Ich habe einen 500W Amp auf Basis eines Hiwatt DR405 mit sechs KT120 statt KT88 gebaut (individuelle BIAS-Regelung) und sowohl den CF als auch die BIAS-Steuerung angepasst = niederohmig gemacht.
Der CF muss ca. 60V RMS (!) in 15k Last liefern, damit die sechs KT120 sauber ausgesteuert werden.
Dabei habe ich sehr viele Röhren ausprobiert, ECC83, ECC82, ECC81, 12BH7, ECC99.
Gebaut habe ich den CF mit einer 12BH7, die schafft ca. 65V RMS in 15k Last.
Alle anderen haben das nicht geschafft bis auf die ECC82 (ist aber recht mikrofonisch). Die ECC99 fand ich schwer zu handeln, die fiel raus.
Eine ECC83 hat rechnerisch eine Ausgangsimpedanz von ca. 600 Ohm, reisst da aber nix, die clippt schon unter 40V an 15k, das reicht nicht zum Aussteuern von 6, erst nicht von 8 dicken Kannen.
Warum 15k Last?
Alle dicken Kannen haben mit fixed BIAS einen max. zulässigen Rg von 51k. Das sollte man einhalten, wenn man stabile BIAS-Verhältnisse haben möchte, und bei solchen Boliden möchte ich das schon. Bei drei Kannen parallel bedeutet das 17k, mit Luft 15k zum Testen.
Die sechs KT120 spielen in einem aufgebohrten Mywatt bei 820V Anodenspannung und 410V Grid-Spannung nicht schlecht, bringen gut 500W. Der BIAS ist aber total instabil, der Rg beträgt ca. 140k. Das bedeutet ein sehr ungleichmässiges Hochlaufen der einzelnen Anodenströme, erst recht ein sehr langsames Stabilisieren des BIAS nach Beendigung der Aussteuerung - es dauerte bis ca. 10 sec, bis der Ruhe-BIAS wieder erreicht wurde.
Das führe zu nicht reproduzierbaren Leistungen im warmen Betrieb. Mit der BIAS-Schaltung, die (failsafe) einen Rg von 50k pro Kanne einhielt, war der Amp total stabil.
Deshalb wundert es mich, dass TE da mit einer ECC83 arbeitet. Entweder dämlich oder mit einem Grund.