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Blues Deluxe mit Selbsterregung im Drive-Kanal

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Meikel:
Hallo zusammen,

ich habe einen BD auf der Werkbank, bei dem sich der Drive-Kanal (Normal läuft einwandfrei) mit einem schrillen Pfeifen oder Fiepen meldet.

Das Schwingen beginnt bei Stellung 8 oder 9 des Drive-Reglers und lässt sich mit den Tonestack-Reglern M oder insbesondere T in seiner Tonhöhe beeinflussen. Ebenso ein wenig mit dem Bright-Taster. Passt man mit dem Master nicht auf, so ist sehr schnell Ohrenbluten angesagt! Der Reverb-Regler hat wie der Bass-Regler keinen Einfluss.

Kennt jemand von Euch diese Fehlerursache? Da es sich um ein Baujahr 1993 lt. Platinenaufdruck handelt, will ich ohnehin alle Siebelkos tauschen, da ich erst einmal eine Instabilität in der Spannungsversorgung und damit verbunden die Selbsterregung vermute. Anschließend möchte ich neben der obligatorischen Spannungsmessung an den Stufen deren Signalverstärkung messen.

Für Hinweise bedanke ich mich herzlich!

Gruß Michael

stephan61:
Hi Michael,

ich kann mich dunkel erinnern, dass ich mal einen BD mit dem gleichen Problem (neben anderen Problemen) bei mir hatte.
Ich meine mich zu erinnern, dass dieses Problem auch mit diesen blöden 5W-Zementwiderständen zusammenhing. Die werden als "Standard-Fix" auf mehr Abstand zur Platine, d.h. mit ziemlich langen Beinen, abgeändert. Zwecks der Hitze. Die langen Beine machen die Lötstelle empfindlich auf Erschütterungen.
Damals war bei diesem BD eine solche Lötstelle defekt.
Nagel mich nicht fest, aber ich habe es irgendwie im Hinterkopf, dass das Oszillieren dann nicht mehr aufgetaucht ist.
Justin Holton hat sowas ähnliches mal auch für den Hotrod beschrieben (hotroddiy.com).
Vielleicht hilfts Dir weiter.

Viele Grüße
Stephan

Meikel:
Hallo Stephan,

ja, die zwei Kokelwiderstände sind mir gut bekannt. Allerdings habe ich noch nie daran herumgelötet; "komischerweise" lief der Amp bis dato einwandfrei.  ;D

Ich schaue mir das gern an, danke sehr für den Hinweis!

Gruß Michael

cca88:

--- Zitat von: Meikel am 18.10.2016 15:12 ---Hallo Stephan,

ja, die zwei Kokelwiderstände sind mir gut bekannt. Allerdings habe ich noch nie daran herumgelötet; "komischerweise" lief der Amp bis dato einwandfrei.  ;D

Ich schaue mir das gern an, danke sehr für den Hinweis!

Gruß Michael

--- Ende Zitat ---


Hallo Michael,

die neigen bei den "Alten" zur Selbstentlötung....

daher wäre eine Verhaltensänderung - logisch.

Ich glaub die Ursprünglichen waren 330K. Der Fix sagt glaub 470k....

Müßte die SBs suchen...

Grüße

Jochen



bluesfreak:
Andersrum, zuerst 470 dann 330 um die abfallende Leistung zu reduzieren und das Aufheizen zu minimieren. Die Dinger sind eine Dauerbaustelle in diesen Amps, nur noch von den Elkos übertroffen.
Ich denke auch das nach Tausch der Elkos und der Widerlinge die Mühle wieder läuft...

Gruß
Blues

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