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'66 Fender Bandmaster BF wiederaufbau mit Bildern!

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JCM:
Hi Leute,

ich bin aus den USA zurück und habe nun angefangen an meinem Fender Bandmaster zu arbeiten.

Hier der vorherige Thread zu dem Amp: http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=5929.msg51359#msg51359



Beim Löten kamen mir ein paar fragen und eventuell könnte die jemand beantworten:

1) Welcher Sicherungswert ist richtig? Ich habe 1A Träge berechnet. Stimmt das? Ist das der wert der in den europäischen Bandmastern bei 220V eingesetzt wird?

2) Ich habe ja einen neuen Netztrafo eingebaut (Weber). Dieser hat auch wicklungen für 220 und 120V (habe die 240 verwendet). Was macht ihr mit diesen offenen Wicklungen? Gut isolieren (Schrupfschlauch) und dann mit nem Kabelbinder irgendwo im Gehaüse festmachen oder?

3) Gleiche Frage für die Sekundärwicklungen (der Trafo hat zusätzliche für 60er Fender mit Röhrengleichrichter)?

4) Wie würdet ihr mit dem zusätzlichen 110V Anschluss (anschlussdose auf der Rückseite) und dem Ground switch umgehen. Ich habe jetzt alles nach http://www.historiclespauls.com/music/index.php?option=com_content&task=view&id=32&Itemid=51 umgebaut. Allerdings habe ich die "Steckdose" für 110V vollständig abgehängt, da sie ja nicht für 230V ausgelegt ist. Also keinen Groundschalter, keine Steckdose,  Sicherung und Powerschalter auf Phase (wobei das ja auch Null sein kann) und den "Nullleiter" direkt an den Trafo. Wie würdet ihr das machen?


Bin für input dankbar. Werde versuchen den amp noch vor dem WE fertig zu machen.


Gruß Jakob

www.schelker.de
   

JCM:
So, das Teil ist fast fertig.   :P

Wenn aber noch jemand Anmerkungen zu den oben genannten Fragen hat, insbesondere die, die die Betriebssicherheit betreffen dann bin ich trotzdem noch dankbar.

Als Röhrenbestückung habe ich 2x ecc83 Telefunken (Wahrscheinlich seit '66 in diesem amp) und zwei 7025 eines amerikanischen Herstellers (genauere Bezeichnung kann man nicht mehr lesen, nur noch "made in U.S.A").
In die Endstufe kommen 2x 6L6 GC von GE. Das sind tolle Teile. Sie waren in einem Mesa-Clon (Peak Composer II) eingebaut und dieser verbrachte die letzten 15 Jahre auf einem Dachboden, so dass ich jetzt ein hübsches Quartett habe.

Muss jetz erstmal einmessen usw.

sjhusting:
Fuer die unbenutzte Leitungen: schrumpschlauch, und die ende falten waehrend es noch warm ist (so das es faltet bleibt)

Sicherungen: Primaer-Seitig (idR) grob gesagt 1/2 die US-Wert (beispiel HR Deville: 3A US, 1,6A EU). Diese ist nur ein Faustregel. Original ist 2A; 1A scheint mir perfekt zu sein.

Steckdose, Ground-Switch, & Death-Cap deactivieren. Geerdete Netzkabel einbauen. Original in ein Mylar-Tute, Luftdicht, mit Helium gefuellt und in ein dunkle Kammer lagern.

Primaer beideseitig schalten. Use a high quality switch. Apems sind hier beliebt.

Gratuliere an eine sehr schoene Amp. Ich bin neidisch.

steven

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JCM:
So, der Amp ist fertig.

Was soll ich sagen, er klingt wirklich klasse.

Folgendes habe ich umgebaut (eigentliche eher Rückgebaut):

- Neuer Netzrafo, nachdem in den 80ern ein bastler einen viel zu großen eingebaut hatte

- Neue Kondensatoren

- neuen Choke (alter war leider etwas angekokelt)

- kleine Änderungen am Groundswitch, Steckdose, Netzkabel....

Was noch zu tun ist: Der beidseitige Netzschalter den ich einbauen wollte war zu groß. Muss mal nach nem anderen schauen. Außerdem hatte ich ja 1A T Sicherungen verwendet. Zwei davon sind schon durchgegangen (beim Anschalten). Deshalb habe ich jetzt mal 1.2A T eingebaut. Mal sehen ob die halten.

Hier ein paar Bilder:


Der Zustand vorher


Das sieht doch brutal aus ! :o


Neben der richtigen anodenspannung bringt der neue (richtige) Trafo auch ein paar Kilo weniger.

 
Habe eine Aluplatte eingpasst (Trafo hat dann noch ne extra Erdung ans Gehäuse bekommen).




Und noch die Caps....


Und den Choke....


Und fertig!





So viel für heute.



...und wie er klingt... :guitar:

Gruß Jakob

_______________
www.schelker.de

JCM:
Hi Steve nochmal danke für die Hinweise.

was ist denn mit dem folgenden Satz gemeint?

--- Zitat von: Steven am  8.11.2007 17:23 ---... Original in ein Mylar-Tute, Luftdicht, mit Helium gefuellt und in ein dunkle Kammer lagern.
...

--- Ende Zitat ---

Das alte Netzkabel so aufbewaren? Warum?

Jakob

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