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Blackface Princeton mit Single End Endstufe?
berwin:
--- Zitat von: smid am 12.05.2021 21:46 ---bei einer SE-Endstufe sollte es doch (theoretisch) keine nennenswerten Sag-Phänomene geben, die hat eine konstante Stromaufnahme. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber die Röhrengleichrichtung samt Choke in meinem 6V6 SE-Eigenbau würde ich im Nachhinein als rausgeschmissenes Geld bezeichnen. Wenn ich den Amp nochmal bauen würde, bekäme er Dioden und RC statt LC.
--- Ende Zitat ---
Beim Sag-Effekt bin ich voll bei dir. Aber LC hilft halt, gerade bei SE vermehrt gegen Brumm. Wobei ich die Siebdrossel schon vor der Plate der Endstufe meiner SE Versuche verbaut habe. Kein Brumm.
Grüsse, Bernd
roseblood11:
Jupp, das bringt eine Menge. Mein Vibro Champ mit zusätzlichem LC-Glied und Diodengleichrichtung ist fast brummfrei.
soderstrom:
--- Zitat von: smid am 12.05.2021 21:46 ---bei einer SE-Endstufe sollte es doch (theoretisch) keine nennenswerten Sag-Phänomene geben, die hat eine konstante Stromaufnahme. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber die Röhrengleichrichtung samt Choke in meinem 6V6 SE-Eigenbau würde ich im Nachhinein als rausgeschmissenes Geld bezeichnen. Wenn ich den Amp nochmal bauen würde, bekäme er Dioden und RC statt LC.
--- Ende Zitat ---
Hi Andreas, das war früher auch meine Perspektive bis ich ein paar Champs gebaut habe, mit und ohne Röhrengleichrichter.
Das klingt anders und das Spielgefühl ist auch unterschiedlich. Ich glaube, dass der Innenwiderstand der Röhre im Netzteil bei impulsartiger Belastung die Spannung sich kurzzeitg wegducken lässt, auch bei SE Endstufen. Halbleiter Dioden verhalten sich anders.
Ist der Unterschied groß? Nicht gewaltig aber hör- und spürbar. Ein Röhrengleichrichter lässt tendenziell den Anschlag weicher werden, die einzelnen Töne sind nicht so differenzbar beim Akkordspiel, alles ist homogener. Man könnte auch sagen mehr in die Richtung verwaschen und matschig...ich kenne einige Leute die stehen da überhaupt nicht drauf. Das ist auch Geschmackssache.
Natürlich spielen die Siebkapazität und auch die Trafogröße eine Rolle, wie auch der Einsatz von Drosseln.
Ich glaube, man muss da eine gute Balance finden gerade bei kleinen Amps. Für mich lebt der Sound ein Stück weit davon, dass ein Princeton (Champs auch) immer etwas grenzwertig und leicht überfordert klingt.
Daran werde ich mich bei diesem Projekt orientieren, deshalb auch der Versuch mit dem Sag Widerstand, mal schauen ob das was bringt...
soderstrom:
--- Zitat von: roseblood11 am 12.05.2021 23:13 ---Jupp, das bringt eine Menge. Mein Vibro Champ mit zusätzlichem LC-Glied und Diodengleichrichtung ist fast brummfrei.
--- Ende Zitat ---
Ja, das stimmt. Drosseln sind klasse. Verbaue ich immer, wenn ich kann. Bei kleinen Amps haben die aber auch die Tendenz zum harten Anschlag.
smid:
Hallo zusammen,
ich habe damals Drossel und R ausprobiert und hatte brummtechnich keinen Unterschied. Der Kleine brummt einfach nicht. Aber Brumm ist halt nicht gleich Brumm. Das kann ja alle möglichen Ursachen haben, Siebung, Layout, Kabelverlegung, externe Einstreuung etc.
Die Drossel blieb nur drin, weil sie sonst sinnlos rumgelegen wäre ;D
Was die spieltechnischen Nuancen angeht bin ich aber auch nicht wirklich aussagefähig. Ich merke den Unterschied zwischen Diodengleichrichtung und Röhre nur bei einem einigermaßen aufgedrehten PP Amp. Aber ich spiele auch fast nur nur clean. Da merke ich es halt bei der Impulswiedergabe, da knallt die Diodenamp mehr. Das kan geil oder ungeil sein, was imho ziemlich am Speaker und der Box liegt.
VG
Andreas
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