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Champlifier - mein zweiter Eigenbau

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Bierschinken:
Mahlzeit!

Endlich isser "fertig", mein Champlifier!

Wie der Name schon sagt ist er ein Clone des Fender Champ, um genau zusein des Fender Vinrochamp. Zugrunde liegt dem Amp das Ceriatonekit, welches ich an dieser Stelle empfehlen möchte. Generell bin ich von Ceriatone sehr angetan. Die Teile sind super, der support ist klasse und (beim derzeitigen Dollarkurs) alles ziemlich günstig.

An und für sich ist nicht viel an der Schaltung verändert worden. (abgesehen von den "must haves" wie Gridstopper etc.) Es gibt lediglich eine Umschaltung für Triodenbetrieb der Endstufenröhre und einen Schalter dem ich den klangvollen Namen "Tweedify" gegeben habe.
Der Name hält was er verspricht; rotzigerer, stärker verzerrter Sounds wie man es von den Tweedamps kennt. Technisch gesehen, wird die Gegenkopplung aufgehoben und das Tonestack "ausser Betrieb" gesetzt, Ampsound pur! Wie zu Leo´s Zeiten leeekka! ;D

Zuguterletzt ist da noch eine Umschaltung des Kathodenwiderstands, zur Anpassung der Leistung an verschiedene Endstufenröhren. Einmal der typische 470 Öhmer für die 6V6 und dann durch Parallelschaltung eines 1,5k Widerstands, ca. 360 Ohm für "Männerröhren" á la 6L6 oder KT66.

Das Ganze gut verpackt in einem Combogehäuse mit 8-Zoll-Jensen.
Bezugstoffe kommen von Dirk sind schlicht und schön (ich glaube das Material werde ich öfter verwenden  ;) )
Der Combo ist recht kompakt mit den Maßen 37cm(B) x 32,5cm(H) x 21cm (T) und ist mit 9,6Kg auch noch erträglich für den geläuterten Musiker.

Mal ein paar Impressionen des guten Stücks . . .



Die Frontansicht, wenig Regler, viel Sound!



Auch auf der Rückseite nur das Nötigste
(Sorry für die etwas unscharfen Foto´s, ich bin noch immer nicht ganz warm mit meiner Cam  :-\ )

Der Amp lief sofort ohne Probleme, sieht man mal von der Mitkopplung ab die ich durch vertauschen der AÜ-Leitungen schuf  :angel:
Lediglich ein "kleines" Problem habe ich noch; der Ruhestrom ist viel zu hoch.
Eine 6V6 zieht in meinem Amp satte 46mA bei einer Ua von 357V. Das scheint mir etwas viel für die arme, kleine 6V6. (Gemessen mit 1-Ohm-Widerstand in der Kathodenleitung)
Soweit ich weiss hatte "Vintage_Man" dasselbe Problem wie ich.
Hat zufällig jemand von euch auch dieses Problem?

Kann mal jemand bei seinem Champ messen wieviel mA durch die Endstufenröhre fliessen?

Danke und Grüße,
Swen

PS: Schaltplan im Anhang

Joachim:
Hallo, Swen,

ein sehr schöner Amp. Ich hab mir den Schaltplan noch nicht im detail betrachtet, aber duie Tweedify-Option scheint mir eine gute Idee zu sein.

Gibt's auch noch ein paar Chassisbilder?

Grüße,
Joachim

sjhusting:
Sven -
Yeah, looks nice.
Als Tolex-fummelfinger bin ich besonders neidisch wie professionell es aussieht.
Kannst 'n clip machen? waere interessiert tweed/bf, triode/pentode

Ich habe gerade geschaut, ich glaube ich habe alles was ich brauche fuer ein Champ.  :devil:

steven

loco:
Hallo Sven
Super Ergebnis ,großes Kompliment! Zu deinem letzten Problem (Ruhestom 6V6) hätte ich folgenden
Vorschlag .:           S2 durch einen zweipoligen Ausschalter  ersetzen .                                                       
In die Mittelanzapfung der 320V AC-Wicklung eine Reihenschaltung mehrerer Z-Dioden einfügen.
Diese Reihenschaltung über die  zusätzliche S2-Schaltebene im 6L6 Betrieb zu brücken.

Das würde bedeuten ,das im 6V6 -Betrieb die DC (HV) insgesamt etwas abgesenkt wird und die 6V6
nicht mehr soviel "verbraten" muß.  :angel:  Gruß aus HH und ein schönes Wochenende  --.-loco

Hans:
Hallo Sven


sehr schöne Arbeit !!  :bier:

In welcher Betriebsart tritt der Anodenstrom auf, Triode oder Pentode?

Was ich absolut ungewöhnlich finde ist die Heizung Symmetrierung. Normalerweise gehört der Anschluss D nicht an die Kathode der Endröhre sondern an den Minuspol des ersten  Siebelkos  :o.

Sehr Rätselhaft was die Fenderleute da treiben.

Salu Hans

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