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Immer noch Probleme mit 135 Watt Twin

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Motörkopf:

--- Zitat von: Hannes am 24.09.2006 22:59 ---
Die Drossel erhöht den Siebfaktor im Vergleich zu einer RC-Siebung und es steht den Folgestufen eine höhere Betriebsspannung zur Verfügung, was den Klang und das "Feeling" etwas ändern kann. Wenn Du die UL-Konfiguration aufgibst und normale Pentodenbeschaltung wählst, dann bietet es sich an, oder noch eine zusätzliche RC-Siebung nur für die G2s. Muss man mal mit PSUDII simulieren...

Wenn Du sie auf Anodenspannung legst, dann wäre es Pentodenbetrieb nur mit überlasteten Schirmgitter, da der Schutzwiderstand fehlt und es eventuell auch positiver als die Anode wird. Oder meintest Du, dass Du Schirmgitter parallel zur Anode an den AÜ anschließt? Das wäre dann Triodenbetrieb, den Widerstand würde ich aber dennoch lieber einbauen, die Spannungen sind recht hoch.

Dann ist's weder Pentode noch Triode - da fließt schlicht kein Strom mehr durch (oder nur noch ein ganz kleiner). Gute Möglichkeit der Leistungsreduktion, wenn das G2 ein regelbares Potential bekommt.

Das gleiche wie zuvor, nur dass sich das G2 nun eventuell auch negativ aufladen kann.

Was hältst Du sonst von autobias? Negative Vorspannung messen und den Strom, daraus kannst Du Dir dann den Kathodenwiderstand herleiten (jedenfalls in grober Näherung). Verändert den Klang sicherlich deutlich und senkt die Leistung. Vielleicht als Anfangswert 160Ohm/17W, 220µF/100V parallel.


--- Ende Zitat ---


Hi Hannes,

danke für deine Antwort!
Hmm, also unbedingt scharf bin ich auf die UL-Sache nicht. Kann ich die Schirmgitteranzapfung am AÜ still legen und die Schirmgitter über den 470 Ohm direkt an die Anodenspannung hängen? Dann wäre ich ja bei der Pentode ohne neuen AÜ....

Das mit dem Triodenbetrieb habe ich noch nicht ganz durchlickt - ich dachte immer, dass man das Schirmgitter immer über einen R an Ua hängt (Pentode). In dem PDF File über Leistungsreduzierung von Dirk steht aber, dass man das Schirmgitter einfach an Ua hängen soll (also durch gleiches Potential auslöschen - Triode).  ???
Bedeutet dies, wenn ich quasi am Sockel Pin 3 und 4 brücken würde (eventuell noch mit einem R?) dann hätte den Triodenmodus.... Natürlich müsste dann die Schirmgitteranzapfung des AÜ abgehängt sein.


Autobias - da würde ich dann mit einem Kathoden-R arbeiten. Wie würde sich da der Klang grob ändern? Müsste mich mit diesem Kapitel aber erst mal ein bisschen befassen....




Vielen Dank und mfG

Johannes

Motörkopf:

--- Zitat von: sjhusting am 25.09.2006 07:47 ---Ich kann dich nicht helfen, aber hier ein bischen Info für deine Uberlegung. Ich habe 2 Geschichte gefunden fuer UL Twin conversions -> http://www.timeelect.com/jbl-twin.htm (Rich Koerner) und http://www.rockofchristband.com/Twin-Reverb_Rebuild.htm (ein unknown fuer mich, aber "Rock of Christ??" Er wird sicher nich lügen). Interessant ist, in keine von den beiden Faelle reden sie von ein neue AU. Koerner ist natürlich ein geniale Verruckter und hat den Amp auf 6550s ausgelegt, der andere  wollte scheinbar ein quasi-blackface bauen.

--- Ende Zitat ---


Hallo Steven,

wow - vielen Dank für die Links! Das ist echt sehr interessant, was die Leute dort machen - da bekomme ich ja noch mehr Lust zum basteln :-)
Werde mir das mal richtig durchlesen....



MfG

Johannes

Hannes:
Hi Johannes!


--- Zitat von: Jonny-Guitar-B am 25.09.2006 22:17 ---Hmm, also unbedingt scharf bin ich auf die UL-Sache nicht. Kann ich die Schirmgitteranzapfung am AÜ still legen und die Schirmgitter über den 470 Ohm direkt an die Anodenspannung hängen? Dann wäre ich ja bei der Pentode ohne neuen AÜ....

--- Ende Zitat ---
Ja, Du kannst die UL-Anzapfungen ungenutzt lassen. Isolier sie gut oder löte sie jeweils an einen ungenutzten Lötstützpunkt. Die Isolation muss halt den hohen Spannungen standhalten.
Wichtig ist, dass die G2 noch eine extra Siebungsstufe bekommen. Die 470Ohm Widerstände dienen dem Schutz der Schirmgitter, von diesen dann an die Hochspannung. Benutze auf keinen Fall leere Pins an den 6L6 als Lötstützpunkte!


--- Zitat von: Jonny-Guitar-B am 25.09.2006 22:17 ---Das mit dem Triodenbetrieb habe ich noch nicht ganz durchlickt - ich dachte immer, dass man das Schirmgitter immer über einen R an Ua hängt (Pentode). In dem PDF File über Leistungsreduzierung von Dirk steht aber, dass man das Schirmgitter einfach an Ua hängen soll (also durch gleiches Potential auslöschen - Triode).  ???
Bedeutet dies, wenn ich quasi am Sockel Pin 3 und 4 brücken würde (eventuell noch mit einem R?) dann hätte den Triodenmodus.... Natürlich müsste dann die Schirmgitteranzapfung des AÜ abgehängt sein.

--- Ende Zitat ---
Das PDF von Dirk ist auch richtig, die Schirmgitter müssen direkt an die Anode, für eine Triodenschaltung. Da die Spannungen aber zu hoch für Triodenbetrieb sind (maximal 450V), würde ich einen kleinen Widerstand zwischen G2 und Anode schalten.
Bei der 6L6 wären das tatsächlich einfach Brücken zwischen Pin 3 und 4 und eine "offene" Schirmgitteranzapfung.
Nochmal zur Verdeutlichung:
Pentodenbetrieb: G2 an eine extra Spannungsquelle (also weitere Siebstufe mit Widerstand oder Drossel und Kondensator) anschließen, die (weitgehend) unabhängig vom Anodenpotential ist. Bei einigen Pentoden muss das G2 zum Beispiel auf halben Potential wie die Anode sein. Anode liegt also an der Primärseite des AÜs, G2 an einem hohen Potential aus dem Netzteil.
Triodenbetrieb: G2 wird parallel zur Anode oder über einen kleinen Widerstand an diese direkt angeschlossen, folgt also dem Potential der Anode exakt. Anode und G2 liegen parallel an der Primärseite des AÜs.


--- Zitat von: Jonny-Guitar-B am 25.09.2006 22:17 ---Autobias - da würde ich dann mit einem Kathoden-R arbeiten. Wie würde sich da der Klang grob ändern? Müsste mich mit diesem Kapitel aber erst mal ein bisschen befassen....

--- Ende Zitat ---
Tja, habe ich selbst noch nicht ausprobiert. Nach Datenblatt weniger Leistungsabgabe und höhere Verzerrung. Autobias wird auch immer gerne als "Class-A" Schaltung bezeichnet, der Vox AC30 benutzte diese Variante ebenfalls (auch wenn er nicht in Klasse A läuft...). Ein netter Versuch wäre übrigens auch etwas an der Rückkopplung rumzuspielen.

Grüße,
Hannes

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