Technik > Tech-Talk Fender
5E8 oder Bausatz oder TweedSound25 oder ?
Meikel:
Aaalso,
ich habe mich mal erkundigt und darf hoffentlich mit Erlaubnis der Eigentümer sinngemäß zitieren ;)
TAD:
unsere Vorlage war der 5E8A, er hat ca. 28 Watt Leistung, mit einer 5U4 (zweite außer Betrieb, d.h. weggeschaltet (war eine Anfrage von mir, diese ggf. mit dem 'Ground'-Schalter anodenseitig schaltbar zu machen) oder gezogen) hat er noch ca. 23 Watt. 40 Watt ist falsch, das bringt der nicht.... 28 Watt RMS bei ca. 3% Klirr.
Mit nur einer 5U4 zerrt er logischerweise früher, das macht er dann schön weich...
Uns ging es nicht primär um die Leistung sondern um DEN authentischen Ton, der uns m.E. ganz gut gelungen ist.
Mit 2x 12AY7 + 2x 12AX7 als Vorröhren.
Red. Gitarre & Bass auf Anfrage:
die Amps sind bezüglich der Schaltung identisch. Der 'Twinsound' hat etwas stabilere Trafos, der TAD etwas bessere Bauteile.
Mit 3x 12AT7 + 1x 12AX7 als Vorröhren.
Die beiden Gleichrichterröhren (des TAD) machen den Sound etwas stabiler. Ist aber auch kein großer Unterschied. Betreibt man beispielsweise den 'Twinsound' mit einer GZ34 (was möglich ist), hat man den Unterschied wieder kompensiert.
> Und ich muss Stephen unbedingt recht geben... eine Tweed Vorstufe ist von einem Deluxe Reverb so weit entfernt wie Milchkühe von Eiskunstlauf.
> Das klingt völlig anders - besser/schlechter gibt´s hier nicht, weil nicht vergleichbar.
> Das ist Texas Mud gegen Lackschuh...
Gut, wenn ihr mir das alles so wärmstens bestätigt, dann hat sich das Thema "Deluxe Reverb" für mich erledigt. :)
Gruß Michael
re904:
--- Zitat von: Meikel am 7.05.2008 14:00 ---Die beiden Gleichrichterröhren (des TAD) machen den Sound etwas stabiler. Ist aber auch kein großer Unterschied. Betreibt man beispielsweise den 'Twinsound' mit einer GZ34 (was möglich ist), hat man den Unterschied wieder kompensiert.
--- Ende Zitat ---
Der Victoria 50212 arbeitet auch mit einer GZ 34 ansteller zweier 5U4.
Meikel:
Hallo,
nachdem ich über die Wochen anfragte und abwog zwischen 'Twinsound 25' oder einem entsprechenden Weber-Kit oder anderweitigen Quellen, habe ich nun einen 5E8A-Bausatz in Betrieb genommen.
Der Sound ist nach dem ersten Anspielen - verblüffend.
Ursprünglich hatte ich nach meinem Gedächtnis (was mich natürlich auch hier ganz klar im Stich liess) einen ganz anderen Sound in Erinnerung. Erwartete einen im (hinkenden) Vergleich z.B. zu einem Deluxe Reverb eher rauheren, ungestümeren Sound. Aber nix! Der 5E8A kommt sehr klar, angenehm und offen in Wohnzimmerlautstärke. Ein phantastischer, subtil spielbarer Ton. Du meine Güte, wie soll das erst werden, wenn die beiden P12Q sich eingespielt haben?
Das Thema "Laut" bekommt durch die beiden Zwölfzöller für mich eine neue Bedeutung, da der Amp auch schon bei leiser Einstellung ganz anders spielt, als vergleichsweise ein Amp mit nur einem Zwölfzöller. Diese Erkenntnis klingt lapidar und logisch, aber es ist für mich im direkten Vergleich eben etwas anderes, als wenn man das ansonsten nur theoretisch liest.
Dreht man weiter auf, so kommt mir selbst mit meiner 50s Mexico-Strat nur noch ein Grinsen. Der Amp kann richtig laut, hält sich mit seiner Ausgangsleistung aber in Grenzen: 40 Watt sind meiner Meinung nach nicht drin, ein Blues Deluxe z.B. klingt subjektiv viel lauter. Lt. Angaben hat der Amp ja auch eine geringere (RMS-) Ausgangsleistung mit ca. 28 Watt.
Zerren ist möglich, bei der 50s Strat mit ihrem dünnen Output zwar erst relativ spät, bei (ES-335-) Humbuckern dagegen relativ fix. Hui! :)
Das Zerren klingt erwartungsgemäß anders als bei einem DR mit seinen beiden 6V6, für mich angenehmer, weicher.
Der Amp ist ungeheuer feinfühlig reagierend auf Anschlagstärke und -dynamik, gnadenlos Spielfehler und schlecht gestimmte Gitarren offenbarend (ich wusste gar nicht, wie schlecht ich spielen kann >:D ) und bislang vermisse ich noch gar nicht, dass Hall fehlt.
Der Presence-Regler ist so gut wie ohne Wirkung (?), die beiden übrigen "Klangregler" sind dagegen prima und völlig ausreichend bzw. auch den Verzerrungsgrad in Grenzen mit beeinflussend. Der Bass ist angenehm, wird nie dröhnig; die beiden LS scheinen ausgezeichnet mit dem Gehäuse zu harmonieren.
Ein klasse Gerät. Bin gespannt, wie er in Proberaumlautstärke kommt bzw. wenn der Tonescreamer dranhängt....
Gruß Michael
Joachim:
Hallo, Michael,
das klingt ja, als wären Deine Erwartungen voll erfüllt worden - Glückwunsch :). Im Grunde kann ich alles, was Du oben schreibst, anhand der Erfahrungen mit meinen 5E5-A Clone bestätigen, die beiden Amps sind ja nahe Verwandte. Ganz kurz zum Presence-Regler: in meinem Pro ist der eigentlich sehr effektiv. Der einzige Unterschied zum 5E8-A ist die Gegenkopplung (100k im Pro statt 56K im Twin). Hier würde ich nochmal schauen, denn da muss schon ein Effekt gut wahrnehmbar sein.
Wenn's noch ein bißchen mehr Zerre bei moderaten Lautstärken sein soll, kannst Du die Gegenkopplung mit dem 10M-Widerstand schaltbar machen. Hast Du eigentlich einen Master vorgesehen?
Viele Grüße,
Joachim
sjhusting:
Fuer mich war ein Tweed-Amp ein Offenbarung - das ist was ich immer gesucht habe. OK, ein 1974 ist auch nicht schlecht. Und Hall wirst wahrscheinlich nicht mehr vermissen - mittlerweile stoert es mich eher.
Wenn Lautstaerke ein Problem ist, dann ist die Loesung einfach - 5e3. Damit bestreite ich Kneipengigs ohne Problem, und draussen gibt es immer ein SM57.
steven
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