Technik > Tech-Talk Design & Konzepte

Phase Inverter beim WEM Monitor Reverb, interessantes Konzept?

(1/4) > >>

DirtyDirk:
Hallo liebe Community,

ich besitze seit längerem einen Monitor Reverb von WEM mit zwei EL34 und 50W.
Der Amp ist wirklich klasse, allerdings hatte ich letztens ein wenig Geräusche im Signal.
Ein Pochen, andere Nebengeräusche und da es in der Preamp Sektion bis zum Phase Inverter auf beiden Kanälen gleich war, habe ich
ich mir den Phase Inverter nochmal angeschaut und zwei Widerstände rund um den Phase Inverter ausgewechselt.
Zusätzlich die beiden 4,7kOhm vor den Steuergittern der EL34.

Nachdem ich dann alles wieder zusammen hatte für einen Testlauf, kam kein Signal mehr... Hm, seltsam die beiden Widerstände nochmals nachgemessen. Neue RN65 haben ziemlich genau 1kOhm und 1Mohm die alten ca. 973kOhm und 976ohm.
Schaltplan der Platine gezeichnet und etwas seltsames bemerkt. Könnt ihr euch diese Schaltung erklären??
Als PI hatte ich gerade eine ECC82 drinnen, da ich vom alten Schaltplan ausgegangen bin. Dann habe ich mich erinnert, dass im Amp nur ECC83 verbaut waren und ich vermutet habe, dass eine falsche Röhre eingesetzt war als ich ihn bekam.

Ich denke ich kenne einfach nur die eher klassischen Ansätze (Fender/Hiwatt/Marshall), das jetzt entdeckte Konzept hab ich noch nicht so gesehen und weicht vom originalen Schaltplan ab.
Ich hab auch gar keine Möglichkeit von der PCB her gesehen, dass ein anderer Schaltungsentwurf möglich ist. Die 56k gehen von Masse direkt auf eine Leiterbahn die auf Pin 8 geht.

Vielleicht kann mir jemand mit mehr Erfahrung hier aus der Patsche helfen und erklären was ich falsch gemacht habe oder was sich die Designer dabei gedacht haben könnten :help:

Für jede Hilfe bin ich sehr dankbar!
Liebe Grüße Dirk

DirtyDirk:
Okay, wie es oftmals so ist, kurze Zeit nach dem Fragen stellt man das Problem fest... es war der Schiebeschalter vor dem Lautsprecher mit schlechtem Kontakt.
Die Schaltung des Phaseninverters wirft bei mir jedoch nach wie vor Fragen auf!?

Helmholtz:
Die Schaltung in der Handzeichnung ist falsch.
Da kein Gitterstrom fließt, ist die G-K-Vorspannung null und die Röhre immer voll durchgesteuert.
Damit am 1k Widerstand die korrekte Vorspannung abfällt, muss dieser in den Kathodenpfad.

DirtyDirk:
Das komische ist, die Schaltung funktioniert so und am Gitter liegen ca. -100V gemessen zur Kathode...
Ich gebe dir aber Recht, denn ich hätte genau das Gleiche vermutet.
Checken werde ich die Zeichnung der Schaltung nochmals, bin mir jedoch relativ sicher, dass ich sie gezeichnet habe, wie sie ist.

_peter:
Hallo Dirk,

das ist ein ganz normaler Kathodyn-PI. Such mal danach.
Gibt es auch z.B. bei Fender oder Orange.
Es gibt auch eine DC-gekoppelte Variante.
Pin 8 in deiner Zeichnung muss einfach zwischen 1k und 1M, dann stimmt es.

Gruß, Peter

EDIT: Huch, ich sehe gerade, du hast auf dem Foto ja schon ein Buch dazu aufgeschlagen.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln