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Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+

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Offline W-mann

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Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+
« am: 11.11.2022 10:18 »
Hallo liebe Forumsmitglieder!
Ich habe wieder mal gebaut, diesmal einen AA1164 Princeton. Er hat die Trafos für einen AB763 Deluxe bekommen, um ihn ein wenig stabiler zu gestalten auf dem Weg zur Sättigung.
Der Amp funktioniert klaglos und klingt, alles wie es soll...!
Leider habe ich mir bei meiner Auslegung des Netzteils offenbar ein Ei gelegt:
Aus meiner Steckdose kommen, je nach Tageszeit 236V bis 241V.
Der Netztrafo, verdrahtet auf 230V primär, liefert mir mit einer 5U4GB zwischen 426V und 429V B+, je nach Tageszeit, an den Anoden der 6V6 (14W) liegen ebenso je nach Tageszeit zwischen 423V und 426V an.
Der PI hat auf der Anode 205V, die Preamp Anoden bewegen sich bei + - 170V.
Die Heizung ist exakt bei 6,3V.
Ich hätte gerne etwas weniger Spannung auf den Endröhren, habe mal mit dem Trenntrafo auf "echte" 230V geregelt und hatte den Eindruck, dass der Amp mit 405V auf den Anoden der 6V6 ein bissel weicher klingt...
Ausserdem wäre es "gesünder" für die 6V6 und da die Röhren wegen des BIAS Trem eh etwas kühler gebiast werden, wäre mir ein Schritt in diese Richtung recht, eben wegen des Tones.
Zwar habe ich einen 470k statt des 1M im Tremolo, um die Intensität zu heben, ich würde da auch noch weiter gehen, aber ich mag die
6V6 nicht unbedingt über Gebühr warm biasen, denn das BIAS Trem übt ja auch noch ein gewisses Maß Stress aus.
Ich scheue mich aber auch, den Netztrafo auf 240V primär zu verdrahten, um weniger Sekundärstrom aus dem Trafo zu haben, weil ich dann Sorge habe, dass der Heizstrom zu gering wird, wenn der Netzstrom aus der Dose unter 240V liegt.
Hat jemand von den erfahreneren Kolleginnen und Kollegen einen klugen, warndenden oder beruhigenden Ratschlag?
Ich freue mich auf ein Echo und bin dankbar!
Bei Interesse poste ich gerne ein Bild vom Aufbau... Der ist Standard, nix Besonderes...
Viele Grüße in die Runde,

Uli
two tubes or not two tubes, that is the question!

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Online stephan61

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Re: Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+
« Antwort #1 am: 11.11.2022 10:47 »
Hallo Uli,
mich wundert etwas dass du trotz Netzspannung >230V exakt 6,3V an der Heizung hast. Die Heizspannung müsste ja gemäß gemessener Netzspannung ja auch höher sein. Wo hast du gemessen? Die Kabelverluste sind bei den Heizströmen nicht zu vernachlässigen...
Ansonsten kannst du versuchsweise auf 240V einstellen und messen, ob die Heizung noch 6V oder etwas höher hat. Das geht noch.
Wenn nix anders hilft, bei der hohen B+ würde ich dann JJ 6V6 empfehlen. Die JJ halten die hohe B+ aus.

Viele Grüße Stephan
"It must schwing!"

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Offline W-mann

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Re: Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+
« Antwort #2 am: 11.11.2022 12:01 »
Hallo Stephan,
Danke für Deine Antwort!
Gemessen habe ich an V1 Pin 4/5 und 9. Ja, das hat mich auch gewundert...
Ich habe Wormser STR drin, die halten das auch aus, mir geht es sowohl um Schonung als auch eben um den Ton.
Ich verdrahte mal auf 240V und messe nochmal und teile mit!
Ich könnte natürlich auch einfach noch ein Siebglied mit DropR reinbasteln, um die B+ zu senken, aber das möchte ich umgehen.
Natürlich geht die Anodenspannung auch runter, wenn ich heisser biase (im Moment 21 mA an der Kathode, also mit Screen), aber ich scheue eben ein wenig vor dem Stress wegen des Trem.
Ich tue und melde mich!
By the way:
Der NT hat sekundär 330V - 0 - 330V @160 mA und 6,3V@4A

Viele Grüße, Uli
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Offline W-mann

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Re: Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+
« Antwort #3 am: 11.11.2022 19:45 »
...erdledigt!
Erstens: Wer misst,...
Mit dem wertigeren Gerät vom großen C nochmal gemessen, hatte ich beim 230V Tap 6,6V auf der Heizung bei 238V aus der Dose.
Daraufhin habe ich umgebaut.
Mit dem 240V Tap sind es 6,34V, insofern alles in Ordnung. B+ ist runter, auf den Anoden der 6V6 liegen jetzt 403V. Verlustleistung bei 8,6W, mit der 14W Röhre kann ich damit gut leben, das Tremolo klingt nach wie vor.
Die Spannungen im Preamp und im PI sind natürlich auch etwas gefallen, aber das Resultat klingt wie erwünscht, der Amp ist etwas weicher geworden.
Ich habe bei dieser Gelegnheit noch den 1M Gridstopper an den PI gelötet, das ist auch eine gute Maßnahme, es scheint den PI ein gutes Stück zu beruhigen.
Danke Stephan und beste Grüße in die Runde, Uli

Sollte jemand womöglich eine Frage zu dem Amp haben, bitte schreibt gerne!
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Online stephan61

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Re: Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+
« Antwort #4 am: 12.11.2022 09:33 »
Saubere Arbeit!
Viele Grüße Stephan
"It must schwing!"

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Offline iefes

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Re: Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+
« Antwort #5 am: 12.11.2022 10:31 »
Saubere Arbeit!

Dem schließe ich mich an, schön gemacht!  :topjob:

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Offline Stubenrocker81

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Re: Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+
« Antwort #6 am: 12.11.2022 17:31 »
Ja sehr schön und wirklich selbst gemacht  :topjob:
Klasse Amp! Bin gerade an einem ähnlichem Projekt aber mit 6L6 und 6k6 OT+Presence Regler.Die 6L6 klingen so sweet mit der hohen Impedanz  :sex: gibt zwar "nur" 30W rum aber der crunch ist so cool...
Auf jeden Fall ein lecker Amp den Du da gebaut hast!

Gruß Stephan
Zwei Kanäle sind EINER zu viel😁!!! Boost!!!

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Offline smid

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Re: Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+
« Antwort #7 am: 15.11.2022 08:18 »
Hi,

Du hast diese relativ hochpreisigen Jupiter Kondensatoren verbaut. Hatte ich ebenfalls mal in einem Blonde Bandmaster Klon. Ich konnte da klanglich allerdings nicht wirklich was benennen. Wie sind da Deine Erfahrungen? Würdest Du das wieder so machen?

Danke und VG
Andreas

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Offline W-mann

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Re: Princeton Reverb mit Deluxe Trafos B+
« Antwort #8 am: 17.11.2022 11:38 »
Liebe Leute!
Ich danke herzlich für das reiche Lob! Ich gestehe, dass ich selbst auch ganz zufrieden und ein wenig stolz bin...
Der Amp hat die Trafos aus dem AB763 Deluxe, also sowohl mehr als auch stabilere B+ und die 6k6 mit mehr Eisen als OT.
Nachdem ich jetzt noch den 1M Grid Stopper ans Gitter vom PI gelötet habe, bin ich auch mit dem Ton in der Sättigung sehr zufrieden.
Der Amp ist stabil in den Bässen und hat mehr Höhen als ich brauche, der Hall ist eh geil und das Tremolo "swoosht" ein wenig, ist aber als Effekt viel schöner als das choppy Tremolo im Deluxe. Geschmackssache halt...
Ich habe nachträglich nochmal Geld verbrannt und die 1k5 Grid Stopper (RN65)  an den 6V6 ausgetauscht gegen CF und ich werde eventuell irgendwann auch weiter vorne im Amp probieren, ob ich einen Unterschied höre zwischen RN65 und CF bzw. CC. Das alte Lied, nie enden wollend. Der Amp ist mit den RN65 sehr klar und definiert und halt leise, was die Nebengeräusche angeht. Mindestens für alle Gitterableitwiderstände würde ich immer wieder so verfahren.
Die Frage nach den Boutique Kondensatoren: Ich hatte die zur Verfügung, weil ich sie mal im 5E3 verbaut habe und da meinte ich einen Unterschied zu hören zwischen 715P, Blue Molded Sozo und den gelben Jupiter. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wieder tun würde oder beim nächsten Mal Mallory versuchen würde.
Ich habe einen Hybrid zwischen 5F1 und 5F2 mit einem externen röhrengesteuerten Hallmodul und einem übergroßen OT von Heyboer, da stecken 715P drin und Cornell Dubilier und Mallory, also gewissermassen egal was und der klingt sooo weich! (Der OT und die Spannungen auf den Röhren haben sicher mehr Einfluss als die Kondensatoren..., das war auch mein EIndruck bei der Reduktion der B+ im Princeton)
Die Blue Sozo sind super, aber halt echt hochpreisig! Dann gibts noch die Roederstein, auch sehr gut, 6PS, sehr gut...
Ich weiss nicht mehr, ob nicht die Wahl und die Wertigkeit der Widerstände mindestens genauso viel Bedeutung hat. Man hört definitiv CC oder CF oder MF und vor allem RN65. Ich lasse in Zukunft die Finger weg von "normalen" MF. Das ist der (!) Vorteil der RN65: sie sind nicht induktiv und das merkt man.
So, Schluss, ich verliere mich!
Ich hoffe, ich konnte etwas mitteilen, gerne gelegentlich weiter in der Kommunikation!
Ich poste mal Bilder, wenn er im Gehäuse ist, Top und Box...
Viele Grüße, Uli
two tubes or not two tubes, that is the question!