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Hässliche Distortion in Princeton Reverb AA1164

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Emek:
Liebes Forum,
Ich habe den Amp 2009 gebaut und spielte damit auf Bühnen und im Studio. Nachdem ich zuletzt aber auf 5E3 und jetzt den 18W TMB umgestiegen bin, habe ich ihn nur noch Zuhause bei geringer Lautstärke gespielt.

Ich habe aber unlängst wegen Mikrophonie die 6V6 getauscht und eingestellt und dachte mir, das Wiring von damals ist auch nicht so schön - gleich Leitungen gekürzt und er hatte weniger Noise. Clean und leise klingt er mit Tremolo und Reverb phänomenal gut. Aber beim Lauttesten gab es echt hässliche Distortion. Alle Röhren gewechselt, Wiring und Lötstellen geprüft, Anodenwiderstände getauscht, auch einige Kathodenwiderstände, Bypasscaps geprüft. Immer wieder Oszilloskop und Funktionsgenerator verwendet, aber keine Auffälligkeiten gefunden, außer B+ gut 7% zu hoch.
Jetzt stelle ich beim Testen fest, das Problem habe ich nur, wenn der Reverb Input angesteckt ist - auch bei ausgeschaltetem Reverb, mit einem anderen Federhall versucht. Das gleiche. Wenn keine Last sekundär am Reverbtreibertrafo hängt, spielt der Amp super, mit Hall dran, gibt es schlimmes Zerren. Ist der kleine Übertrager hinüber?  - DCR 1050 Ohm bzw. 1 Ohm, 1kHz Impedanz 27k bei 8 Ohm Lastwiderstand scheinen ja okay...
Vielleicht kennt jemand von Euch dieses Problem.
Liebe Grüße Emek

iefes:
Hi Emek,

ich hab kürzlich einen Amp gebaut bei dem das Reverb mit zu starkem Pegel angefahren wurde. Dadurch wurde der Sound bei hohem Pegel ziemlich kratzig, Symptome genau wie von dir beschrieben. Ohne Halltank alles gut. Beim Test mit dem Signalgenerator hat der Übertrager im Halltank richtig mit-geschwungen und entsprechend gepfiffen und ab diesem Punkt konnte man auch am Oszi sehen, dass das Signal unschöne Spikes bekommt.
In den Fender-Schaltungen wird der Treiber auch ohne Spannungsteiler angefahren, da könnte ich mir schon vorstellen, dass der Übertrager bei sehr hohem Pegel im Halltank in die Sättigung geht und dadurch auch diesen kratzigen Sound erzeugt. Leicht angezerrt geht das sicher gut, aber wenn alles aufgerissen ist könnte es vielleicht eng werden...?

Grüße

Emek:
Danke für deinen Tipp Iefes, ich werde es mit Pegelverringern versuchen und berichten.

Interessant finde ich ja, dass der Amp es jahrelang schaffte, trotz Reverbs schön zu zerren. Und soviel Widerstand hatten die herausgenommenen Leitungsstücke auch wieder nicht. Nachdem der Treibertrafo sich b++ mit den Schirmgitterwiderständen teilt, kann ich mir aber gut vorstellen, dass es für die 6V6 nicht ganz wurscht ist, was der so treibt. LG

cca88:

--- Zitat von: Emek am  7.06.2022 21:37 ---Danke für deinen Tipp Iefes, ich werde es mit Pegelverringern versuchen und berichten.

Interessant finde ich ja, dass der Amp es jahrelang schaffte, trotz Reverbs schön zu zerren. Und soviel Widerstand hatten die herausgenommenen Leitungsstücke auch wieder nicht. Nachdem der Treibertrafo sich b++ mit den Schirmgitterwiderständen teilt, kann ich mir aber gut vorstellen, dass es für die 6V6 nicht ganz wurscht ist, was der so treibt. LG

--- Ende Zitat ---

...es ist ein Standardproblem, das bei den Fenders immer wieder auftritt...

eis gibt irgendwo im Forum einen Thread, in dem Bierschinken und auch ich da einiges geschrieben haben..

Grüße
Jochen

Emek:

--- Zitat von: cca88 am  7.06.2022 22:54 ---...es ist ein Standardproblem, das bei den Fenders immer wieder auftritt...

eis gibt irgendwo im Forum einen Thread, in dem Bierschinken und auch ich da einiges geschrieben haben..

Grüße
Jochen

--- Ende Zitat ---
Hallo Jochen, danke für den Hinweis. Etwas gesucht hatte ich hier schon, vielleicht mit den falschen Keywords. Dann grab ich noch einmal tiefer bis ich das Thread finde. LG Emek

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