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Generelle Frage zum THEMA Siebdrossel. Wer kann mir die Messwerte erklären?

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Offline QOTSA_Lover

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Hallo liebes TT Forum

ich habe eine Frage an euch und hoffe jemand kann mir das erklären bzw einen Rat geben.
Bei einem typischen Marshall der Handwired Ära haben wir ja in der Regel eine 3H, ca. 100Ohm Siebdrossel.

Verschiedene Siebdrosseln die ich bisher gekauft habe messen aber alle irgendwie total unterschiedliche Werte.
Als Beispiel: Hammond 194B, Offiziell eine Fender Drossel, aber mit 4H 108Ohm eigentlich ziemlich genau passend für eine typische Marshall Choke

Gemessen mit einem Induktionsmessgerät (kein high end) messe ich dort aber ca. 2H.
Bei verschiedenen anderen Herstellern schwankt das ähnlich. Mal 1,75, mal 3,75, usw...

Andere Siebdrosseln die zB mit 3H angegeben sind (zB Marstran, Merren, IGPW) messen wiederum ziemlich genau 3H.

Dann bin ich noch hierüber gestolpert, wo Brian Wallace alte originale ausgemessen hat. Mit einem ähnlichen Messgerät wie ich es verwende:
http://forum.marstran.com/viewtopic.php?f=4&t=276

Jetzt ist es doch so, dass sich die Induktion unter Last verändert, oder? Ich weiß nur trotzdem nicht so recht woran ich mich orientieren soll. An dem statisch gemessenen Wert mit dem H-Messgerät, an der Angabe des Herstellers? Ich möchte natürlich wenn möglich schon so nahe wie möglich ans Original aber will da auch keine Haarspalterei betreiben.

Mir ist nur nicht so ganz klar woran ich mich orientieren soll. So viele Chokes kaufen/selektieren bis man den Wert hat den man möchte? Auf die Angaben vertrauen unabhängig vom Messwert? Wie ist denn da eure Erfahrung zu der Induktion bei Siebdrosseln?

Danke und Gruß
Thomas

« Letzte Änderung: 23.05.2021 12:15 von QOTSA_Lover »

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Offline carlitz

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Hallo,

wenn Du genau die Werte an deiner Drossel haben willst, welche angegeben ist, musst du eigentlich auch ALLE Kondensatoren und Widerstände auf ihre Werte überprüfen.

Allerdings haben das die Hersteller auch nicht gemacht (früher bestimmt nicht).

Heutige Widerstände mit 1% Toleranz sind gut verfügbar, Kondensatoren haben allerdings +-10% Toleranz (und mehr).

Was willst Du erreichen?
If you don't know how to fix it, stop breaking it!

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Offline QOTSA_Lover

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Naja also wie gesagt... Ich möchte da eigentlich keine große Haarspalterei betreiben. Ich bin mir nur unsicher woran man sich orientieren soll wenn man eine Choke auswählt. Am Wert den ich statisch messe oder den Angaben der Hersteller, die ja (wenn ich da richtig liege) die H-Werte in Bezug auf die angegebenen mA angeben. Also quasi zB 3H @ 90mA. Das würde auch erklären warum am Messgerät dann ein niedrigerer Wert herauskommt.

Die Frage ist halt wie sehr die Unterschiede da zu hören/spüren wären. Ich denke mal das wäre absolut vernachlässigbar. Aber irgendwie möchte man es natürlich schon so "richtig" wie möglich machen.


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Offline Laurent

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Hallo Thomas,

Hier findest du grundlegende Informationen zum Thema Drosseln:

https://www.roehrentechnik.de/html/siebdrosseln.html

Gruß
Laurent

PS: Dirk, wenn unpassend, bitte löschen.

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Offline günther

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Diese LCR-Messgeräte sind im Messbereich 20H Zufallszahlengeneratoren. Bei +/- 5% vom Endwert kann der  Messwert um +/- 1H abweichen. Die weiteren Toleranzen in diesem Bereich lass ich mal außen vor.
Gemessen wird in diesem Bereich mit 100 Hz Wechselspannung bei einem Strom von ca 15 uA.

Im realen Betrieb sieht die Drossel aber eine pulsierende Gleichspannung und der Strom ist 1000fach größer. Damit kommen wir jetzt in den Bereich der Kernsätttigung und das ändert die Induktivität.

Wenn man es richtig machen will braucht man ein Oszi. und schaut sich die überlagerte Brummspanng unterl Last an.
Einmal ohne Drossell und dann sucht man sich eine aus die die kleinste Brummspanng liefert.





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Offline QOTSA_Lover

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Danke für eure Hilfe... Den Link schaue ich mir mal in Ruhe an.
Ich dachte mir schon, dass mein 0815 Messgerät da vermutlich nicht das Wahre ist und ich im Zweifel die Drossel in einer Testschaltung messen müsste um den wirklichen Wert zu erfahren.

Von daher tendiere ich gerade dazu, die Drossel nach dem Widerstand auszusuchen und mich bei der Henry-Angabe einfach auf den Hersteller zu verlassen.


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Offline berwin

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Hatte vor Kurzem auch mal danach gesucht wie man Induktivitäten messen kann und das gefunden:

https://www.youtube.com/watch?v=5GWrbDzQL-Q

Sehr aufwändiger Versuchsaufbau, aber er hat auf YT auch noch eine etwas einfachere Methode.
Auf jeden Fall sehr interessant.

Grüsse, Bernd