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2 Fragen zu einem Champ clone

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Offline BGE

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2 Fragen zu einem Champ clone
« am: 18.06.2026 06:52 »
Moin
Ich habe 2 Fragen zu einem Champ Clone, das ist der Harp Gear II (ein Harpamp) der hat eine 12AY7  als normale zweistufige Trioden-Eingangsschaltung eine 6V6 GT single ended und eine 5Y3GT als Gleichrichter. Schaltung 97% wie ein 5F1 Champ. Also keine Drossel. Die Endstufe 6V6 brummt, nachdem sie warm wird. Oder es brummt immer aber man hört es erst wenn die 6V6 warm wird. Die mechanischische Konstruktion (Stellung der Wickelgüter, Layout etc.) muß eigentlich stimmen, sonst würde Harp Gear die nicht so teuer verkaufen können, also ohne Brummern.

1.) Frage
Ich habe die Vorstufen von der zweifachen Triodeneingangsstufe mit der 12AY7 als einen Kathodenfolger umgebaut und danach kommt dann die Tonblende (500k 22nF ) und danach der Lautstärkeregler 1 MOhm und dann kommt die 6V6. Soweit so gut.  Aber der Kathodefolger hat ja besondere Eigenschaften. Dieser hier ist aus dem Buch von Merlin Blencowe (Designing Tube Preamps for Guitar and Bass; S126) und wird dort als  y=60 Standardversion oder in der bootstrapped Version y = 90 also 3db mehr Kathodenfolgerschaltung für Gitarrenamps dargestellt. 1. Eigenschaft, er hat eine niederohmigen Ausgang wirkt also als Impedanzwandler. Die zweite Eigenschaft: Er nutzt zwar die beiden Trioden der 12AY7, dreht aber die Phase nur einmal. (Gegenkopplung im Amp habe ich deaktiviert.) Der Sinn des Ganzen: Hat man als Vorstufe diesen zweistufigen Kathodenfolger, wird der Amp sehr unempfindlich gegen feedback, man kann mit dem harpmic bis auf einen halben Meter an den Amp ohne das er rückkoppeln bzw. zu pfeifen anfängt. Sonst braucht man 5 oder mehr Meter Distanz zum Amp. Der Sound ist 100% Chicago fett und oberwellenreich eben durch den Kathodenfolger. Da meine Harpmics hohe Ausganspegel haben, reicht die relativ geringe Verstärkung der Vorstufe aus um das Signal zu für die 6V6GT aufzubereiten. 

1.) Frage: Kann ich an diesen Ausgang vom Kathodenfolger einfach so vor den Eingang der Single ended 6V6 anschließen? (Mit einem 100nF Koppelkondensator direkt am Ausgang des Kathodenfolgers dann Klangregler und Volumenregler und dann die 6V6?) Oder gibts da pegelmäßig oder impedanzmäßig oder sonstwie was zu beachten?

2.) Frage:
Ich bastle ja schon länger aber ich habe noch nie mit einer direktgeheizten 5Y3GT zu tun gehabt.
Ich sehe in der Schaltung des Champ (Die originale Schaltung rückt der Brian von Harp Gear nicht raus) daß die B+ Spannung direkt an der Kathode der 5Y3GT abgegriffen wird an der auch die 5V Heizwechselspannug anliegen. Und diese 5 V Wechselspannung messe ich dann auch wieder an der Anode der 6V6. da brauch ich mich über Brummen nicht zu wundern. Wie funktioniert also dieser Rectifier und bringt eine gute pulsierende B+ Spannung ohne, daß mich die 5 V Wechselheizspannung da noch stören? Kann mir das mal jemand erklären bitte?

Das wäre die 2. Frage.

Gruß
Boris (drstrange)
« Letzte Änderung: 18.06.2026 06:59 von BGE »

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Offline Helmholtz

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #1 am: 18.06.2026 14:32 »
Hat der Amp vor dem Umbau auch gebrummt?

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Offline BGE

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #2 am: 19.06.2026 06:09 »
Es ist ziemlich verworren.
Ja, der Amp brummte schon etwas vor dem Umbau der Vorstufe. Aber das Problem war schnell gelöst, nämlich die Siebelkos waren schon 20 Jahre alt obwohl der Amp 2021 hergestellt wurde. Also diese Elko waren von 2006, die da verbaut waren. Also erneuerte ich die Elko, erhöhte etwas ihre Kapazität (statt 20 / 10 / 10 yF erhöhte ich auf 33 / 20 / 20 yF) und der Amp brummte nun tatsächlich weniger also normal, wie so ein kleiner Champ eben brummt. Ich weiß die 33 yF sind grenzwertig bei der 5Y3 aber ein Kumpel in Wien hat auch diesen Amp und genau die letzteren Werte ohne Gefahr für die 5Y3 problemlos schon länger eingebaut. Beim abschließenden Test also, fand ich und der Spieler, daß jedoch die Feedbackanfälligkeit zu hoch sein und so eben die Vorstufe von der normalen 2x Triodenschaltung auf den Kathodenfolger umgebaut werden sollte. Das habe ich früher schon einmal gemacht, nur war da dann hinten eine PP (mit PI) Stufe und 2xEL84 dahinter und eben ein Diodengleichrichter. Dort funktionierte und funktioniert der Amp einwandfrei und hat somit kaum feedback. (Siehe Redneck schematic)

Auch jetzt höre ich (neben dem Brummen) , daß die Vorstufe funktioniert und sogar den gewünschten cremigen Sound bringt, also für mich ist somit die Kathodenfolger Vorstufe richtig aufgebaut worden. Nun, nachdem ich die Vorstufe umgebaut hatte, ließ ich erstmal die Negative Feedback Leitung in der PA weg, denn die brauche ich ja nicht mehr und ich hätte auch nicht gewußt, wo ich die am besten hätte anschließen können, denn die Kathode der 2 Triode war ja jetzt der Ausgang der Vorstufe also des Kathodenfolgers. Vielleicht fehlt nun die NFB Leitung und die Röhre (6V6) brummt deshalb? Kann ich mir aber nicht gut vorstellen.  Das Problem für mich ist, daß ich jetzt die Endstufe sogar von der Vorstufe trennen kann und sie (die Endstufe 6V6) brummt immer noch sehr stark. Es ist also nicht die Vorstufe schuld an dem Brumm. Ich vermute, bei dem Umbau habe ich irgendwas verschlimmbessert, aber da ich keinen richtigen Schaltplan habe ist es schlecht dass einzukreisen. So begann ich zu messen und hatte tatsächlich die knapp 5 V Wechselspannung neben der B+ 350V Gleichspannung, auf der Anode an Pin 3 der 6V6. Pin 4 hat 325 V, das ist das Schirmgitter. ich muß irgendwas während des Umbaus verändert haben was mir das Brummen eingebracht hat. Die beiden Fragen oben im Post, sind für mich zur Sicherheit, daß ich hier prinzipiell nichts falsch verdrahten will (deshalb die Frage 1) und weil ich die Röhre 5Y3 GT noch nie hier hatte (deshalb die Frage 2). Sind diese beiden obigen Fragen soweit geklärt, würde ich anfangen die Schaltung nochmal komplett aufzunehmen und zu vergleichen ob sich da irgendwo ein Kabeldreher oder eine falsche Pin Belegung versteckt, die ich mir höchstwahrscheinlich selber eingebaut habe. Ich weiß das klingt alles verworren aber so ist die Situation. Wenn ich die Schaltung von dem Harp Gear II hätte, wäre ich sicherer. Aber vielleicht hilft tatsächlich nur Leitung für Leitung durchgehen. Es geht mir also in obigem Post erstmal darum die Stellen zu klären, bei denen ich ein unsicher bin also 1.Frage  : single ended Mode nach einem Kathodenfolger (Geht das so einfach?) 2. Frage:  die unbekannte 5Y3GT mit der direkt beheizten Kathode. Sorry für das lange Geschwafel aber ich hatte sowas auch noch nicht.  Ich hoffe Ihr versteht mich jetzt besser.

Gruß BGE (aka drstrange)
(Bin die nächste Woche unterwegs)
PS:
Als Anhang hänge ich gleich noch mal die von harpamps.de für private Zwecke veröffentlichte Schaltung eines Rednecks an, die auch diesen Kathodenfolger hat, aber eben danach PP und einen Diodengleichrichter. Im Gegensatz zu dem Harp Gear II hier mit Single ended und 5Y3GT.
« Letzte Änderung: 19.06.2026 06:24 von BGE »

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Offline carlitz

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #3 am: 19.06.2026 08:48 »
Hallo BGE,

den ganzen Text kann man sehr schlecht lesen, da Du einen langen Fließtext erzeugt hast.......

Auch verstehe ich deine 2te Frage nicht.

Eventuell kannst Du das noch ein wenig erläutern.
If you don't know how to fix it, stop breaking it!

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Offline BGE

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #4 am: 19.06.2026 14:43 »
Ok. Bitte erkläre mir wie eine 5Y3GT  mit direkter Kathodenheizung funktioniert und wie da
eine saubere pulsierende nur noch nicht geglättete B+ Spannung heraus kommt.  Ich habe
diese Röhre das erste Mal und verstehe sie nicht.

Danke
« Letzte Änderung: 19.06.2026 14:46 von BGE »

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Offline Showitevent

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #5 am: 19.06.2026 16:49 »
Also wenn ich die Fragen richtig verstanden habe:

1.) Ja, ein Kathodenfolger kann eine 6V6 treiben. Er liefert aber praktisch keine Spannungsverstärkung, sondern macht die Quelle niederohmiger. Die nötige Signalspannung muss also aus der Stufe davor kommen.

2.) Die 5Y3GT ist eine direkt geheizte Zweiweg-Gleichrichterröhre. D.h. erstmal nur, dass der Heizfaden in der Röhre 2 Funktionen hat!
- Heizung
- Kathode
Also quasi ein zusammengefasstes System.
An der Kathode (oder in deinem Fall Heizung) wird die B+ (Betriebsspannung) abgegrifen, den GND Bezugspunkt stellt der Center Tap des Netztrafos.

Zwei wichtige Punkte für Gleichrichterröhren:
- Die 5 Volt Heizsspannung nicht als harmlose Kleinspannung betrachten! Diese hat B+ Potential! Also nicht für irgendwas anderes verwenden, außer der Heizung des Gleichrichters.

- Ladeelkos, speziell der erste direkt an der Gleichrichterröhre, dürfen nicht zu groß werden in ihrere Kapazität! Das kannst du dem Datenblatt der 5Y3 entnehmen.
Die JJ 5Y3S ist mit 20 uF bei ca. 2x 350 Volt. Historische Datenblätter sehen lieber eher 10 uF!
So ganz konservativ muss man das nicht auslegen (Erfahrungswert) - aber es sollten da jetzt nicht unbedingt 100 uF dran hängen und auch 47uF nur auf eigene Gefahr.

Was das Brummen angeht kann ich nur sagen: Amp aus, entladen, alle Kabel und Verbindungen checken!

Viel Erfolg

Geronimo

Kleines Edit:
In vielen Champs läuft die 6V6 weit über ihrer Spezifikation. Der Kathodenwiderstand (Wert), die darüber abfallende Spannung und die Höhe der Betriebsspannung wären Kandidaten zum Checken.
« Letzte Änderung: 19.06.2026 17:07 von Showitevent »

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Offline BGE

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #6 am: 20.06.2026 06:43 »
Also wenn ich die Fragen richtig verstanden habe:

*Danke erstmal für Deine Hilfe.

1.) Ja, ein Kathodenfolger kann eine 6V6 treiben. Er liefert aber praktisch keine Spannungsverstärkung,
sondern macht die Quelle niederohmiger. Die nötige Signalspannung muss also aus der Stufe davor
kommen.

*Der "Kathodenfolger" hier besteht aus einer Doppeltriode (12AY7 / 5751 etc). Die erste Hälfte der
*Triode ist wie eine normale Vorstufe geschaltet und bringt ca µ= 60 die zweite ist der eigentliche
*Kathodenfolger, der hat µ = 0,9. Diese aus zwei Trioden bestehende Stufe hat also ca. µ = 60 welches
*als erste Stufe für ein starkes harpmic allein ausreicht, da ein starkes harpmic einen vielfach höheren
*Output hat als eine Gitarre oder ein SM58 etc.
*An dem Beispiel Redneck (siehe oben), sieht man, daß diese Stufe auch als 1. Stufe für die Anwendung
*harpmic ausreicht, ich war mir nur nicht sicher ob das auch single ended so ist. Bzw. ob da speziell
*schaltungstechnisch etwas zu beachten ist (Design)  Das war (ist) die erste Frage.


2.) Die 5Y3GT ist eine direkt geheizte Zweiweg-Gleichrichterröhre. D.h. erstmal nur, dass der Heizfaden
in der Röhre 2 Funktionen hat!
- Heizung
- Kathode
Also quasi ein zusammengefasstes System.
An der Kathode (oder in deinem Fall Heizung) wird die B+ (Betriebsspannung) abgegrifen, den GND
Bezugspunkt stellt der Center Tap des Netztrafos.

Zwei wichtige Punkte für Gleichrichterröhren:
- Die 5 Volt Heizsspannung nicht als harmlose Kleinspannung betrachten! Diese hat B+ Potential!
Also nicht für irgendwas anderes verwenden, außer der Heizung des Gleichrichters.

*Genau das ist es , was ich an der direkten Heizung der 5Y3 nicht verstehe. Wie erreicht man mit
*dieser B+ Spannung, die ja einerseits aus der nach Zweiweg-Glerichrichtung noch ungesiebten
*Anodenspannung besteht, andererseits aber ein 5 V 50 Hz Wechselspannung "überlagert" wird,
*eine saubere B+ Anodengleichspannung? Wird diese pure 5 V Wechselspannung durch den
*ersten Reservoir-Cap mit weggefiltert? Die Funktionserklärung für diese 5Y3GT war (ist) die
*zweite Frage, weil ich dazu im web nicht so richtig was finden konnte.

- Ladeelkos, speziell der erste direkt an der Gleichrichterröhre, dürfen nicht zu groß werden in ihrere
Kapazität! Das kannst du dem Datenblatt der 5Y3 entnehmen.
Die JJ 5Y3S ist mit 20 uF bei ca. 2x 350 Volt. Historische Datenblätter sehen lieber eher 10 uF!
So ganz konservativ muss man das nicht auslegen (Erfahrungswert) - aber es sollten da jetzt nicht
unbedingt 100 uF dran hängen und auch 47uF nur auf eigene Gefahr.

*Im alten Fender Champ sinds 8µF ich habs mir angeschaut.
*Der erste Filtercap ist hier trotzdem 33µF und das ist ein erprobter Grenzwert,
*bei einem anderen HG II der  schon länger ohne Probleme läuft und an dem
*die Anodenspannung der 6V6 abgegriffen wird, danach kommt der erste Sieb-R
*von 10 Kohm und der 2. Sieb-Elko (22µf). An diesem Punkt wird die
*Schirmgitterspannung für die 6V6 abgegriffen.Leider habe ich derzeit keinen
*Zugriff auf diesen anderen Amp.

Was das Brummen angeht kann ich nur sagen: Amp aus, entladen, alle Kabel und Verbindungen
checken!

*Das muß ich dann tatsächlich alles mal richtig nachlöten und nachmessen wenn ich wieder da bin.
*Die 2 Fragen dienten nur für mich zum, besseren Verständnis des Designs und der Gleichrichterröhre.

*1.Frage:  Ist was vom Design her besonders zu beachten, wenn man einen Kathodenfolger vor
*eine Single ended 6V6 Endstufe setzt?

*2.Frage: Wie funktioniert eine 5Y3GT Gleichrichterröhre mit der direkten Heizung?

Viel Erfolg

Geronimo

Kleines Edit:
In vielen Champs läuft die 6V6 weit über ihrer Spezifikation. Der Kathodenwiderstand (Wert), die
darüber abfallende Spannung und die Höhe der Betriebsspannung wären Kandidaten zum Checken.

* Der Kathoden-R ist hier an der 6V6 470 Ohm an 5 Watt und wurde vom Wert her nicht verändert.

*Gruß Boris (aka drstrange)
« Letzte Änderung: 20.06.2026 06:45 von BGE »

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Offline Showitevent

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #7 am: 20.06.2026 11:34 »
Moin,

CF
wenn du in einem Champ die zweite Stufe als CF auslegst, verlierst massiv an Preamp Gain.
Wenn das für deine Zwecke Ausreicht und klanglich gefällt, ist die Frage doch hinfällig. So wie ich verstanden habe existiert doch schon ein Amp der so aufgebaut ist?!


GR
Direkt oder indirekt macht in dem Fall keinen Unterscheid. Die 5 Volt AC liegen lediglich als Stromquelle an der Heizung der Gleichrichterröhre an.
Diese Stromquelle hat aber keinen Bezug zu GND, sodass sich das AC Signal nicht weit über die B+ ausbreiten könnte.
Sicherlich gibt es einen kleinen Modulationseffekt, dieser ist aber sofort wieder hinfällig - AC Signale und Modulationskomponenten werden weitestgehend über den Ladeelko gegen GND kurzgeschlossen.

Bei indirekt geheizten Gleichrichterröhren ist das genau das Selbe! Hier liegt meist ein Pin der Heizung eh intern elektrisch parallel zur Kathode.
Der Unterschied zwischen beiden ist in erster Linie die maximale Strombelastbarkeit, was in einem Champ jetzt weniger problematisch ist.

N.m.E sind 33uF eher unkritisch. Eine Empfehlung das beizubehalten werde ich aber trotzdem nicht aussprechen - siehe Datenblätter.

Geronimo
« Letzte Änderung: 20.06.2026 12:19 von Showitevent »

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Offline BGE

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #8 am: 21.06.2026 00:52 »
CF
wenn du in einem Champ die zweite Stufe als CF auslegst, verlierst massiv an Preamp Gain.
Wenn das für deine Zwecke Ausreicht und klanglich gefällt, ist die Frage doch hinfällig. So
wie ich verstanden habe existiert doch schon ein Amp der so aufgebaut ist?!

*BGE

*Hi Geronimo
*Es existiert bisher nur ein Amp mit dem 1. Siebelko (Reservoir) als 33µF und der 2. und 3. als 22µF.
*Den Amp mit CF als Preamp, will ich als (meines Wissens nach) erster aufbauen. Deshalb bin ich
*ja so unsicher. Und ja ich kann bestätigen, daß der Sound und der Pegel und auch die
*Feedbackfestigkeit des Amps jetzt schon so sind, wie ich sie erwarte, nur das die PA noch brummt.
*Der Redneck oben gezeigt, hat hinten PP und einen Phaseninverter ist also in der Endstufe anders
*aufgebaut als der single ended HG II. Ich würde, da die NFB Leitung hier am AÜ speziell über eine
*Sonderanzapfung über 22kOhm früher an die 2. Kathode des originalen Designs (ohne CF)  ging,
*die NFB Testhalber nochmal einbauen, weiß aber garnicht, wo ich die jetzt beim CF anschließen
*sollte. Nicht das der tatsächlich noch deswegen brummt, weil ihm die NFB loop fehlt.

*5Y3GT GR
*Zum Thema 5Y3GT habe ich inzwischen probehalber einen Zweiweg Halbleiterdiodengleichrichter
*statt der Röhre aufgesteckt und die 5 V Heizung  testhalber abgeklemmt. Funktioniert auch gut
*ohne die Röhre und mit den zwei Dioden aber es brummt trotzdem noch, so daß ich jetzt tatsächlich
*dann die Vorstufe und das Netzteil ausgeschlossen habe und mir nun gezielt die 6V6 nochmal
*anschauen werde.  Und ich würde natürlich gern zu Testzwecken die NFL nochmal in Betrieb
*nehmen aber weiß nicht  wohin ich sie vor der PA am Preamp anschließen soll, da jetzt ja die
*zweite Kathode der Vorstufe durch den CF anders geschaltet ist.

Geronimo

*Gruß
*drstrange
« Letzte Änderung: 21.06.2026 00:58 von BGE »

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Offline Helmholtz

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #9 am: 21.06.2026 17:35 »
Deine 2 Hauptfragen hat ja @Showitevent schon ausführlich beantwortet.

Wenn ich das richtig verstehe, besteht der Amp jetzt aus:
1. Eingangs-Gainstufe,
2. Direkt gekoppeltem Kathodenfolger,
3. Tonblende (gab's nicht im 5E1),
4. Vol.Poti,
5. Endröhre.

Mit dieser Schaltung gibt es jetzt keinen guten Einspeisepunkt für das NFB-Signal mehr (m.M.n. käme sowieso nur die Kathode der Eingangstriode in Frage), denn Tonblende und Vol.-Poti sollten nicht innerhalb der NFB-Schleife sein, damit sie richtig funktionieren.
Auch würde eine wirksame Über-Alles-GK die Gesamtverstärkung des Amps deutlich reduzieren.
Allerdings damit auch den Ruhebrumm.

Ich bin sicher, es gibt eine andere Lösung für das Brummproblem.
Verschwindet der Brumm, wenn man das Vol.Poti zudreht?
Für die Belastung der GLR-Röhre spielt nur der Wert des ersten Glättungskondensators eine Rolle.
Der Siebkondensator am Schirmgitterknoten kann also problemlos vergrößert werden.

Bitte mal den Schaltplan rauszeichnen (einen einfacheren Amp gibt es ja kaum).
Ist ein Oszi vorhanden?
 
 
« Letzte Änderung: 21.06.2026 17:37 von Helmholtz »

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Offline BGE

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #10 am: 21.06.2026 21:47 »
Deine 2 Hauptfragen hat ja @Showitevent schon ausführlich beantwortet.

Wenn ich das richtig verstehe, besteht der Amp jetzt aus:

1. Eingangs-Gainstufe,
2. Direkt gekoppeltem Kathodenfolger,
3. Tonblende (gab's nicht im 5E1),
4. Vol.Poti,
5. Endröhre.

BGE: Ja so sieht der aus. ( + 6. Netzteil)

Mit dieser Schaltung gibt es jetzt keinen guten Einspeisepunkt für das NFB-Signal mehr
(m.M.n. käme sowieso nur die Kathode der Eingangstriode in Frage), denn Tonblende
und Vol.-Poti sollten nicht innerhalb der NFB-Schleife sein, damit sie richtig
funktionieren. Auch würde eine wirksame Über-Alles-GK die Gesamtverstärkung des
Amps deutlich reduzieren. Allerdings damit auch den Ruhebrumm.

BGE: Danke, sehr hilfreich, ich bin auch etwas weiter gekommen. Ich werde die NFB evtl:
BGE: nicht brauchen. Danke trotzdem für den Absatz, der ist sehr wichtig.
BGE: Ich habe den ersten (Reservoir) Cap getauscht und es ist schon sehr viel besser geworden.
BGE: Allerdings sagt mir mein Heathkit IT 11 (mit 230V Netz Option), daß der bis 600 V ok ist
BGE: und den Wert (33µF) zeigt er auch an. Ich bin verunsichert und werde mal einen Elko bewußt
BGE: beschädigen um zu provozieren, daß das IT 11 mir mal den Fehlerfall wirklich zeigt.
BGE: (magisches Auge flackert normalerweise bei Leakage). Und der war auch neu gekauft.
BGE: (F&T). Egal. Das Brummen was ich jetzt habe ist für eine SE - PA schon fast normal.
BGE: Es sieht aber auch aus wie auf einem Schlachtfeld und ich muß das erstmal alles wieder
BGE: vernünftig zusammenlöten. Bloß: Was hat der Elko??? Der ist ja augenscheinlich defekt?
BGE: Wie kann ich zukünftig sicher sein, daß ein Kondensator i.O. ist wenn er als i.o. im
BGE: Messmittel (IT-11) angezeigt wird, es aber nicht ist?

Ich bin sicher, es gibt eine andere Lösung für das Brummproblem.
Verschwindet der Brumm, wenn man das Vol.Poti zudreht?

BGE: Nein solange er noch da war verschwand er nicht und war unabhängig vom Volume.
BGE: Ich teste nach meiner Abwesenheit weiter.

Für die Belastung der GLR-Röhre spielt nur der Wert des ersten
Glättungskondensators eine Rolle.

Der Siebkondensator am Schirmgitterknoten kann also problemlos vergrößert werden.

BGE: Das ist auch sehr wichtig, da werde ich auf jeden Fall nochmal rumprobieren.

Bitte mal den Schaltplan rauszeichnen (einen einfacheren Amp gibt es ja kaum).

BGE: Das will ich sowieso noch machen. Aber ab morgen bin ich erst mal wieder
BGE: ein paar Tage (bis Freitag) weg. Dann gehts weiter.

Ist ein Oszi vorhanden?

BGE: Ja, zwar nur so ein Joy-It DMSOD72 Handheld aber bis 10 MHz geht der auch locker.
BGE: Mein alter Tectronix ist mir vor Jahren schon verreckt.

BGE: Pegel (Gain:)
BGE: Zu den Pegeln wäre gesagt, es reicht schon ziemlich gut mit einem starken Mic.
BGE: (Crystal oder Bullet shure ) Will man aber mit einem normalen Stick-Mic spielen,
BGE: wird der gain noch nicht reichen. Bei einem Harpamp ist der sweetspot immer
BGE: ganz kurz vor dem Feedback und das erreicht man mit einem schwachen Mic
BGE: hier derzeit nicht. Auf S.134. seines, weiter oben schon genannten, Buches:
BGE: "Designing Tube Preamps for Guitar and Bass"
BGE: beschreibt Merlin Blencowe noch eine bootstrapped Version der jetzt umgebauten
BGE: Version der Vorstufe , die man schaltbar machen also die original Schaltung hat
BGE: jetzt µ = 60 und mit dem bootstrap hat sie dann µ = 90 (also von 35,6 dB auf 39 db)
BGE: So würde man es ermöglichen starke Mics einerseits aber eben auch schwächere
BGE: Mics andererseits an den Amp anzuschließen. Um feedback zu haben , muß man
BGE: nun schon sehr dicht an den Amp ran aber der Sound klingt mit dem starken Mic
BGE: schon ziemlich gut.

BGE: Wenn ich nur wüßte was mit dem Elko (33µF 500V von F&T) ist???

BGE: Danke erstmal. Bin jetzt ein paar Tage nicht am Platz.

Gruß
dstrange


 
« Letzte Änderung: 21.06.2026 21:53 von BGE »

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Offline Helmholtz

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Re: 2 Fragen zu einem Champ clone
« Antwort #11 am: 21.06.2026 22:18 »
 
Zitat
Allerdings sagt mir mein Heathkit IT 11 (mit 230V Netz Option), daß der bis 600 V ok ist
BGE: und den Wert (33µF) zeigt er auch an. Ich bin verunsichert und werde mal einen Elko bewußt
BGE: beschädigen um zu provozieren, daß das IT 11 mir mal den Fehlerfall wirklich zeigt.
BGE: (magisches Auge flackert normalerweise bei Leakage).

Ein moderater Leckstrom hat beim Reservoir-C kaum Einfluss auf den Brumm.
Ein erhöhter ESR dagegen schon.
Generell muss der Spannungsrippel bei SE - Endstufen sehr gering sein, da hier anders als mit PP keine Brummkompensation durch den AÜ erfolgt.
Besonders empfindlich ist das Schirmgitter.

Um das Messgerät bzgl. Leakage zu testen, muss man nicht einen Kondensator beschädigen.
Ein Parallelwiderstand von 10k bis 100k tut's auch.

Mit dem Oszi könnte man sehen, ob der Brumm 100Hz oder 50Hz Grundfrequenz hat.
« Letzte Änderung: 21.06.2026 23:38 von Helmholtz »