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Deluxe Reverb ab763 Nachbau mit Spontanheilungsdefekt
cca88:
--- Zitat von: W-mann am 15.04.2019 10:12 ---Hallo Sebastian,
Danke für Deinen Hinweis, wird beim nächsten Mal berücksichtigt. Pin 4 und 5 sind Heizung und mit dementsprechendem Draht verbunden. Belehrt mich eines Besseren, aber ich denke die hat mit dem konkreten Symptom wenig zu tun. Mittlerweile habe ich mit jemandem gesprochen, der viel Erfahrung hat, der warf die Möglichkeit eines schwingenden Amps in den Ring. Dann wirds arg...
Ich danke für Hinweise und halte auf dem Laufenden, vielleicht kann ich ja als Langzeitfazit zum glücklichen Abschluss mal meinerseits etwas Erhellendes beitragen!
Telefonat mit der Apotheke steht noch aus...
Viele Grüsse in die Runde! Uli
--- Ende Zitat ---
...wobei Schwingen bei einem halbwegs korrekt - dem Original nachmodelliertem - Blackface eher kein echtes Thema sein sollte... Ist ja kein Highgainer und eher "gutmütig". Vor allem nicht: mit der einen Röhre "ja" - mit der anderen "nein".
Mit dem "Ziehen" und "Stecken" der Röhren übst Du ja auch immer ein bißchen Kraft aus - bzw. es gibt eine leichte Erschütterung - das kann einen Wackelkontakt schon zum "Reagieren" bringen.
Bei "Kratzen" und "Dünn" bin ich gedanklich irgendwie beim Bias... schau dir mal den Shuntwiderstand an - und versuch auch die Spannungen beim Auftreten des Defekts zu messen.
Am Besten natürlich zusätzlich mit einem Scope...
Die einzige Ecke wo ein Schwingen mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten kann, das ist die Gegenkopplung, aber die würde sich anders bemerkbar machen...
Hast Du ein Scope?
Grüße
Jochen
W-mann:
Hallo Jochen,
vielen, vielen Dank! Nee, Scope habe ich nicht, da muss ich jemanden aufsuchen, das werde ich wohl auf alle Fälle. Aber erstmal muss der Amp zu mir, das wird dieser Tage erfolgen.
Ja, das mit dem Röhrentausch und der mechanischen Belastung, klar. Dann müssten im Übrigen Vibrationen im Gehäuse der andere Auslöser sein, sofern die Röhren dieselben bleiben, also äusserlich der Betriebszustand sich nicht verändert.
Es wäre natürlich schön, wenn "nur" der Tausch eines Sockels das Problem beheben würde, dann würde ich aber alle im Preamp tauschen.
Shuntwiderstand ist der am BIAS Poti, richtig?
Ich werde erstmal über Ziehen von Preampröhren versuchen, die Kanäle zuu isolieren, den Oszi rauszunehmen, den Hall ebenso und sehen, ob ich im Vorverstärker das Woher etwas eingrenzen kann.
Auf alle Fälle gehe ich Deinem BIAS Verdacht nach!
Wie Du schreibst: Der Amp ist sehr genau am Original aufgebaut und High Gain ist er ja wahrhaftig nicht.
NFB betreffend: In der Tat war vom Hersteller her die Phase im Sekundär des OT verdreht, die haben wir bei Inbetriebnahme in Worms erstmal getauscht, ansonsten war alles absolut und in jeder Hinsicht unauffällig.
Wenn ich das NFB mal kappe?? Positv ist es jedenfalls nicht, ich weiss, wie furchtbar das klingt!
Nun: Man wächst an den Aufgaben, jetzt hats mich halt erwischt und ich muss mal richtig lernen!
Vielen Dank für Deine und Eure Unterstützung! Uli
loco:
hallo,
Um die Fassungen (die meisten sagen Sockel) zu testen habe ich bei einer alten Röhre alle Beine ,bis auf eins, "amputiert". Damit lässt sich bequem jeder einzelne Kontakt der Fassung testen.
Gruß, Dieter
PS : in letzter Zeit häuft sich die Zahl der defekten Keramikfassungen..............
W-mann:
So liebe Gemeinde, zum hoffentlich endgültigen guten Schluss und damit ich auch mal nicht nur fragen, sondern vielleicht auch einmal einen kleinen Hinweis bei solchen Symptomen geben kann: Ich hatte den Amp wieder auf der Bank und bei Rüttel - und Klopftests hat sich herausgestellt, dass die Aussetzter und "Frequenzverschlankung", also der dünne Klang durch Rütteln an V2 zu provozieren war, obwohl gerade der Normalkanal gespielt wurde. Also geschlossen daraus: Wo ist die Verbindung? Die gebrückte Kathode zwischen V1 und V2! Nachgelötet. Und Ruhe! Amp eingebaut, Lautsprecherkabel im Cabinet angeschlossen und siehe da, noch einmal dasselbe Symptom, dünner und wackliger Ton! Chassis raus, alle Lötstellen an den Lautsprecherbuchsen nachgelötet, das komplette Lautsprecherkabel nachgelötet. Ruhe!
Also Glück im Unglück! Der Amp schwingt nicht und durch etwas Nachdenken und die gückliche Hilfe von Meister Zufall beim Stochern im Kaffeesatz die richtigen Ecken gefunden. Hätte ich nicht erwartet, denn die Lötstellen sahen alle sehr solide aus, nix kalt oder brüchig...
Gelernt: Manche Zusammenhänge im Amp und: ich löte nie mehr bleifrei, denn ich bilde mir ein, dass bleihaltiges Zinn weicher bleibt und besser fließt und damit eine möglich Fehlerquelle, die zu unersprießlichem Suchen führen kann, ausgeschlossen ist.
Ich danke allen, die sich gedanklich mitbeschäftigt haben, ganz ausdrücklich!
Das nächste Projekt kommt bestimmt!
Übrigens habe ich aus der Apotheke vom Medizinmann sehr hilfreiche Hinweise bekommen, er hatte mich auf die Möglichkeit hingewiesen, dass in der Konfiguration der Lautsprecherbuchsen und OT Seccondary Kabel gerne ein Störfaktor begründet liegt. Da ist schon auch viel Erfahrung im Spiel, die mir so bisher einfach fehlt. Daher bin ich eben Euch allen auch sehr dankbar, dass Ihr mir Hinweise gegeben habt...
Bis auf Weiteres mit vielen lieben Grüßen, Ui
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