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Harvard 5F10 - leichter Amp

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cca88:

--- Zitat von: Marcus777 am 18.07.2019 13:28 ---Hi Roseblood,

was Du sagst, klingt sinnvoll. Leider reichen meine Verstärkerbaukenntnisse nicht, um sowas umzusetzen. Ich traue mir aktuell nur zu, klassische Fender-Amps nachzubauen und zu modifizieren. Mit Transistor-Amps habe ich noch gar keine Erfahrung. Wenn Du einen Link auf ein Beispiel hättest, würde ich mir das anschauen.

Grüße,
Marcus

--- Ende Zitat ---

Marcus,
mach es - vielleicht wird es genau der Amp den Du suchst... Und wenn nicht, ist nicht übermäßig viel hin. Spaßfaktor ist trotzdem garantiert.

Auch in einer BigBand kann sich eine kleine Röhrenkiste mit einem guten Lautsprecher durchsetzen. Charlie Christian hatte auch nix übermäßig Lautes... Ich habe schonmal einen in echt gehört... Da war mein 5E3 im direkten Vergleich laut dagegen.

Grüße
Jochen

roseblood11:
Ich wollte ihm den Harvard nicht ausreden...
Ist ein netter kleiner Amp. Aber eben clean gespielt unspektakulär und ee hat eher wenig dB per kg...
Bei Bigband denke ich eher an den Motown Sound, und der entstand meistens ganz ohne Amp, mit Gitarre direkt ins (Röhren-) Pult. Die Jungs hatten so immer ordentlich Headroom und eine flexible Klangregelung. Und da in einer Bigband die klangliche Nische für die Gitarre oft eher schmal ist, scheint mir das sehr nützlich. Man kann dann den Sound genau passend machen, ohne weit aufdrehen zu müssen. Ein Harvard ist klanglich kaum flexibel, und man hat ständig Frequenzen dabei, die in einem vollen Arrangement mit Bläsern evtl eher stören. Ich würde mindestens eine TMB Klangregelung à la Blackface Fender einbauen, vielleicht schaltbar wie beim TT 5Ä3. Oder sogar einen semiparametrischen Mittenregler.
Hier sind ein paar nützliche Links enthalten:
https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=http://www.tdpri.com/threads/the-signature-motown-guitar-tone.93674/&ved=2ahUKEwj_-cfzpb_jAhXDDewKHbmVCXUQFjAEegQIARAB&usg=AOvVaw2BL-1m8fJyCIFAwQNRMSN0

Einen Harvard wird man aber auch jederzeit wieder los, falls er dann doch nicht passt. The Edge von U2 spielt einen, und die Jungs aus den Coverbands sind bestimmt ganz wild drauf...

Marcus777:
Hi,

ich habe jetzt alle Teile für den Harvard bestellt und werde also definitiv einen bauen.

Trotzdem waren die Hinweise zum Jazzboy und zu den Solid-State-Amps hilfreich für mich. Mir war gar nicht klar, dass das Obertonverhalten des Amps etwas mit dem Einfügen in den Band-Sound zu tun hat. Insofern vielen Dank dafür. Wenn ich direkt in meinen AER Compact 60 gehe, was ich manchmal tue, ist das für Rythmusparts in der Bigband auch absolut ok. Passt gut rein und fällt nicht auf ;-). Dafür habe ich jetzt die Erklärung. Das ist ja vergleichbar mit einer PA. Der Sound ist aber auch recht langweilig. Deshalb baue ich jetzt den Harvard und schaue mal, ob der interessanter klingt und trotzdem in der Bigband funktioniert.

Ich melde mich wieder wenn die Teile da sind und der Bau voran schreitet.

Grüße,
Marcus

sjhusting:
Unterschätz die tweed Harvard nicht. Zur Erinnerung: es war Steve Cropper’s Amp auf alle die klassische Stax Aufnahmen, und ich habe nie eine Vorwurf gehört, sein Tone lebenlos war. Fixed Bias macht ein große Unterschied in dem Circuit. 6at6 ist in Prinzip ein habe ecc83 so ich würde das benutzen und die andere Hälfte stilllegen - du willst für dein Zweck kein unnötige Gain haben.

Marcus777:
So, ich habe den Amp weitestegehend zusammen gebaut (siehe Bild im Anhang). Hab' wieder einiges gelernt, wass ich beim nächsten Amp besser machen kann ;-)

Ich habe den Amp eingeschaltet und ohne Röhren versucht, die Spannungen zu messen. Leider komme ich auf ein B+ von 550V. Es sollen 305V sein. Ich habe den TT 81VA Ringkern Trafo verwendet, der 300V im Secondary hat. Und eben einen Diodengleichrichter. Habe ich irgendeinen Denkfehler? Kann mir jemand auf die Sprünge helfen.

Grüße,
Marcus

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