos und überlastete Widerstände o.ä.
Das geht alles auch technisch sicher(er), und der Amp klingt trotzdem!

Viele Grüße,
Heiko

kugelblitz:

--- Zitat von: hako am 19.05.2017 23:12 ---(Ursache: eigene Blödheit :D )

--- Ende Zitat ---

Oh damit kenn ich mich aus ;)

Kurt:
Hallo miteinander,

Nachdem ich kugelblitzens Beitrag gelesen habe, muss ich meine Wortwahl korrigieren: meine beiden NTs sind nicht durchgebrannt in Sinne einer Sicherung, sondern hatten, wie bei kugelblitz auch, einen Windungskurzschluss auf der HV-Seite, bemerkbar durch Asymmetrie in den DC-Widerständen der HV-Windungen. Und durch krass überhöhnte Leistungsaufnahme, auch bei gezogenen Endstufen- und GLR-Röhren.

Der Händler hat auch den zweiten NT anstandslos ersetzt. Sehr kulant, Hut ab.

Meine Tendenz geht aber trotzdem zu einem anderen Trafo, daher wiederhole ich meine Frage: sind durch einen leistungsfähigeren NT wie dem Hammond 291AEX, der 100 mA statt nur 75 auf der HV-Seite liefern kann, nicht Auswirkungen auf den Sound zu erwarten? Der berühmte "Sag" eines Röhrenamps müsste doch damit deutlich geringer ausfallen, oder?

Zweite Frage: wie müssten die beiden Feinsicherungen auf der HV-Seite (statt nur einer auf dem HV-Center-Tap) dimensioniert werden, damit der Trafo, der 75 bzw. 100 mA liefern kann, geschützt ist? 160 oder 200 mA?
Und wie verlegt man die HV-Leitungen mit den integrierten Sicherungen dann, wenn man sie nicht mehr komplett verdrillen kann, damit es nicht brummt?

Danke und groovigen Grooß
Kurt

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